Wir über unsDer Einsatzfall - Wie wir helfen


In Deutschland versteht man unter einem „Einsatz“ das Ausrücken von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten bei Notfällen. Geraten Menschen in anderen Ländern durch Naturkatastrophen, Epidemien oder Gewaltkonflikte in Not, kommen Hilfsorganisationen zum Einsatz. Vor allem dann, wenn die lokalen Akteure mit der Katastrophensituation überfordert sind. Oberstes Ziel ist es, Leben zu retten und die Not der Menschen zu lindern.

Seit 2001 leistet Aktion Deutschland Hilft als Bündnis renommierter Hilfsorganisationen schnelle und effektive Hilfe nach Katastrophen. So werden die Stärken und Erfahrungen der Bündnismitglieder gebündelt, Synergien genutzt und Überschneidungen sowie Versorgungslücken vermieden, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Erfahren Sie im Folgenden, welche Schritte im Bündnisbüro und im Katastrophengebiet vonnöten sind, um dem Motto von Aktion Deutschland Hilft gerecht zu werden: Gemeinsam schneller helfen.

Voller Einsatz in Deutschland

1. Alarmierungsphase

Sobald Nachrichten von Katastrophen eintreffen, tauschen das Aktionsbüro und Experten der Hilfsorganisationen Einschätzungen zum Ausmaß der Katastrophe und möglichen Folgen aus.

2. Ausrufen des Einsatzfalls

Mehrere Faktoren spielen bei der Bewertung von Katastrophen eine Rolle: Neben der Schwere der Katastrophe und den Möglichkeiten der Betroffenen, sich selbst zu helfen , muss ein internationales Hilfeersuchen der Regierung des betroffenen Landes vorliegen, damit internationale Hilfsorganisationen tätig werden können. Liegt dies nicht vor, sind Hilfsmaßnahmen von außen in dem Land nahezu unmöglich.

3. Spendenaufruf

Im Falle von schweren Katastrophen wenden sich die 13 Bündnismitglieder von Aktion Deutschland Hilft mit einem gemeinsamen Spendenaufruf an die Öffentlichkeit. Alle Hilfsorganisationen des Bündnisses rufen ab diesem Zeitpunkt unter dem Spendenkonto 10 20 30 bei der Bank für Sozialwirtschaft zu Spenden für die Opfer der Katastrophe auf.

4. Katastrophenfonds

In großen Katastrophen zählt jede Minute. Um direkte Hilfsmaßnahmen durch die Bündnisorganisationen zu ermöglichen, verfügt Aktion Deutschland Hilft über einen Katastrophenfonds. Dank dieser Gelder können die Bündnismitglieder unmittelbar nach einer humanitären Katastrophe erste Maßnahmen der akuten Nothilfe einleiten – ohne sich um die Finanzierung sorgen zu müssen.

5. Abstimmungsmaßnahmen

Die Spenden und die Mittel aus dem Katastrophenfonds werden nach einem festgelegten Verteilungsschlüssel an die Bündnisorganisationen weitergeleitet, das Ausmaß der Zerstörung und eventuelle geographische Besonderheiten der Einsatzregion aus und stimmen sich ab. Dieser Schlüssel orientiert sich an den Kapazitäten der Organisationen. In Telefonkonferenzen tauschen sich die Bündnisorganisationen über die Hilfsmaßnahmen, das Ausmaß der Zerstörung und eventuelle geographische Besonderheiten der Einsatzregion aus und stimmen sich ab.

6. Öffentlichkeitsarbeit

Um bestmögliche Hilfe leisten zu können, kümmert sich das Bündnisbüro parallel um die Gewinnung weiterer Spenden, etwa durch Schilderungen der Lage in Interviews, durch Spendenaufrufe in Zeitungen, Radio oder Fernsehen. Je mehr die Öffentlichkeit über die Not der Menschen erfährt, desto größer ist die Unterstützung für die Opfer.

7. Nachbetrachtung und Evaluation

Ein wichtiger Schritt für die Sicherstellung von effektiven Hilfsleistungen ist die kritische Nachbetrachtung der geleisteten Arbeit. Denn nur so wird gewährleistet, dass alle an der Hilfe Beteiligten aus möglichen Fehlern oder Mängeln lernen. Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird durch unabhängige externe Gutachter überprüft.

