Nothilfe Ukraine: Häufig gestellte Fragen & Antworten

von Aktion Deutschland Hilft

Das Schicksal der Menschen aus der Ukraine bewegt die Welt. Es herrscht Krieg mitten in Europa. Hunderttausende haben aus Angst ihr Zuhause verlassen und versuchen, im Land selbst und in Nachbarländern einen sicheren Ort zu finden.

Hilfseinsatz in der Ukraine

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, ruft zu Spenden auf. Die Bündnisorganisationen leisten den Menschen aus der Ukraine humanitäre Hilfe. Helfen Sie uns, zu helfen – jetzt mit Ihrer Spende!

In diesem FAQ beantworten wir Ihnen häufig gestellte Fragen zum Hilfseinsatz in der Ukraine und halten Sie über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden. (letztes Update: 30.11.2022)

Fragen & Antworten: Aktuelle Lage und gemeinsame Nothilfe 

Wie ist die humanitäre Lage in der Ukraine?

Der Krieg in der Ukraine ist eine humanitäre Katastrophe. Seit dem 24. Februar 2022 dauern die Kämpfe an, insbesondere im Osten des Landes.

Die humanitäre Lage unterscheidet sich von Region zu Region. In der Ost- und Süd-Ukraine sind die Bedingungen weiterhin besonders schwierig. Viele Menschen harren in Notunterkünften aus, es herrscht große Unsicherheit. Die Strom-, Wasser- und Gasversorgung ist beeinträchtigt. Ebenso werden zahlreiche Getreidespeicher und Äcker angegriffen. 

Die Infrastruktur ist vielerorts stark beschädigt. Neben Wohnhäusern werden immer wieder Gesundheitseinrichtungen und Schulen Ziel von Angriffen. Beschädigte Straßen, Brücken und Bahngleise erschweren die Evakuierung der Zivilbevölkerung sowie Hilfslieferungen.

Dramatisch ist auch die eingeschränkte medizinische Versorgung – in einer Zeit, in der besonders viele Menschen verletzt und auf Hilfe angewiesen sind. Auch die Gefahr von Infektionen steigt angesichts der schwierigen hygienischen Bedingungen auf der Flucht und in Notunterkünften und belastet das Gesundheitssystem zusätzlich.

Die Nahrungsmittelversorgung ist vielerorts schwierig: Versorgungsketten werden häufig unterbrochen, der Zugang zu Lebensmitteln ist erschwert. Die Ernte ist wegen fehlender Arbeitskräfte und beeinträchtigter Ackerflächen und Produktionsstätten in diesem Jahr gering ausgefallen. Die Preise, etwa für Treibstoff, steigen stark – während viele Menschen arbeitslos geworden sind und das Ersparte zur Neige geht.

In der Ukraine und weltweit steigen mit der Inflation die Preise für Lebensmittel, Güter des täglichen Bedarfs und Benzin. Und damit auch die Kosten für humanitäre Hilfsprojekte.

Viele Ukrainer:innen haben seit Beginn des Krieges ihr Zuhause verlassen: 6,5 Millionen sind innerhalb und 7,9 Millionen außerhalb des Landes auf der Flucht. Die meisten Menschen flüchten ins Nachbarland Polen. Mit den abnehmenden Kämpfen in einigen Regionen kehren immer häufiger Menschen zurück. Ein Großteil stammt aus der Zentral- und Nord-Ukraine, etwa der Hauptstadt Kiew.

Unser Bündnis leistet den Menschen aus der Ukraine humanitäre Hilfe. Vor Ort und in den Nachbarländern. Helfen Sie uns, zu helfen – jetzt mit Ihrer Spende!

Wie ist die Situation in den Nachbarländern?

Millionen Menschen haben die Ukraine verlassen und suchen Schutz in Nachbarländern wie Polen, Rumänien, der Republik Moldau (Moldawien), Ungarn oder Slowenien. Hilfsorganisationen berichten von großer Solidarität. Auch in Deutschland kommen Schutzsuchende an. 

 

Unser Bündnispartner ADRA beispielweise baut in Rumänien Sanitäranlagen für Geflüchtete und verteilt Einkaufsgutscheine.

