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  • El Niño - Wirkung und Auswirkung

Klimawandel El Niño - Wirkung und Auswirkung

von Aktion Deutschland Hilft

El Niño ist ein Klimaphänomen, das alle zwei bis sieben Jahre im Pazifik auftritt. Eine Änderung der Luft- und Meeresströmungen wirbelt das Wetter durcheinander. Es kommt zu Dürren und Waldbränden, starkem Niederschlag und Überschwemmungen.

Aktuelle Messdaten zeigen, dass sich im tropischen Pazifik deutliche El‑Niño‑Bedingungen herausbilden. Die Meeresoberfläche ist dort ungewöhnlich warm, und auch in der Tiefe sammelt sich viel Wärme – ein klares Signal für den Beginn eines neuen El‑Niño‑Ereignisses. Klimamodelle verschiedener Forschungszentren gehen davon aus, dass sich das Phänomen in den kommenden Monaten weiter verstärkt und bis in den Winter 2026/27 anhält.

Grafik: Die Auswirkungen von El Niño einfach erklärt

Infografik: Wie entsteht das Wetterphänomen El Nino
Embed Code: Betten Sie dieses Bild auf Ihrer Webseite ein (Stand 2021)


El Niño ist unberechenbar und kann sich regional sehr unterschiedlich auswirken. Expert:innen unterscheiden drei Wetterphasen: die neutrale Phase, El Niño und La Niña.

Während der neutralen Phase wehen die Ostpassatwinde am Äquator nach Westen und treiben warmes Oberflächenwasser von Südamerika in Richtung Asien. Im Westpazifik sammelt sich warmes Wasser, während vor der südamerikanischen Küste kaltes Tiefenwasser aufsteigt.

Das warme Oberflächenwasser verdunstet vor Asien und führt zu vermehrten Niederschlägen. Vor Südamerika hingegen sinkt trockene Luft ab. Gleichzeitig verdunstet das kalte Wasser an der Küste Südamerikas nur sehr langsam, wodurch es sehr wenig regnet.

Während El Niño schwächen sich die Ostpassate ab oder kehren sich zeitweise um. Dadurch verlagert sich das warme Oberflächenwasser nach Osten und staut sich vor der Küste Südamerikas. Kaltes Tiefenwasser kann nicht mehr an die Oberfläche gelangen.

Die warmen Wassermassen vor Südamerikas Westküste verdunsten und sorgen dort für starke Niederschläge. In Asien hingegen wird es trockener.

Während La Niña sind die Ostpassate stärker als üblich. Dadurch wird noch mehr warmes Wasser in den Westpazifik gedrückt, wo sich das Meer stärker erwärmt. Gleichzeitig verstärkt sich das Aufsteigen kalten Tiefenwassers vor Südamerika.

Im westlichen Pazifikraum kommt es zu besonders starken Niederschlägen, während an der Küste von Süd- und Mittelamerika ausgeprägte Trockenheit herrscht.

El Niño und der Klimawandel

Der Zusammenhang von El Niño und dem menschengemachten Klimawandel wird weiter untersucht. Einige Studien lassen darauf schließen, dass sich die extreme Form des Phänomens, der sogenannte “Super-El-Niño” oder auch “Mega-El-Niño”, in Zukunft häufen wird. Klar ist: Der Klimawandel verstärkt viele der Auswirkungen, die El Niño weltweit auslöst – etwa Hitze, Dürren und Starkregen.

Dramatische Folgen des Wetterphänomens

Schon heute beeinflusst El Niño das Leben von Millionen Menschen. Im südlichen Afrika kommt es häufig zu ausgeprägter Trockenheit, während Ostafrika in vielen El‑Niño‑Jahren von heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen betroffen ist.

An der Westküste Südamerikas führen ungewöhnlich warme Meeresoberflächen oft zu Starkregen, Erdrutschen und Schäden an der Infrastruktur. In Südostasien und im Osten Australiens steigt dagegen das Risiko für Hitze, Trockenheit und Waldbrände.

 

El Niño wurde erstmals von peruanischen Fischern beschrieben, die schon im 19. Jahrhundert bemerkten, dass sich das Meerwasser vor ihrer Küste in manchen Jahren ungewöhnlich stark erwärmte. Dadurch blieben die nährstoffreichen Auftriebsströme aus, und viele Fischarten wanderten in kühlere Regionen ab – mit deutlichen Einbußen für die Fischerei. Weil dieses Phänomen häufig um die Weihnachtszeit auftrat, nannten sie es El Niño, Spanisch für “das Christkind” oder “der Junge”.

Dürre und Fluten durch La Niña

Auch La Niña verstärkt Wetterextreme: Verstärkte Ostpassatwinde kühlen den östlichen tropischen Pazifik ab, weil mehr kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche gelangt. Das führt in vielen Regionen zu markanten Veränderungen: In Teilen Süd- und Ostasiens sowie im südlichen Afrika fällt häufig mehr Regen als üblich, während das Horn von Afrika und Teile Kaliforniens eher zu Trockenheit neigen. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für tropische Wirbelstürme im Westpazifik und im Nordatlantik.