Voller Einsatz in der Katastrophenregion

1. Erste Hilfsmaßnahmen vor Ort

Die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft betreiben langfristige Projekte in vielen Ländern der Welt und arbeiten dort eng mit der einheimischen Bevölkerung zusammen. Nach einer Katastrophe sind es meist die lokalen Helfer, die mit Soforthilfemaßnahmen beginnen.

2. Abstimmung mit den Bündnismitgliedern

Die Helfer vor Ort und so genannte Assessment Teams informieren ihre jeweilige Hilfsorganisation über Bedarfe und nötige Hilfsmaßnahmen. Diese Informationen werden dann in den täglich stattfindenden Telefonkonferenzen an die anderen Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft weitergegeben. Durch diese Absprachen werden Versorgungsengpässe und Doppelungen von Hilfsleistungen vermieden.

3. Hilfsflieger und medizinische Versorgung startet

Können die benötigten Hilfsmittel nicht in der betroffenen Region beschafft werden, kann bereits 48 Stunden nach Eintritt einer Katastrophe der erste Hilfsflieger starten. Dieser ist mit Hilfsgütern beladen, die es auf den lokalen Märkten nicht zu kaufen gibt. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die ersten deutschen Nothilfeexperten auf den Weg ins Katastrophengebiet. Lokale Ärzte kümmern sich unterdessen um die medizinische Erstversorgung der Opfer.

4. Verteilung der Hilfsgüter

Die ersten Hilfsgüter werden von lokalen Mitarbeitern der Bündnisorganisationen an die Betroffenen verteilt, darunter beispielsweise Zelte, Decken und Nahrungsmittel. In den folgenden Tagen wird die Verteilung mit den Hilfspaketen aus Deutschland verstärkt. Der Inhalt ist auf die Bedürfnisse der Menschen angepasst.

5. Medizinische Versorgung und Seuchenprävention

Bis zum Ende der ersten Woche nach der Katastrophe geht es vor allem darum, die Versorgung mit sauberem Wasser und die Hygiene zu verbessern. Mobile Ärzteteams kümmern sich zudem um eine nachhaltige medizinische Behandlung der Betroffenen.

6. Schaffung menschenwürdiger Verhältnisse

Die Bündnisorganisationen setzen sich einen Monat nach der Katastrophe verstärkt für die weitere Verbesserungen der Lebensumstände ein: Hierzu gehört etwa der Bau von festen Notunterkünften, Übergangsschulen und Krankenstationen.

7. Wiederaufbau & Rehabilitation

Zuletzt wird der nachhaltige Wiederaufbau, zum Beispiel durch die Errichtung von erdbeben- und sturmsicheren Häusern gefördert. Mikrokredite helfen den Menschen, nach der Katastrophe auch finanziell einen Neustart zu schaffen. Wenn nötig, werden auch Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt, die den Betroffenen helfen, die schrecklichen Erlebnisse körperlich oder psychisch zu verarbeiten.

Nach großen Katastrophen, wie Erdbeben, Tsunamis oder Wirbelstürmen, zählt jede Minute und jede Sekunde. Koordination und Schnelligkeit sind die entscheidenden Faktoren, um Menschenleben zu retten und Leid zu vermeiden.

So hilft Ihre Spende:

  • 9 Euro reichen, um 1.000 Wasserreinigungs-Tabletten zu kaufen und tausende Menschen mit knapp 5.000 Liter sauberem Trinkwasser zu versorgen.
  • 40 Euro kostet die Versorgung einer Flüchtlingsfamilie für einen Monat mit dem Nötigsten, beispielsweise im Irak.
  • 300 Euro kostet eine mobile Schule mit Lehrmaterial für 80 Kinder in einem Flüchtlingslager, zum Beispiel im Sudan.


So schenkt Ihre Spende Menschen in Krisengebieten, Nahrung, sauberes Trinkwasser und eine Perspektive in der Not. Bitte helfen Sie heute – Mit Ihrer Spende!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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