 

Alin Ușeriu arbeitet für eine rumänische Partnerorganisation der Johanniter und berichtet: "Rumänien hat nach 30 Jahren Hilfe durch andere Länder endlich die Chance zu zeigen, dass es selbst Hilfe leisten kann. Und das versuchen wir. Die Menschen hier tun, was sie können."

 

Über die Lage in Moldawien sagt er: "Für ein Land mit 1,5 Millionen Menschen ist das auch deshalb eine große Herausforderung, weil sie nicht in der Europäischen Union sind." Hier finden Sie das ganze Interview.


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Gibt es aktuelle Zahlen zur humanitären Lage in der Ukraine?

  • 17,7 Millionen sind derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon 12 Millionen innerhalb der Ukraine.
  • Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar 2022 wurde fast ein Drittel der 44 Millionen Ukrainer:innen aus ihrem Zuhause vertrieben, melden die Vereinten Nationen ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn. Es ist die größte Fluchtbewegung seit Ende des Zweiten Weltkriegs.
  • Von den Menschen, die seit Beginn des Konfliktes fliehen mussten, sind mehr als 6,5 Millionen auf der Flucht im eigenen Land. 7,9 halten sich außerhalb der Ukraine auf.
  • Die meisten Geflüchteten außerhalb des Landes halten sich in Polen (1,5 Millionen) auf.
  • Fast zwei Drittel aller ukrainischen Kinder mussten nach UN-Angaben aus ihrem Zuhause fliehen.
  • In Deutschland sind nach Angaben des Bundesinnenministeriums mehr als 1 Million Menschen angekommen.
  • Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, ist aufgrund des Krieges in der Ukraine erstmals auf über 103 Millionen gestiegen.

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Was benötigen die Menschen jetzt am dringendsten?

Die Hilfsbedarfe unterscheiden sich von Region zu Region. Vielen Menschen innerhalb und außerhalb der Ukraine fehlt es an Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und weiteren Hilfsgütern. 

 

Die meisten Menschen haben bei ihrer Flucht nur das Nötigste mitgenommen. Da unter den Fliehenden vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen sind, sind sie auf besondere Unterstützung und Schutz angewiesen.

 

Viele Geflüchtete benötigen zudem Geld, um sich selbst mit dem versorgen zu können, was ihnen fehlt. Diese Unterstützung erfolgt durch Bargeldausgaben und Überweisungen, Gutscheine für lokale Geschäfte oder elektronische Lösungen wie mobile money.

 

Ebenso wichtig ist medizinische Hilfe: Viele Menschen sind verletzt, leiden an Unterkühlungen oder chronischen Erkrankungen. Krankenhäuser melden großen Bedarf an Verbänden, Spritzen und chirurgischem Zubehör. Auch die Nachfrage nach psychosozialer Unterstützung ist hoch.

 

Vielerorts ist die Infrastruktur in der Ukraine zerstört. Millionen Ukrainer:innen keinen Strom und müssen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausharren. Die Gefahr von Krankheiten und lebensbedrohlichen Unterkühlungen steigt – vor allem für diejenigen, die ohnehin geschwächt sind.

 

Viele Organisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft leisten nun zudem Winterhilfe. "Das ist von elementarer Bedeutung, sonst wird nicht nur der Krieg, sondern auch der Winter weitere Menschenleben fordern," sagt Manuela Roßbach, Vorständin von Aktion Deutschland Hilft.

 

Bitte beachten Sie, dass wir keine Sachspenden annehmen können!

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Wie helfen die Bündnisorganisationen den Menschen aus der Ukraine?

21 Hilfsorganisationen unseres Bündnisses leisten den Menschen in der Ukraine und den Nachbarländern humanitäre Hilfe. Viele der Organisationen engagieren sich seit den 1990er Jahren in der Region. Sie sind mit lokalen Partnerorganisationen vernetzt und arbeiten mit den Behörden vor Ort zusammen. Die Helfer:innen beobachten die dynamischen Entwicklungen genau und passen ihre Projekte entsprechend an.

Winterhilfe läuft dank frühzeitiger Planung auf Hochtouren

In der kalten Jahreszeit unterstützen die Bündnisorganisationen mit ihrer Winterhilfe die Frauen, Männer und Kinder mit:

  • Wärme- und Steppdecken, Wintermänteln und –schuhen, Handschuhen, Schals, dicken Socken, Wollmützen, Thermounterwäsche und anderer Winterkleidung
  • warmen Mahlzeiten, haltbaren Lebensmittel- und Hygienepaketen
  • Suppenküchen und Wärmepunkten
  • Sammelunterkünften für Binnenflüchtlinge
  • Reparaturen an Privathäusern, Gemeinschafts- und Aufenthaltsräumen, Kindergärten und Schulen (Austausch von Fenstern und Türen; Ausbesserung und Isolierung von Wänden). Auch leerstehende öffentliche Gebäude werden winterfest gemacht und ausgestattet
  • Fertighäusern für Menschen, die alles verloren haben
  • Reparaturen von Heizungssystemen
  • Öfen, Heizgeräten und festen Brennstoffen sowie Generatoren, Briketts, Radiatoren und Benzin/Diesel für den Betrieb von Heizungsanlagen
  • Bargeld für Reparaturarbeiten und Heizkostenabdeckung sowie Mietzahlungen


Weitere Beispiele für die Hilfsmaßnahmen unseres Bündnisses:

  • action medeor beliefert regelmäßig Krankenhäuser in der Ukraine mit medizinischem Material, etwa eine Klinik in der Stadt Ternopil und im Bezirk Bolhrad. Auch Krankenwagen, mobile Röntgengeräte und zahlreiche Krankenhausbetten wurden auf den Weg gebracht. Ebenso versorgt action medeor die geflüchteten Menschen in Moldau.
  • ADRA ist in über 20 Städten und Kommunen in der Ukraine vertreten und unterstützt unter anderem die Evakuierung und den Transport von Binnenvertriebenen aus Konfliktgebieten. Ebenso unterstützt die Hilfsorganisation durch die Verteilung von Hilfsgütern, die Organisation von psychosozialer Hilfe, medizinischer Ausstattung und einer Mehrzweck-Bargeldhilfe.
  • Der ASB sowie Habitat for Humanity versorgen die Menschen mit warmen Mahlzeiten, Decken und Heizkörpern, sowie der Verteilung von Hilfsgütern und der Bereitstellung von medizinischem Equipment.
  • AWO International versorgt Familien, die in Deutschland angekommen sind, in mehr als 350 Beratungsstellen. Darüber hinaus hat die AWO zahlreiche Notunterkünfte in der Ukraine und seinen Nachbarländern eingerichtet.
  • CARE hilft unter anderem schwangeren und stillenden Frauen und ihren Kindern, inklusive Überlebenden von sexuellerund geschlechterspezifischer Gewalt.
  • Help – Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt Menschen in der Ukraine mit finanziellen Hilfen, psychosozialer Unterstützung und verteilt Tiernahrung an Landwirt:innen. Außerdem errichtet die Organisation 35 Fertighäuser für Menschen, die alles verloren haben.
  • Die Johanniter haben mehrfach Hilfstransporte mit Medikamenten, Lebensmitteln und weiteren Gütern auf den Weg in die Krisenregion gebracht. Und sie unterstützen den Transport von kranken Kindern aus der Ukraine nach Deutschland.
  • Malteser International leistet unter anderem psychosoziale, medizinische Hilfe für Binnenvertriebene und Geflüchtete und betreibt eine große Notunterkunft in der Ukraine.
  • World Vision und Freunde der Erziehungskunst stehen insbesondere Kindern und deren Familien zu Seite. Sie schaffen Freizeitangebote, um den Jüngsten unbeschwerte Stunden zu schenken und unterstützen mit psychosozialer Hilfe.
  • Der Paritätische Gesamtverband und seine Landesverbände unterstützen Menschen beim Ankommen in Deutschland etwa durch Dolmetscher:innen.
  • Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland leistet psychosoziale Betreuung in diversen Regionen der Ukraine und berät Geflüchtete in Deutschland.
  • Teams des Bundesverband Rettungshunde bieten Trainings für ukrainische Feuerwehrleute und Katastrophenschützer:innen an.
  • LandsAid liefert regelmäßig Hilfsgüter für soziale, pastorale und humanitäre Einrichtungen in Lwiw (u.a. Kinderheime, Flüchtlingsunterkünfte) und in umkämpfte Gebiete wie Charkiw, Donezk, Luhansk und Sumy.
  • Handicap International (HI) hilft Menschen in der Ukraine mit Brandverletzungen und nach Amputationen u.a. mit Prothesen und Physiotherapie. Außerdem klären Helfer:innen über die Gefahren von explosiven Kriegsresten auf.
  • HelpAge setzt sich dafür ein, dass auch ältere Frauen und Männer Unterstützung erhalten. Und SODI hat die Gleichbehandlung von Gruppen wie den Rom:nja im Blick.
  • Das Kinderhilfswerk Global-Care liefert Hilfsgüter, unterstützt Familien bei Evakuierungen und organisiert Wohnungen, in denen Geflüchtete unterkommen können.
  • TERRA TECH unterstützt Menschen in Schutzräumen in Kiew mit Decken, Matratzen und weiteren Hilfsgütern. Auch verteilt die Hilfsorganisation warme Kleidung an der Grenze zu Rumänien. 
  • arche noVa ist ebenfalls in der ukrainischen Hauptstadt aktiv und verteilt landesweit zahlreiche Hilfsgüter.

