Hunger in AfrikaFragen und Antworten zum Hunger in Afrika

von Aktion Deutschland Hilft

Millionen Menschen in Afrika haben nicht genug zu Essen. Wo sind die meisten Menschen betroffen? Wann spricht man von einer Hungersnot? Was sind die Ursachen und wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.
(letztes Update: Oktober 2018)

Wie viele Menschen sind betroffen?

In Ostafrika, im Kongo und in der Tschadsee-Region hungern Millionen Menschen. Allein in Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Nigeria haben fast 32 Millionen Kinder, Frauen und Männer nicht genug zu Essen. Viele weitere brauchen dringend Nahrungsmittel, Trinkwasser, Schutz und medizinische Hilfe.

Ostafrika und Kongo

  • Südsudan: 6,1 Millionen Menschen haben nicht genug zu Essen. Das sind knapp 60 Prozent der Bevölkerung. Zehntausende stehen vor dem Hungertod.
  • Äthiopien: 7,9 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Hunderttausende Kinder drohen zu verhungern.
  • Somalia: Insgesamt sind weniger Menschen unterernährt als im vergangenen Jahr, doch für 1,5 Millionen Menschen bleibt die Lage bleibt kritisch. Fast 300.000 Kindern droht akute Unterernährung.
  • Kenia: Nach der Dürre folgten in Kenia schwere Überschwemmungen, die Ernten und Häuser zerstörten. Für 700.000 Menschen ist die Situation weiterhin dramatisch.
  • Demokratische Republik Kongo: 15 Millionen Kinder, Frauen und Männer haben nicht genug zu Essen. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Experten von Hilfsorganisationen zufolge ist die Lage alarmierend.

Tschadsee-Region

  • Nigeria: Fast zwei Millionen Menschen sind im eigenen Land vor Hunger und Gewalt auf der Flucht. Viele von ihnen sind Landwirte. Das verschärft die Lage, weil sie Felder nicht bestellen können. Insgesamt sind knapp drei Millionen Kinder, Frauen und Männer dringend auf Lebensmittelhilfe angewiesen.
  • Tschad: Wegen Gewalt, Armut, Dürre sind 4,4 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen.
  • Niger: Im Niger brauchen den Vereinten Nationen zufolge etwa 1,7 Millionen Menschen dringend Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente.

    Ab wann spricht man von einer Hungersnot?

    Die Vereinten Nationen definieren fünf Stufen der Ernährungssicherheit. Die letzte Stufe ist die Hungersnot. Sie wird ausgerufen, wenn:

    • mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
    • pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
    • die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen,
    • kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
    • mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben
    • Trauriger Vergleich: In Berlin leben derzeit etwa 3,5 Millionen Menschen. Eine Hungersnot würde bedeuten, dass dort täglich 700 Menschen sterben würden.

    Wie und wo hilft Aktion Deutschland Hilft?

    Die Bündnisorganisationen sind vor Ort aktiv, um den Notleidenden zu helfen: 

    • Wir verteilen Trinkwasser und Nahrungsmittelpakete. Außerdem setzen wir Brunnen und Wasserquellen instand und verteilen Wasserreinigungstabletten.
    • Wir verbessern die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzte-Teams und Gesundheitsstationen für mangel- und unterernährte Kinder.
    • Wir helfen die Hygienesituation zu verbessern: Damit sich Krankheiten nicht ausbreiten, verteilen wir Hygienepakete und geben Schulungen.
    • Wir schulen Menschen in nachhaltigen und klimaangepassten Anbaumethoden. Zudem verteilen wir dürreresistentes Saatgut und helfen beim Bau von Bewässerungssystemen.

    Noch mehr über unsere Hilfe vor Ort erfahren Sie hier!

    Was sind die Ursachen für die Hungerkatastrophen?

    In vielen Ländern Ostafrikas und in der Tschadseeregion ist die Lage aufgrund von Gewalt, Dürre und Hunger katastrophal. Millionen Menschen haben ihr Zuhause verloren, suchen Schutz in Flüchtlingscamps und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Felder liegen brach, da Bauern aus Angst vor Überfällen und Gewalt ihre Felder nicht bewirtschaften.

    Die Trockenheit ist eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Langanhaltende Dürren vernichten Ernten, lassen Tiere verhungern und Nahrungsmittelpreise in schwindelerregende Höhe steigen. Oft folgen auf die Trockenphasen schwere Regenfälle, die Felder und Lebensraum zerstören. Millionen Menschen benötigen Humanitäre Hilfe.

    Mit Katastrophenvorsorge hilft unser Bündnis auch schon, bevor Menschen in Not geraten - hier erfahren Sie mehr!


    Video: Hunger in Afrika - so hilft unser Bündnis!


    Danke, dass Sie die Nothilfe unseres Bündnisses unterstützen - mit Ihrer Spende schenken Sie den hungernden Menschen im Südsudan, in Äthiopien und vielen anderen Ländern Afrikas neue Hoffnung und Zuversicht!

    Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
    bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

    Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
    Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
    Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
    oder online spenden