Vergessene KatastrophenVergessene Krisen - Ein Überblick

08-08-2018

von Aktion Deutschland Hilft


Über viele Krisen wird kaum berichtet. Doch nur weil das mediale Interesse abnimmt, ist sie längst nicht überwunden. Sie wird zur vergessenen Krise, unter der Kinder, Frauen und Männer in den entsprechenden Ländern trotzdem leiden. Sie brauchen dringend Hilfe. Denn vergessene Konflikte bedeuten vergessenes Leid.

Erinnern & helfen statt vergessen!

Vor allem langanhaltende Krisen geraten oft in Vergessenheit. Beispiele sind schon jetzt die humanitären Katastrophen im Jemen oder im Südsudan. Auch die dramatische Lage der Rohingya in Myanmar und Bangladesch droht, aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit zu verschwinden.

Weltweit sind 134 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Viele von ihnen leben in Ländern und Regionen, über die weniger berichtet wird. Unser Bündnis hilft dort, wo Menschen in große Not geraten. Möglich ist das nur dank Ihre Spende!

FAQ: Erfahren Sie alles Wissenswerte über vergessene Krisen

Was ist ein Tsunami?

Ein Tsunami ist eine riesige Flutwelle. Sie erreicht auf dem Meer eine Geschwindigkeit von 800 Stundenkilometern und türmt sich in Küstennähe meterhoch auf. Mit einer enormen Wucht reißt die Tsunamiwelle an Land Häuser, Bäume und Autos mit. Auch beim Zurückweichen der Welle entsteht ein Sog, der Menschen und Trümmerteile ins offene Meer ziehen kann. Auf eine Tsunamiwelle folgen meist weitere.

Das Wort Tsunami kommt aus dem Japanischen und setzt sich aus "tsu" – Hafen – und "nami" – große Welle – zusammen.

Wie entsteht ein Tsunami?

Tsunamis entstehen, wenn bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Erdrutschen oder Meteoriteneinschlägen plötzlich riesige Wassermassen verdrängt werden.

Die häufigste Ursache von Tsunamis sind Seebeben – also Erdbeben unter dem Wasser. Bedingungen für das Entstehen einer Tsunamiwelle sind: das Beben hat mindestens eine Stärke von 7,0 auf der Richterskala; das Epizentrum liegt in weniger als 50 Kilometern Tiefe; der Meeresboden hebt oder senkt sich und setzt plötzlich große Wassermassen Bewegung.

Die Tsunamiwelle erreicht auf dem Meer Geschwindigkeiten von 800 Stundenkilometern. Je näher sie der Küste kommt und je flacher das Wasser wird, desto größer wird die Welle. Mit großer Wucht erreicht sie das Festland und reißt dort Häuser, Bäume und Autos mit sich. Die Wassermassen können mehrere Kilometer ins Landesinnere eindringen. Beim Zurückweichen der Welle entsteht ein starker Sog. Auf eine Tsunamiwelle folgen meist weitere.

Wo entstehen Tsunamis?

Tsunamis entstehen, wo Wassermassen durch äußere Einflüsse aus dem Gleichgewicht und in Bewegung geraten. Auslöser können Vulkanausbrüche, küstennahe Bergstürze, Unterwasserlawinen, Meteoriteneinschläge oder Erdbeben sein.

Entlang des Pazifischen Feuerrings entstehen 80 Prozent aller Erdbeben und 65 Prozent aller Tsunamis. Es ist eines der tektonisch aktivsten Gebiete weltweit. Doch auch in geologisch weniger aktiven Ozeanen wie dem Indischen Ozean, dem Atlantik oder dem Mittelmeer können Tsunamis entstehen und für Menschen in Küstenregionen verheerende Folgen haben.

Welche Rolle spielen die Medien?

Es ist wichtig, dass es eine informative Medienberichterstattung über humanitäre Krisen gibt. Denn oft erhalten humanitäre Notlagen erst Aufmerksamkeit von Gebern und Spendern, wenn sie in den Medien auftauchen. Das ist wichtig, um Geld für Hilfsmaßnahmen zu mobilisieren. Nur so können Hilfsorganisationen den Menschen in Not zur Seite stehen.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist die die Hungerkatastrophe in Äthiopien 1984. Die internationale Hilfe lief erst richtig an, als ein Fernsehteam der britischen Rundfunkanstalt BBC schockierende Bilder sterbender Kinder vom Horn von Afrika ausstrahlte.

Durch das Internet ist es heute einfacher, sich über humanitäre Katastrophen zu informieren. Dennoch ist es entscheidend, dass auch die großen Medien ihre Kanäle nutzen, um auf das Leid von Menschen in Not aufmerksam zu machen.

Warum werden Krisen überhaupt vergessen?

Krisen und Konflikte finden auf fast allen Kontinenten weltweit statt. Die größte Chance, beachtet zu werden, haben vor allem solche mit Bezug zum eigenen Leben. Also solche, zu denen geografisch, emotional oder politisch ein stärkerer Bezug herrscht. Je weiter sie entfernt sind, desto weniger werden viele Katastrophen beachtet.

Sie drohen außerdem in Vergessenheit zu geraten, wenn ein gewaltsamer Konflikt zwar vorbei, die rechtliche Aufarbeitung aber noch nicht abgeschlossen ist. Das kann dazu führen, dass Täter nicht identifiziert oder Gewalt und Menschenrechtsverletzungen fortgesetzt werden. Die betroffenen Menschen leiden dann weiter.

Welche vergessenen Krisen gibt es?

Beispiele für wenig beachtete Krisen sind die humanitäre Tragödie im Jemen oder die Not der vertriebenen Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch.

Welche Krise als vergessen gilt, kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Unterschiede gibt es auch je nach Organisation oder Behörde: Die EU definieren vergessene Konflikte anders als die UN.

Zivilgesellschaftliche Initiativen sorgen dafür, vergessene Konflikte sichtbarer zu machen. Dazu gehört beispielsweise die Kampagne #nichtvergesser. Für unser Bündnis Aktion Deutschland Hilft steht fest: Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass wenig beachtete Krisen die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.

 

Quellen: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGNV), Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN OCHA), Europäisches Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO), Kampagne #nichtvergesser

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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