Die Expert:innen unseres Bündnisses gehen davon aus, dass die Menschen aus der Ukraine viele Jahre auf Hilfe angewiesen sein werden.

Hilfsorganisationen aus unserem Bündnis helfen in der Ukraine und den Nachbarländern. Mit Ihrer Spende können Sie den Hilfseinsatz unterstützen!

Hilft das Bündnis auch Geflüchteten in Deutschland?

Mehrere Bündnisorganisationen sind in Deutschland für die Menschen aus der Ukraine im Einsatz: ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, AWO, DPWV, Johanniter, Malteser, ZWST und Freunde der Erziehungskunst.


Beispiele für die Hilfe der Organisationen in Deutschland
:

  • Aufbau und Bereitstellung von Notunterkünften
  • Finanzielle Unterstützung, z.B. für die Miete
  • Rechtliche Beratung für Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen
  • Psychosoziale Betreuung für Kinder und Erwachsene
  • Transport von krebskranken Kindern ab der polnischen Grenze zu verschiedenen Krankenhäusern in Deutschland
  • Unterstützung bei Behördengängen, etwa als Dolmetscher
  • Vermittlung von Kita-Plätzen


Die Bündnisorganisationen sondieren laufend die dynamische Lage und prüfen weitere Hilfsmöglichkeiten.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Nothilfe unseres Bündnisses für die Menschen aus der Ukraine – auf allen Stationen der Flucht, in der Ukraine, den Nachbarländern und in Deutschland.

Wie ist in der Ukraine Hilfe möglich?

Viele Hilfsmaßnahmen sowie Lieferungen aus Deutschland sind trotz der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und den Nachbarländern möglich. Aufgrund der Sicherheitslage und Ausgangssperren mussten Projekte teils unterbrochen und lokales Personal in Sicherheit gebracht werden.

Einige Bündnisorganisationen sind seit vielen Jahren in der Ukraine und den Nachbarländern aktiv und eng mit lokalen Partnerorganisationen vernetzt. Zudem stimmen sie den Bedarf und die Möglichkeiten mit Behörden, Bürgermeister:innen, Kliniken und Schulen vor Ort ab.

Bisher können viele Hilfsgüter wie Lebensmittel noch in der Ukraine besorgt werden. Insbesondere in den umkämpften Regionen nehmen Versorgungsengpässe jedoch zu.

Hintergrund: Warum ist in der Ukraine Krieg?

In den vergangenen Jahren gab es im Osten der Ukraine immer wieder Kämpfe zwischen zwei Gruppen: Separatisten – Menschen, die sich von der Ukraine abspalten und zu Russland gehören wollen – und Menschen, die sich der Ukraine zugehörig fühlen. Auch auf politischer Ebene gibt es seit langer Zeit Spannungen.

Am 21. Februar 2022 hat Russlands Präsident Wladimir Putin zwei Regionen im Osten der Ukraine als unabhängig erklärt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi wehrt sich dagegen: Russland dürfe sich nicht über internationales Recht und die unabhängige Ukraine hinwegsetzen. Diese Position unterstützen viele Länder in Europa.

Am Morgen des 24. Februar 2022 hat der Angriff der russischen Regierung auf die Ukraine begonnen – mit Bombardements und Bodentruppen. Der ukrainische Präsident Selenskyj rief den Kriegszustand aus. Seitdem überschlagen sich die Ereignisse.


Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 deutschen Hilfsorganisationen, leistet den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten in Nachbarländern Hilfe. Viele der Bündnisorganisationen engagieren sich seit den 1990er Jahren für die Menschen in der Region. Helfen Sie uns, zu helfen – jetzt mit Ihrer Spende!


Bildergalerie: Unsere Hilfe für die Menschen aus der Ukraine

Dank Ihrer Spende...

  • versorgen wir Schutzsuchende mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln – in der Ukraine, auf der Flucht und in den Zufluchtsländern
  • unterstützen wir Geflüchtete, die in Deutschland angekommen sind
  • ermöglichen wir Hilfslieferungen mit Medikamenten und medizinischem Material für Verletzte und chronisch Kranke
  • schaffen wir warme und sichere Notunterkünfte, wo sich die Menschen während der Flucht ausruhen können
  • unterstützen wir die Menschen finanziell, damit sie sich mit dem Nötigsten versorgen können
  • leisten wir psychosoziale Unterstützung für Kinder und Erwachsene 
  • liefern wir Desinfektionsmittel und FFP2-Masken, um einer Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken
  • schaffen wir sichere Orte für Kinder, damit sie beim Spielen & Toben die Schrecken des Krieges und der Flucht für einige Zeit vergessen können
  • sorgen wir dafür, dass die Hilfe auch bei älteren Frauen und Männern sowie Menschen mit Behinderung ankommt
  • starten wir schon jetzt mit der Winterhilfe, setzen Gebäude instand und verteilen Heizgeräte und feste Brennstoffe, warme Kleidung, festes Schuhwerk, Decken und Matratzen

Danke an alle Unterstützer:innen, die unsere Hilfe mit Spenden möglich machen!

Chronik: Ein Jahr Krieg – ein Jahr Hilfe

Frühjahr 2014

Russland gliedert die ukrainische Halbinsel Krim gewaltsam und völkerwiederrechtlich an das eigene Staatsgebiet an. In etwa zeitgleich entflammt ein bewaffneter Konflikt im Donbas.  Die meisten Hilfsorganisationen aus dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft sind seitdem oder länger vor Ort, um die Menschen zu unterstützen.

24. Februar 2022

Russland greift die Ukraine an. Seitdem sind 21 Bündnisorganisationen in der Ukraine, in den Nachbarländern und in Deutschland für die Vertriebenen im Einsatz. So leistet World Vision noch im selben Monat psychologische Ersthilfe für Kinder; Malteser International und LandsAid senden erste Hilfstransporte in die Ukraine. 

März

Mehr als 10 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Zahlreiche Bündnisorganisationen helfen mit Decken, Schlafsäcken und Notunterkünften an den Grenzen sowie in Nachbarländern wie Polen und Rumänien. TERRA TECH etwa unterstützt Ukrainer:innen in unterirdischen Schutzräumen mit Kleidung und Lebensmitteln; action medeor errichtet gemeinsam mit einem Partnerkrankenhaus einen Umschlagplatz für medizinische Hilfsgüter. Und SODI hilft Geflüchteten an den Grenzen Ungarns und der Republik Moldau mit Lebensmitteln und Hygieneprodukten. 

April

Erste Massengräber in Butscha werden entdeckt. Das Leid der Menschen ist unermesslich. Im umkämpften Osten des Landes unterstützt Handicap International Sammelzentren in Metrostationen, in denen viele Menschen Schutz suchen. IsraAID Germany, Partner unserer Bündnisorganisation ZWST, realisiert mit lokalen Partnerorganisationen Hilfslieferungen, etwa nach Luhansk für fast 14.000 Menschen, die die Region nicht verlassen können.

 

Hilfsorganisationen warnen vor einer weltweiten Hungerkrise: Die Ukraine ist einer der größten Getreideexporteure der Welt. Aufgrund des Krieges stecken Millionen Tonnen Getreide fest; viele Felder liegen brach oder sind vermint.  

 

Mai

Die Hafenstadt Mariupol wird von russischen Streitkräften eingenommen. Einige tausend Menschen können nach Tagen in die ostukrainische Stadt Dnipro evakuiert werden. Psycholog:innen der ukrainischen Malteser betreuen die Kinder, Frauen und Männer nach der furchtbaren Erfahrung. Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. unterstützen Partnerorganisationen etwa in Polen und Slowenien im Bereich der Notfall- und Traumapädagogik mit Kindern und Jugendlichen.

Juni

Mariupol wird zunehmend zum Schauplatz russischer Kriegsverbrechen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der ukrainische Samariterbund (SSU) bringen gemeinsam mit der Hilfsorganisation Humanitarian Aid and Development Center (HADC) von Donezk aus Lebensmittel in die belagerte Stadt, um das Leid vor Ort etwas zu lindern. LandsAid beginnt mit dem Versand von Paketen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln an Familien in den Süden und Osten der Ukraine. 

Juli

Politisch dreht sich in der Europäischen Union vieles um die Frage nach Waffenlieferungen – in der humanitären Hilfe startet die Planung für die Winterhilfe. Viele Organisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft bereiten Hilfsprogramme vor, um Menschen in den bevorstehenden kalten Monaten vor der Kälte zu schützen. Darunter sind CARE, die Johanniter, Malteser International, AWO International und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Der Bundesverband Rettungshunde transportiert unter anderem Notfallsets für Erste Hilfe, Zelte und einen Rettungswagen.

August

Russland und die Ukraine einigen sich auf Getreideexporte. Es kommt zu erneuten Explosionen auf der Krim. Die Bündnisorganisationen ADRA, die Johanniter, ZWST, AWO International und das Kinderhilfswerk Global Care liefern Feuerwehrfahrzeuge in die Ukraine, um die Löscharbeiten nach Raketenangriffen zu unterstützen. Hilfs- und Medikamenten-Transporte sowie psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Menschen laufen weiter.

September

Verhandlungen um besetzte Gebiete, Bomben und Angst: Der Krieg tobt weiter. IsraAID Germany, Partner der Bündnisorganisation Zentralwohlfahrtstelle der Juden (ZWST), ist seit Beginn des Krieges im Februar in der Ukraine im Einsatz und unterstützt die Menschen mit psychosozialer Hilfe. Für den näher rückenden Winter setzen Hilfsorganisationen wie Malteser International Häuser instand und rüsten Menschen mit Öfen, Isoliermaterial, Schlafsäcken, Decken, haltbaren Lebensmitteln und warmer Kleidung aus.  

Oktober

Die UN-Vollversammlung verurteilt den Krieg Russlands auf die Ukraine. Erneut kommt es zu landesweiten Angriffen. Viele über den Paritätischen Wohlfahrtsverband tätige Hilfsorganisationen setzen ihre schon laufende Hilfe fort: arche noVa e.V. verteilt über ihre lokalen Partnerorganisationen Hygieneartikel, Trinkwasser und Wassertanks und installiert kommunale Wasserfilter. Und HelpAge e.V. hat das Wohl älterer Menschen im Blick: Die Bündnisorganisation leistet in der Ostukraine psychosozialen Hilfe und verteilt Hygieneartikel.

November

Auf dem Treffen der G7-Außenminister:innen in Münster kündigt Außenministerin Annalena Baerbock eine koordinierte Aktion zur Winterhilfe für die Ukraine an.  Help – Hilfe zur Selbsthilfe repariert Häuser, Wohnungen, Schulen und Krankenhäuser in Kiew, Tschernihiw, Poltawa und Winnyzja.  

Dezember

Kein Strom, kein Wasser, keine Heizung: Die Lage in Cherson ist katastrophal. Zudem werden dort mehrere Folterkammern entdeckt; es kommt zu weiteren Angriffen auf die ukrainische Infrastruktur. Die Winterhilfe des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft läuft auf Hochtouren. Auch Habitat for Humanity leistet Kältehilfe; repariert Häuser und Wohnungen, und tauscht Fenster und Türen, Dachplatten und -ziegel aus. 


Sie als Spenderinnen und Spender schenken den Menschen aus der Ukraine neue Hoffnung. Dank Ihnen helfen wir weiter – so lange, wie es notwendig ist. Vielen Dank!

