In Somalia wird ein Mädchen mit Notnahrung versorgt.

Hunger in AfrikaFragen und Antworten zum Hunger in Afrika

von Aktion Deutschland Hilft

Millionen Menschen in Afrika sind akut vom Hungertod bedroht. Wo sind die meisten Menschen betroffen? Wann spricht man von einer Hungersnot? Was sind die Ursachen und wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier (letztes Update: Februar 2018).

Wie viele Menschen sind betroffen?

In Ostafrika, im Kongo und in der Tschadsee-Region hungern Millionen Menschen. Insgesamt sind mehr als 41 Millionen Kinder, Frauen und Männer dringend auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

Ostafrika und Kongo

In Ostafrika und der Demokratischen Republik Kongo benötigen 30,7 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe:

  • Äthiopien: Fast die Häfte der 8,5 Millionen hungerleidenden Menschen sind akut unterernährte Kinder, schwangere und stillende Frauen.
  • Südsudan: Fast jeder zweite Einwohner leidet Hunger. Das sind 5,7 Millionen Menschen.
  • Somalia: 3,2 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.
  • Kenia: Mehr als 3,4 Millionen Menschen brauchen dringend Nahrung und sauberes Trinkwasser.
  • DR Kongo: 9,9 Millionen Menschen hungern - darunter sind 2 Millionen akut unterernährte Mädchen und Jungen.

Tschadsee-Region

In der Region um den Tschadsee sind 10,6 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen:

  • Nigeria: 2,6 Millionen Menschen hungern, mehr als die Hälfte der Betroffenen sind Kinder.
  • Kamerun: 2,6 Millionen Menschen benötigen dringend Nahrungsmittel.
  • Niger: 1,4 Millionen Kinder, Frauen und Männer leiden Hunger.
  • Tschad: 4 Millionen Menschen hungern. Jedes siebte Kind stirbt vor seinem 5. Geburtstag.

Ab wann spricht man von einer Hungersnot?

Die Vereinten Nationen definieren fünf Stufen der Ernährungssicherheit. Die letzte Stufe ist die Hungersnot. Sie wird ausgerufen, wenn:

  • mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
  • pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
  • die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen,
  • kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
  • mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben
  • Trauriger Vergleich: In Berlin leben derzeit etwa 3,5 Millionen Menschen. Eine Hungersnot würde bedeuten, dass dort täglich 700 Menschen sterben würden.

Wie und wo hilft Aktion Deutschland Hilft?

Die Bündnisorganisationen sind vor Ort aktiv, um den Notleidenden zu helfen: 

  • Wir verteilen Trinkwasser und Nahrungsmittelpakete. Außerdem setzen wir Brunnen und Wasserquellen instand und verteilen Wasserreinigungstabletten.
  • Wir verbessern die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzte-Teams und Stationen für mangel- und unterernährte Kinder.
  • Wir helfen die Hygienesituation zu verbessern, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, indem wir Hygienepakete verteilen und Schulungen geben.
  • Langfristig schulen wir Menschen in nachhaltigen und klimaangepassten Anbaumethoden. Zudem verteilen wir dürreresistentes Saatgut und helfen beim Bau von Kleinbewässerungssystemen. Außerdem helfen wir beim Bau von Wasserspeicherungs- und Bewässerungssystemen.

Was sind die Ursachen für die Hungersnot?

Im Südsudan und in Nigeria ist die Lage aufgrund von Gewalt, Dürre und Hunger katastrophal. Millionen Menschen haben ihr Zuhause verloren, suchen Schutz in Flüchtlingscamps und sind auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen. Felder liegen brach, da Bauern aus Angst vor Überfällen und Gewalt ihre Felder nicht bewirtschaften. Außerdem hat es weniger geregnet. Das hat viele Ernten zerstört.

Die anhaltende Trockenheit ist eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Die verheerende Dürre am Horn von Afrika bedroht das Leben von Millionen Menschen. Regenzeiten fielen aus, Ernten wurden vernichtet, Tiere verhungern und Nahrungsmittelpreise steigen in schwindelerregende Höhe. Millionen Menschen benötigen akut humanitäre Hilfe.


Wo hungern Menschen in Afrika? Das zeigt die Infografik:

Hunger in Afrika  
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Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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