Hunger in AfrikaHunger in Afrika: So hilft unser Bündnis!

20-02-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Hunger ist eine alltägliche Katastrophe für Millionen Menschen in Afrika. Vor allem für Kinder, Frauen und Männer rund um den Tschadsee, aus der Demokratischen Republik Kongo und ostafrikanischen Ländern wie Somalia verschärfte sich die Lage im vergangenen Jahr dramatisch. Für Teile des Südsudans riefen die Vereinten Nationen im Februar 2017 eine Hungersnot aus.

Unser Bündnis - Aktion Deutschland Hilft - ruft seitdem verstärkt zu Spenden für die notleidenden Menschen auf. Vielen von ihnen haben die Hilfsorganisationen bereits geholfen. Einige von ihnen haben uns ihre Geschichte erzählt. Noch mehr erfahren Sie in unserer Bildergalerie (oben auf der Seite)!

Aisha: Überlebte dank energiereicher Notfallnahrung

In Togdheer in Somalia leistet ein mobiles Klinikteam medizinische Hilfe - mithilfe von CARE und Spenden von Aktion Deutschland Hilft. Für Aisha (Bild) hat das kleine Team Großes geleistet: Sie hat überlebt.

Ihre Mutter Hawo hält das Baby in den Armen. "Ich bin so glücklich, dass Ihr wiederkommt", ruft sie dem CARE-Team entgegen. "Schaut nur, wie gut es Aisha geht. Ihr habt ihr Leben gerettet."

Hawo erzählt: "Aisha ging es nicht gut. Ich hatte zu lange nichts, was ich ihr zu Essen geben konnte und nicht genug Milch zum Stillen. Das macht der Hunger. Dann kamt ihr."

Aisha war extrem untergewichtig und bekam von CARE medizinische Aufbaunahrung. Sie schmeckt nach Erdnuss und enthält alles, was Aishas kleiner Körper braucht, um sich von der Unterernährung zu erholen. Das Messband, das den Ernährungsstatus der Kinder am Oberarm prüft, zeigt inzwischen gelb - ein gutes Zeichen. "Es sind schwere Zeiten", sagt Hawo. "Es tut gut, dass wir nicht alleine sind."

Joel Roba: Hilfe für die verletzte Seele


Viele Flüchtlinge leiden unter den traumatischen Erinnerungen an den Bürgerkrieg. So wie Joel Roba aus dem Südsudan. Sein Blick ist wegen eines starken Grauen Stars verschwommen und er läuft nur sehr langsam mit Hilfe eines Holzstabs. Bei Kämpfen in seinem Dorf starben seine Kinder und Enkelkinder, erzählt der 71-Jährige.

Er selbst entkam und lebt nun in einem Flüchtlingscamp in Uganda. Unser Bündnismitglied Handicap International schult dort Helfer darin, auch psychologische Erste Hilfe zu leisten. Psychologen und Sozialarbeiter stehen den Menschen bei: Menschen, die ihre Familie, ihre Freunde oder ihr Zuhause verloren haben, hilft es sehr, die Erfahrungen zu teilen.

Hindatou: Leben nach dem Krieg


Das Leid der Menschen in Nigeria ist nicht nur wegen der Hungersnot unfassbar groß. Auch die Angst vor terroristischen Gruppierungen prägt das Leben der Familien vor Ort. Hindatou (links im Bild) und ihrer Mutter gelang die Flucht.

Im Flüchtlingscamp im Niger findet das Mädchen im Kinderzentrum unserer Bündnisorganisation World Vision ihre Lebensfreude wieder. Sie ist mittlerweile zwölf Jahre alt und hat wieder Freude am Leben. Ihre Mutter sagt: "Das lebendige Umfeld hat sich positiv auf sie ausgewirkt." Albträume habe Hindatou nun keine mehr. 

Hadizatou: Wieder auf eigenen Füßen stehen


Ihr bisheriges Leben war ein unaufhörlicher Kampf ums Überleben: Hadizatou aus einem Dorf im Niger ist verwitwet und lebte in extremer Armut. Früher besaß sie zwei Dutzend Schafe, erzählt sie. Doch die extreme Dürre in der Tahoua-Region hat sie ihr genommen. Die übrigen, überlebenden Tiere musste sie zu einem schlechten Preis verkaufen - und verlor damit ihre Lebensgrundlage.

Dank eines Projekts des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hat die 35-Jährige nun eine neue Perspektive: Dafür, dass sie in einem Projekt zur Förderung der Landwirtschaft mitarbeitet, erhält sie Bargeld. Die finanzielle Hilfe stärkt die Selbsthilfekräfte der Menschen, fördert den Handel und die lokalen Märkte und verbessert die Situation der Menschen langfristig."Wir sind Teil der Gemeinde", sagt Hadizatou.

Menschen brauchen weiter Hilfe - wir bleiben vor Ort!


Vor einem Jahr spitzte sich die Situation der Menschen rund um den Tschadsee, aus der Demokratischen Republik Kongo und ostafrikanischen Ländern wie dem Südsudan zu.

Gemeinsam haben wir viel erreicht, doch der Hunger und das Leid der Menschen sind nicht vorbei. Ohne Humanitäre Hilfe wäre die Lage in den betroffenen Ländern weitaus dramatischer. Wir sind weiter vor Ort und stehen den Kindern, Frauen und Männern zur Seite. Mit Lebensmitteln, Trinkwasser, medizinischer Versorgung und psychologischer Betreuung.  

Möglich ist die Hilfe nur dank Ihnen - in der Vergangenheit, heute und in der Zukunft. Ihre Spende rettet Leben! 

In unserem FAQ erfahren Sie mehr zum Thema Hunger & Hungersnöte:

Wie viele Menschen leiden weltweit unter Hunger?

Weltweit leiden 815 Millionen Menschen unter Hunger. Das bedeutet bei einer Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden: Jeder neunte Mensch auf der Welt hat nicht genug zu essen.

Vor allem Menschen in afrikanischen und asiatischen Ländern sind von Hunger betroffen. Besonders schwierig ist die Lage in Gegenden, in denen die Ernährungssituation unsicher ist und zusätzlich langanhaltende Konflikte sowie Wetterextreme wie Dürren herrschen. Im vergangenen Jahrzehnt hat es Krisenländer wie Jemen, Südsudan, Somalia oder Nigeria schwer getroffen. Mehr als die Hälfte der 815 Millionen Hungernden, nämlich über 519 Millionen Menschen, leben in Asien.

In Afrika ist der Anteil der Hungernden an der Bevölkerung mit 20 Prozent weltweit am größten. Dort hungern über 243 Millionen Menschen. Ein Großteil (224 Millionen) lebt südlich der Sahara. In Lateinamerika und der Karibik haben 42,5 Millionen Menschen nicht genug zu essen; in Ozeanien sind es 2,7 Millionen.

Was sind die Ursachen von Hungersnöten?

Hungersnöte nur als Folge von Dürreperioden und Regenausfällen zu sehen wird der vielschichtigen Katastrophe nicht gerecht. Die Ursachen sind komplex und bedingen sich gegenseitig. Sie reichen von Armut über wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen und ungerechte Wettbewerbschancen im Weltagrarhandel bis hin zum Klimawandel. Einige Jahre ging die Zahl der Hungernden in vielen Teilen der Welt zurück. Seit 2014 nimmt der weltweite Hunger aber wieder zu.

Klimabedingte Katastrophen wie Dürren und Überschwemmungen führen dazu, dass Felder vertrocknen und Ernten ausfallen. Dem Welternährungsbericht der Vereinten Nationen zufolge spielt dabei auch das Wetterphänomen El Niño eine entscheidende Rolle.

Außerdem wächst die Anzahl der Konflikte. Sie verschärfen die Lage zusätzlich – vor allem in Entwicklungsländern mit unsicherer Ernährungssituation. Insgesamt leben 489 Millionen Menschen, also mehr als die Hälfte aller Hungernden, in Konfliktgebieten. Die Gewalt wirkt sich nicht nur auf das Leben der Kinder, Frauen und Männer in den betroffenen Ländern aus, sondern auch auf Wirtschaft, Infrastruktur und Landwirtschaft. Gerade in ländlichen Gebieten haben Menschen unter Folgen wie Ernteausfällen oder Lebensmittelknappheit zu leiden.

Unter- und Mangelernährung: Was ist der Unterschied?

Unterernährung oder qualitative Mangelernährung bedeuten, dass ein Mensch aufgrund eines Mangels an Nahrung nicht genügend Energie aufnehmen kann, um sein Körpergewicht zu halten. Laut Welternährungsorganisation liegt der Bedarf für ein normales, gesundes Leben bei 2.100 Kilokalorien pro Tag. Nimmt eine Person weniger als 1.400 Kilokalorien zu sich, spricht man von extremer Unterernährung. Unter der mangelnden Energiezufuhr leiden unter anderem das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Deshalb verlaufen Krankheiten wie Cholera bei unterernährten Menschen oft tödlich.

Qualitative Mangelernährung heißt einseitige Ernährung. Steht bei Menschen beispielsweise jeden Tag Weizen, Reis oder Mais auf dem Speiseplan, füllt das zwar den Magen, aber es fehlt an überlebenswichtigen Mikronährstoffen wie Vitaminen, Proteinen, Eisen, Jod und Zink. Qualitative Mangelernährung wird auch als "versteckter Hunger" bezeichnet. Sie ist deutlich schwerer festzustellen als Unterernährung, da selbst übergewichtige Menschen zu wenig proteinreiche und vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen können.

Was unternimmt Aktion Deutschland Hilft gegen Hungersnöte?

Die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind weltweit im Einsatz, um hungernden Menschen zu helfen.

  • Wir versorgen akut unterernährte Kinder, schwangere und stillende Frauen mit lebensrettender Notfallnahrung und energiereicher Erdnuss-Paste
  • Wir verteilen dürreresistentes Saatgut und richten Getreidebanken ein, um Hungersnöte von vornherein zu verhindern
  • Wir verteilen Nahrungsmittelpakete mit Bohnen, Mais, Milchpulver, Nudeln und Öl
  • Wir setzen Brunnen instand und verteilen Wasserreinigungstabletten
  • Wir verbessern die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzte-Teams
  • Wir impfen Kleinkinder, die durch die Unterernährung anfällig für Krankheiten sind
  • Wir errichten Gesundheitsstationen, in denen Menschen medizinisch versorgt werden

Erfahren Sie mehr über den Kampf der Bündnisorganisationen gegen den Hunger!

Jede Spende zählt!

Jede Spende zählt - das hat sich auch im vergangenen Jahr wieder gezeigt. Wo Millionen Menschen hungern, helfen wir gemeinsam im Bündnis. Erfahren Sie in unserer Bilderstrecke (19 Bilder) mehr über die Kinder, Frauen und Männern, die nun dank Iher Spende neue Hoffnung schöpfen können.


Bildergalerie: Hilfe für Menschen in Afrika


Mit Ihrer Spende helfen Sie uns zu helfen - weltweit und immer da, wo die Not am größten ist. Danke, dass Sie die Nothilfe unseres Bündnisses mit Ihrer Spende möglich machen!


Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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