Aktion Deutschland Hilft unterstützt Menschen, besser auf Wetterextreme und die Auswirkungen der Klimakrise vorbereitet zu sein. Wir leisten Katastrophenvorsorge und verhindern Leid, bevor es geschieht.


Bildergalerie: Klimawandel und Nothilfe

Menschen in vielen Teilen der Welt bekommen die Folgen des Klimawandels zu spüren - auch Kinder wie diese in Äthiopien
Menschen in vielen Teilen der Welt bekommen die Folgen des Klimawandels zu spüren - auch Kinder wie diese in Äthiopien
© Aktion Deutschland Hilft/Trappe
Der Klimawandel wird in immer mehr Regionen der Erde sichtbar. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Atmosphäre schneller erwärmt als je zuvor. Forscher:innen haben festgestellt, dass die durchschnittliche Temperatur seit 1800 immer weiter gestiegen ist.
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Eine Industrieanlage, die weiße Dampfschwaden in die Luft stößt
Eine Industrieanlage, die weiße Dampfschwaden in die Luft stößt
© marcinjozwiak from Pixabay
Das Klima der Erde hat sich schon oft gewandelt. Doch der aktuelle Klimawandel ist menschengemacht. Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist es auf der Erde mehr als 1 Grad Celsius wärmer geworden. Durch Energieerzeugung, Industrie, Landwirtschaft und Reisen werden seitdem immer mehr Treibhausgase in die Atmosphäre ausgestoßen.
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Ein Mönch in Birma blickt auf eine Brücke, die von einem Zyklon zerstört wurde
Ein Mönch in Birma blickt auf eine Brücke, die von einem Zyklon zerstört wurde
© Aktion Deutschland Hilft/Fred Schmidt
Überschwemmungen, Dürren, Wirbelstürme, Hungersnöte: Intensität, Häufigkeit, Dauer und Ausbreitung von wetterbedingten Naturkatastrophen steigen durch den Klimawandel deutlich an. Auch der Anstieg des Meeresspiegels und Wetterphänomene bedrohen den Lebensraum von vielen Menschen.
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Menschen, die in Küstennähe leben, sind vermehrt von Überschwemmungen bedroht
© Johanniter/Minzayar
Rund ein Zehntel der Weltbevölkerung lebt in Küstennähe, oft nicht mehr als zehn Meter oberhalb des Meeresspiegels. In dicht besiedelten Flussgebieten und Deltaregionen sind Menschen, Häuser und Ackerland von Überschwemmungen bedroht.
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Ein Vater mit seinen zwei Söhnen retten ihre Habseligkeiten vor den Fluten in Pakistan
© Aktion Deutschland Hilft/Trappe
Der Anstieg des Meeresspiegels hat bereits in vielen Regionen dazu geführt, dass Küstenlinien landeinwärts wandern. Viele Bewohner:innen kleiner Pazifik- und Karibikstaaten stehen nicht mehr vor der Frage, ob sie ihre Heimat verlassen müssen. Die Frage ist nur, wann.
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Unterernährte Frauen und Kinder in einem Flüchtlingslager im Südsudan
© World Vision/Jon Warren
Der fehlende Regen und die fortschreitende Desertifikation vernichten Ernten und machen Ackerböden unfruchtbar. Schwere Hungersnöte treten immer häufiger auf, bedrohen das Leben von Millionen Menschen und treiben diese in die Flucht.
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Geflüchtete Menschen aus dem Südsudan tragen ihr Hab und Gut in Bündeln auf dem Kopf
© World Vision/Theodore Sam
Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt, dass bis 2050 zwischen 150 und 200 Millionen Menschen vor klimatischen Änderungen fliehen werden. Die Genfer Flüchtlingskonvention erkennt Umweltfaktoren bislang nicht als Kriterien zur Definition von Geflüchteten an. Damit fehlt ihnen der Schutz, der etwa Menschen zusteht, die aus Kriegsgebieten fliehen.
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Frauen in Namibia ernten rote Steckrüben
© SODI/EduVentures
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, unterstützt Menschen weltweit, besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereitet zu sein. Wir helfen zum Beispiel Landwirt:innen, sich mit alternativen Anbaumethoden auf die neuen Wetterverhältnisse einzustellen.
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Katastrophenvorsorge in Kenia: Bau von Staudämmen, die vor Überflutungen schützen sollen
© arche noVa/Kenia
Helfer:innen unserer Bündnisorganisationen bauen schützende Pflanzen in Überschwemmungsgebieten an. In Regionen, in denen die Waldbrandgefahr zunimmt, bilden wir Löschtruppen aus. Und wir verbessern die Wasserversorgung in abgelegenen Dörfern.
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Quellen: IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change, NOAA – National Oceanic and Atmospheric Administration, WMO – World Meteorological Organization; Stand: 06/2026

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Was ist der Klimawandel? Was sind die Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung? Und wie kann Katastrophenvorsorge Menschen weltweit helfen, gewappnet zu sein?

Von der Sonne ausgetrockneter und rissiger Ernteboden

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Klimawandel – was bedeutet das eigentlich? Welche Ursachen und Folgen hat die Erwärmung der Erde? Hier gibt es Antworten in einfacher Sprache.

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Infografik: Das Klimaphänomen El Niño
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