Weitere Informationen: Ihr Engagement und Sachspenden

Wie kann ich betroffenen Menschen helfen?

Danke, dass Sie den Menschen in der Ukraine und den Nachbarländern helfen möchten. Dafür gibt es viele Möglichkeiten:

Unsere Bündnisorganisation ADRA hat eine Vermittlungsplattform eingerichtet. Dort können sich Menschen registrieren, die geflüchteten Ukrainer:innen Wohnraum zur Verfügung stellen möchten:


Im Internet und den sozialen Netzwerken entstehen in diesen Tagen weitere Portale, über die Sie sich informieren können:

Wie kann ich ehrenamtlich vor Ort helfen?

In Krisenfällen möchten viele Menschen selbst vor Ort als freiwillige Helfer:innen mit anpacken. Aktion Deutschland Hilft bedankt sich ausdrücklich für diese Hilfsangebote. Aufgrund des hohen Sicherheitsrisikos und der unklaren Lage vor Ort raten wir jedoch dringend davon ab, sich auf eigene Faust auf den Weg in die Ukraine oder die benachbarten Länder zu machen.

Wir möchten unbedingt verhindern, dass Sie sich selbst und andere in Gefahr bringen. Daher ist es wichtig, dass solche Aktivitäten koordiniert werden. Die Mitarbeit bei humanitären Hilfseinsätzen im Ausland setzt eine fundierte Ausbildung und mehrjährige Erfahrung voraus, wie beispielsweise Kenntnisse der Sicherheitslage oder Sprachkenntnisse.

Die Hilfsorganisationen im Bündnis arbeiten zwar auch mit ehrenamtlichen Teams. Diese werden jedoch für den Einsatz trainiert, um die eigene Sicherheit und die der Betroffenen gewährleisten.

Da Aktion Deutschland Hilft nicht selbst vor Ort aktiv ist, können sie sich bei bestehendem Interesse an einer Mitarbeit im Ausland an die vor Ort tätigen Bündnisorganisationen wenden.

Nimmt Aktion Deutschland Hilft Sachspenden entgegen?

Das Ausmaß der humanitären Katastrophe in der Ukraine nimmt immer größere Ausmaße an. Das ist schrecklich und viele Menschen in Deutschland möchten den Betroffenen helfen. Uns erreichen viele Anfragen von Menschen, die gerne mit Sachspenden helfen möchten. Wir bedanken uns ausdrücklich für diese Hilfsangebote, bitten jedoch um Verständnis, dass wir sie nicht annehmen können.

Bitte sehen Sie von Sachspenden ab. Schon jetzt blockieren private Hilfslieferungen die beanspruchten Logistik- und Hilfeleistungsstrukturen in der Ukraine und den Nachbarländern.


Der beste Weg zu helfen, sind Geldspenden und Spendenaktionen. Damit ermöglichen Sie den Hilfsorganisationen, genau das zu beschaffen, was die Menschen in der Krisenregion brauchen. Geldspenden sind effizienter und beanspruchen – anders als Sach- und Materialspenden – keine knappen Ressourcen wie Transportmittel, Personal und Lagerräume.

Unser Bündnis setzt die uns anvertrauten Gelder zielgerichtet und bedarfsgerecht für die Betroffenen ein. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen zu Sachspenden finden Sie hier.

Wie hoch ist der aktuelle Spendenstand?

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft für die Menschen aus der Ukraine ist überwältigend: Mehr als 231,3 Millionen Euro sind seit dem Spendenaufruf bei Aktion Deutschland Hilft eingegangen. 21 Bündnisorganisationen leisten den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten in Nachbarländern Hilfe.

Dank Ihrer Spende...

  • versorgen wir Schutzsuchende mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln – in der Ukraine, auf der Flucht und in den Zufluchtsländern
  • können wir Menschen aus den Kriegsgebieten evakuieren und in Sicherheit bringen 
  • unterstützen wir Geflüchtete, die in Deutschland angekommen sind
  • ermöglichen wir Hilfslieferungen mit Medikamenten und medizinischem Material für Verletzte und chronisch Kranke
  • schaffen wir warme und sichere Notunterkünfte, wo sich die Menschen während der Flucht ausruhen können
  • leisten wir an kalten Tagen Hilfe mit warmer Kleidung, Decken und Heizkörpern
  • unterstützen wir die Menschen finanziell, damit sie sich mit dem Nötigsten versorgen können
  • leisten wir psychosoziale Unterstützung für Kinder und Erwachsene
  • starten wir schon jetzt mit der Winterhilfe, setzen Gebäude instand und verteilen Heizgeräte und feste Brennstoffe, warme Kleidung, festes Schuhwerk, Decken und Matratzen


... und vieles mehr! Möglich ist das dank Ihrer Spende! Danke an alle, die geholfen haben.

