Hunger in AfrikaFragen und Antworten zum Hunger in Afrika

von Aktion Deutschland Hilft

Millionen Menschen in Afrika haben nicht genug zu Essen. Wo sind die meisten Menschen betroffen? Wann spricht man von einer Hungersnot? Was sind die Ursachen und wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.
(letztes Update: Februar 2019)

Wie viele Menschen sind betroffen?

In Ostafrika, im Kongo und in der Tschadsee-Region hungern Millionen Menschen. Allein in Äthiopien, der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Nigeria haben fast 32 Millionen Kinder, Frauen und Männer nicht genug zu Essen. Viele weitere brauchen dringend Nahrungsmittel, Trinkwasser, Schutz und medizinische Hilfe.

 

Südsudan: 6,1 Millionen Menschen haben nicht genug zu Essen. Das sind knapp 60 Prozent der Bevölkerung. Zehntausende stehen vor dem Hungertod.  

 

Äthiopien: 8 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Hunderttausende Kinder drohen zu verhungern.  

 

Somalia: Ohne Humanitäre Hilfe droht sich die Ernährungssituation in den kommenden Monaten dramatisch zu verschlechtern: Fast 5 Millionen Menschen könnten bis Mitte des Jahres nicht ausreichend Zugang zu Nahrung haben.  

 

Kenia: Auf eine Dürreperiode folgten schwere Überschwemmungen. Viele Ernten wurden zerstört. Mehr als 700.000 Menschen brauchen Nahrungsmittelhilfe.

 

DR Kongo: Mehr als 13 Millionen Menschen in der DR Kongo haben nicht genug zu Essen. Die Zahl droht weiter zu steigen. Zudem benötigen mehr als 10 Millionen Menschen medizinische Hilfe.  

 

Nigeria: Die Situation in Nigeria ist dramatisch: Mehr als 10 Millionen Kinder, Frauen und Männer benötigen Humanitäre Hilfe. Fast 2 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht vor Hunger und andauernder Gewalt. Mehr als 5 Millionen haben nicht genug zu essen.  

 

Niger: Im Niger hat sich die humanitäre Lage aufgrund von Vertreibungen im vergangenen Jahr zugespitzt: Fast 2,5 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen. 1,6 Millionen benötigen Nahrungsmittelhilfe.  

 

Tschad: Etwa 2,4 Millionen Kinder, Frauen und Männer sind müssen sich täglich sorgen, zu wenig Essen zu haben. Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl in wenigen Monaten auf 3,7 Millionen steigen könnte.  

 

Kamerun: 2,6 Millionen Menschen haben zu wenig zu Essen. Aufgrund von Konflikt und Vertreibung ist jeder Zehnte auf Humanitäre Hilfe angewiesen.

Ab wann spricht man von einer Hungersnot?

Die Vereinten Nationen definieren fünf Stufen der Ernährungssicherheit. Die letzte Stufe ist die Hungersnot. Sie wird ausgerufen, wenn:

  • mindestens 30 Prozent der Bevölkerung akut unterernährt sind
  • pro Person weniger als vier Liter Wasser am Tag zur Verfügung stehen
  • die Menschen am Tag weniger als 2.100 Kilokalorien Nahrung zu sich nehmen,
  • kein eigenes Einkommen mehr erwirtschaftet werden kann und
  • mindestens zwei von 10.000 Menschen täglich aus Nahrungsmittelmangel sterben
  • Trauriger Vergleich: In Berlin leben derzeit etwa 3,5 Millionen Menschen. Eine Hungersnot würde bedeuten, dass dort täglich 700 Menschen sterben würden.

Wie und wo hilft Aktion Deutschland Hilft?

Die Bündnisorganisationen sind vor Ort aktiv, um den Notleidenden zu helfen: 

  • Wir verteilen Trinkwasser und Nahrungsmittelpakete. Außerdem setzen wir Brunnen und Wasserquellen instand und verteilen Wasserreinigungstabletten.
  • Wir verbessern die Gesundheitsversorgung durch mobile Ärzte-Teams und Gesundheitsstationen für mangel- und unterernährte Kinder.
  • Wir helfen die Hygienesituation zu verbessern: Damit sich Krankheiten nicht ausbreiten, verteilen wir Hygienepakete und geben Schulungen.
  • Wir schulen Menschen in nachhaltigen und klimaangepassten Anbaumethoden. Zudem verteilen wir dürreresistentes Saatgut und helfen beim Bau von Bewässerungssystemen.

Noch mehr über unsere Hilfe vor Ort erfahren Sie hier!

Was sind die Ursachen für die Hungerkatastrophen?

In vielen Ländern Ostafrikas und in der Tschadseeregion ist die Lage aufgrund von Gewalt, Dürre und Hunger katastrophal. Millionen Menschen haben ihr Zuhause verloren, suchen Schutz in Flüchtlingscamps und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Felder liegen brach, da Bauern aus Angst vor Überfällen und Gewalt ihre Felder nicht bewirtschaften.

Die Trockenheit ist eine Folge des Wetterphänomens El Niño. Langanhaltende Dürren vernichten Ernten, lassen Tiere verhungern und Nahrungsmittelpreise in schwindelerregende Höhe steigen. Oft folgen auf die Trockenphasen schwere Regenfälle, die Felder und Lebensraum zerstören. Millionen Menschen benötigen Humanitäre Hilfe.

Mit Katastrophenvorsorge hilft unser Bündnis auch schon, bevor Menschen in Not geraten - hier erfahren Sie mehr!


Video: Hunger in Afrika - so hilft unser Bündnis!


Danke, dass Sie die Nothilfe unseres Bündnisses unterstützen - mit Ihrer Spende schenken Sie den hungernden Menschen im Südsudan, in Äthiopien und vielen anderen Ländern Afrikas neue Hoffnung und Zuversicht!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden