In der Demokratischen Republik Kongo herrscht eine unsichere Lage. Viele Menschen fliehen vor Gewalt und Krieg. Eine Oma sitzt mit ihrem Enkel in einem Flüchtlingslager.

LänderinformationDemokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo – ein Überblick

Die Demokratische Republik Kongo ist der zweitgrößte Staat in Afrika. Fast 80 Millionen Menschen aus etwa 250 verschiedenen Volksgruppen leben hier. Es gibt rund 200 Sprachen, Amtssprache ist Französisch. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Christentum.

Humanitäre Situation

Die DR Kongo gehört zu den ärmsten Staaten der Welt. Im Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen belegt das Land Platz 174 von insgesamt 187. Fast 87 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Kinderarbeit ist weit verbreitet. Seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen 1994 setzten fast alle kriegerischen Parteien Kinder als Soldaten und Sklaven ein.

Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen zehn Jahren mindestens 200.000 Frauen und Mädchen Opfer von Massenvergewaltigungen, die als Kriegsmittel eingesetzt werden. 76% der Mädchen und Frauen sind häuslicher Gewalt ausgesetzt.

Politische Lage

Nach dem Ende einer fast 32 Jahre dauernden Diktatur und wechselnden radikalen Machthabern gibt es immer wieder ethnische Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen wie den Hutu und Tutsi. Auch der ungleiche Zugang zu Ressourcen führt zu Gewaltausbrüchen. Bis 2009 starben in dem Bürgerkrieg mindestens drei Millionen Menschen.

Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren zu massiven Fluchtbewegungen. Etwa 2,7 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht, weitere 220.000 in den Nachbarländern. Mindestens 120.000 Flüchtlinge aus Nachbarländern wie Ruanda oder Burundi suchen Zuflucht im Kongo. Ihre Lage verschlechtert sich ebenfalls.

Die Situation vor Ort

In der DR Kongo leiden Millionen Menschen unter Hunger. Zwei Drittel der Kongolesen leben von der Landwirtschaft, doch ausbleibende Regenfälle lassen die Ernten vertrocknen. Gleichzeitig kommt es oft zu schweren Überschwemmungen, die Häuser, Ackerland und Weideflächen zerstören.

Die medizinische Versorgung hat sich während des Krieges weiter verschlechtert. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist sehr hoch. Viele Menschen sterben an Malaria, Cholera und wiederkehrenden Ebola-Ausbrüchen. Mindestens vier Prozent der Bevölkerung im Kongo ist mit HIV infiziert

Quellen: The World Factbook, AA, UNHCR

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