Wie gewährleisten Aktion Deutschland Hilft und die Bündnisorganisationen, dass die Spenden ankommen?

Die Bündnisorganisationen sind zivilgesellschaftliche Organisationen und arbeiten unabhängig von Regierungen. Sie verfügen über strenge interne Kontrollmechanismen, um Korruption vorzubeugen. Die uns anvertrauten Spenden werden von eigenen Mitarbeitenden der Organisationen überwacht.

Die Hilfeleistungen werden durch eigene lokale Helfer:innen bzw. über vertrauenswürdige lokale Partnerorganisationen ausgeführt. Die Spendengelder werden nicht an Regierungen weitergeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wie viel Prozent einer Spende fließen tatsächlich in Hilfsprojekte?

Von jedem gespendeten Euro werden 90 Cent an die Bündnisorganisationen weitergegeben. Sie setzen damit Hilfsprojekte für Menschen in Not um.

Maximal 10 Cent von jedem gespendeten Euro fließen in die Aktions- & Betriebskosten von Aktion Deutschland Hilft. Dazu gehören Ausgaben für Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit, Informationsmaterial, Plakate, den Versand von Spendenbescheinigungen sowie laufende Kosten für das Aktionsbüro. Eine Infografik dazu finden Sie hier.

Aktion Deutschland Hilft hat sich zum sorgsamen Umgang mit Spendengeldern verpflichtet und ist daher Mitglied im Deutschen Spendenrat und Träger des DZI-Spendensiegels. Weitere Informationen finden Sie hier.


Sie selbst, Angehörige oder Bekannte sind vom Krieg in der Ukraine betroffen? Hier finden Sie Anlaufstellen, an die Sie sich mit Ihren Fragen wenden können.

Informationen für...

... Menschen innerhalb der Ukraine

Für Menschen, die innerhalb der Ukraine auf der Flucht sind, hat das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Informationen zusammengestellt:

https://help.unhcr.org/ukraine/information-on-the-situation-in-ukraine/

... Geflüchtete in anderen Ländern

Für Menschen, die in Länder wie Polen, Rumänien und Ungarn geflohen sind, hat das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Informationen zusammengestellt:

https://help.unhcr.org/

... Geflüchtete in Deutschland

Informationen und Hilfsangebote für Menschen aus der Ukraine, die nach Deutschland geflohen sind, gibt es hier:

Hilfsportal germany4ukraine: https://www.germany4ukraine.de/hilfeportal-de

... ukrainische Bürger:innen in Deutschland

Ukrainische Bürger:innen, die Informationen zu Angehörigen in der Ukraine benötigen, können sich an diese Stellen wenden:

... deutsche Staatsangehörige

Das Auswärtige Amt hat für deutsche Staatsangehörige in der Ukraine eine Hotline eingerichtet:

Telefon: +49 30 5000 3000
E-Mail: krise-ukraine(at)diplo.de

Ukrainische Bürger:innen, die Informationen zu Angehörigen in der Ukraine benötigen, können sich an diese Stellen wenden:


Aktion Deutschland Hilft unterstützt die dem Bündnis zugehörigen Hilfsorganisationen mit den gesammelten Spenden bei der Nothilfe. Die Organisationen setzen die Projekte für Menschen in Not um; wir koordinieren und rufen gemeinsam zu Spenden auf.


Unser Bündnis hilft den Menschen in der Ukraine, auf allen Stationen der Flucht und in den Ländern, in denen sie Schutz suchen. Lassen Sie uns den Familien gemeinsam zur Seite stehen. Lassen Sie uns gemeinsam helfen. Danke für Ihre Spende!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen aus der Ukraine.

Spenden-Stichwort: Nothilfe Ukraine
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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