Hunger in AfrikaFragen und Antworten zum Hunger in Afrika

von Aktion Deutschland Hilft

Millionen Menschen in Afrika haben nicht genug zu Essen. Wo sind die meisten Menschen betroffen? Wann spricht man von einer Hungersnot? Was sind die Ursachen und wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.
(letztes Update: Februar 2019)

Wie viele Menschen sind betroffen?

In Ostafrika, im Kongo und in der Tschadsee-Region haben Millionen Menschen zu wenig zu essen. Aktuell sind vor allem die Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien und Uganda von Hunger bedroht.

Dürren sind schleichende Katastrophen. Es gibt viele Anzeichen für eine drohende Hungersnot. Dazu gehören andauernde Trockenheit, ausbleibender Regen und Konflikte, die das Bewirtschaften von Äckern verhindern. Der Hunger kommt später. Dann, wenn die Ernten ausfallen und Nutztiere sterben, weil kein Wasser mehr vorhanden ist.

Das bedeutet: Wenn die Vereinten Nationen eine Hungersnot ausrufen, ist es oft zu spät.

Die Lage in Ländern wie Somalia ist schon jetzt dramatisch: Zwei Millionen Menschen stehen am Rande einer Hungerkatastrophe. In Kenia sind mehr als eine Million betroffen. Ihnen fehlen Nahrungsmittel, Trinkwasser, Schutz und medizinische Hilfe.

Ab wann spricht man von einer Hungersnot?

Die Vereinten Nationen definieren fünf Stufen der Ernährungssicherheit. Die letzte Stufe ist die Hungersnot. Sie wird ausgerufen, wenn:

  • mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
  • pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
  • die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen
  • kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
  • mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben
  • Trauriger Vergleich: In Berlin leben derzeit etwa 3,5 Millionen Menschen. Eine Hungersnot würde bedeuten, dass dort täglich 700 Menschen sterben.

Wie und wo hilft Aktion Deutschland Hilft?

Die Bündnisorganisationen sind vor Ort aktiv, um den Notleidenden zu helfen: 

  • Wir verteilen Trinkwasser und Nahrungsmittelpakete. Außerdem setzen wir Brunnen und Wasserquellen instand und verteilen Wasserreinigungstabletten.
  • Wir verbessern die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzte-Teams und Gesundheitsstationen für mangel- und unterernährte Kinder.
  • Wir helfen, die Hygienesituation zu verbessern: Damit sich Krankheiten nicht ausbreiten, verteilen wir Hygienepakete und geben Schulungen.
  • Wir schulen Menschen in nachhaltigen und klimaangepassten Anbaumethoden. Zudem verteilen wir dürreresistentes Saatgut und helfen beim Bau von Bewässerungssystemen.

Noch mehr über unsere Hilfe vor Ort erfahren Sie hier!

Was sind die Ursachen für die Hungerkatastrophen?

In vielen Ländern Ostafrikas und in der Tschadseeregion ist die Lage aufgrund von Dürre, Hunger und Gewalt katastrophal. Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot in Somalia. Felder vertrocknen oder liegen brach, weil Bauern sie aus Angst vor Gewalt nicht bewirtschaften. Viele Familien haben ihr Zuhause verloren und suchen Schutz in Flüchtlingscamps.

Teilweise ist die Trockenheit eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Den Vereinten Nationen zufolge spielt auch der Klimawandel eine entscheidende Rolle. Unter anderem am Horn von Afrika leiden die Menschen unter seinen Auswirkungen.

Langanhaltende Dürren vernichten Ernten, lassen Tiere verhungern und Nahrungsmittelpreise in schwindelerregende Höhe steigen. Oft folgen auf die Trockenphasen schwere Regenfälle, die Felder und Lebensraum zerstören. Millionen Menschen benötigen Humanitäre Hilfe.

Mit Katastrophenvorsorge hilft unser Bündnis schon, bevor Menschen in Not geraten - hier erfahren Sie mehr!


Video: Hunger in Afrika - so hilft unser Bündnis!


Danke, dass Sie die Nothilfe unseres Bündnisses unterstützen - mit Ihrer Spende schenken Sie den hungernden Menschen im Südsudan, in Äthiopien und vielen anderen Ländern Afrikas neue Hoffnung und Zuversicht!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden