AsienBangladesch

Bangladesch – ein Überblick

Bangladesch liegt in Südasien und grenzt an Myanmar und Indien. Es ist etwa doppelt so groß wie Bayern und gehört zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Circa 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime. Die Amtssprache ist Bengalisch.

Humanitäre Situation

Mit internationaler Unterstützung hat sich die Armut in Bangladesch reduziert; auch die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung hat sich positiv entwickelt. Doch noch immer lebt ein Großteil der Menschen in Bangladesch unterhalb der Armutsgrenze.

Hinzu kommt, dass seit August 2017 hunderttausende Rohingya aus dem Nachbarland Myanmar Zuflucht im Süden Bangladeschs gesucht haben. Die Hälfte der vertriebenen Menschen sind Kinder. Die große Zahl an Flüchtlingen droht, sich auf die Nahrungsmittelvorräte des Landes auszuwirken. Auch aufgrund von Überschwemmungen während des Monsuns gingen sie stark zurück.

Immer wieder kommt es in Bangladesch zu Menschenrechtsverletzungen wie außergerichtlichen Hinrichtungen, Folter oder Übergriffen auf behinderte Menschen, Homosexuelle oder Journalisten. Auch der Polizei wird vorgeworfen, sich aktiv an Gewalttaten gegenüber Minderheiten zu beteiligen.

Politische Lage

Viele Jahre regierten die Briten in Bengalen; der Region, zu der das heutige Bangladesch gehört. Erst mit dem Ende der britischen Herrschaft 1947 entstand Bangladesch, doch bis zur Unabhängigkeit des Staates 1971 bildete das Gebiet lediglich den östlichen Teil Pakistans. Der vorausgegangene Befreiungskrieg war für viele Menschen traumatisierend. 

In Bangladesch herrscht eine parlamentarische Demokratie. Doch Differenzen zwischen den beiden größten Parteien, regelmäßige Unruhen und Korruption prägen das politische Leben des Landes.

Die Situation vor Ort

Fast die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung Bangladeschs arbeitet im Agrarsektor; Reis ist dabei das wichtigste Produkt. Bangladesch gilt als rohstoffarmes Land und hat sich inzwischen zu einer Industrie- und Dienstleistungsökonomie entwickelt. Mehrere Millionen Menschen sind in der Textilindustrie beschäftigt.

Noch immer haben viele Kinder, Frauen und Männer keinen Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung. Und nur jeder Zweite ist an das Stromnetz angeschlossen.


Quellen: LIPortal, CIA (The World Factbook), Reliefweb, AA, BPB

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