Flüchtlinge aus SyrienFAQ: Fragen und Antworten rund um den Syrien-Konflikt

von Aktion Deutschland Hilft

Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. Zahlreiche Kinder kennen nichts als ein Leben mit Gewalt und Angst, unzählige Menschen leiden seit Jahren und Millionen Menschen sind innerhalb oder außerhalb Syriens auf der Flucht.

Wie hilft unser Bündnis den Menschen in Syrien und auf der Flucht? Wie kam es zum Bürgerkrieg und was sind die größten Herausforderungen für Hilfsorganisationen in Syrien? Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Syrien-Konflikt finden Sie auf dieser Seite.

(letztes Update Juni 2019)

Was ist der Unterschied zwischen Flüchtlingen und Migranten?

Migration ist der lateinische Begriff für Wanderung. Migranten sind Menschen, die aus politischen, wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen an einen anderen Ort ziehen.

Es gibt freiwillige und notgedrungene Migration. Der Umzug in ein Nachbarland zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gilt als freiwillige Migration. Aufgrund einer Notsituation migriert, wer beispielsweise wegen einer politischen Einstellung verfolgt wird.

Ob sie Migranten aufnehmen oder nicht, können Staaten frei entscheiden. Zum Schutz von Flüchtlingen hingegen sind sie durch internationale Abkommen verpflichtet. Der Begriff Flüchtling wird auch für Binnenvertriebene, Umwelt-, Klima-  und Wirtschaftsflüchtlinge verwendet, obwohl diese im völkerrechtlichen Sinn nicht als Flüchtlinge gelten.

Welche Ursachen für Flucht gibt es?

Flucht hat viele Ursachen. Wenn Kriege ausbrechen oder Umweltkatastrophen alles zerstören, bleibt vielen Menschen keine andere Wahl. Auch Armut und Perspektivlosigkeit sowie Menschenrechtsverletzungen sind Fluchtursachen. In der Hoffnung auf ein besseres Leben nehmen sie große Gefahren auf sich.

Flucht hat viele Ursachen. Wenn Kriege ausbrechen oder Umweltkatastrophen alles

zerstören, bleibt vielen Menschen keine andere Wahl. In der Hoffnung auf ein besseres

Leben nehmen sie große Gefahren auf sich. Manchmal ist Flucht ist die einzige Chance, um

zu überleben.

Wer gilt als Wirtschaftsflüchtling?

Wirtschaftsflüchtlinge lassen ihr Zuhause aufgrund von Armut und wirtschaftlicher Perspektivlosigkeit hinter sich. Sie wollen ihr Glück in einem anderen Land versuchen. In der Hoffnung auf eine bessere Zukunft wandern die Menschen meist in Industrienationen ab.

Schon immer haben Menschen ihre Heimat auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen. Armut, Arbeits- und Obdachlosigkeit, Mangel an Nahrung und unzureichende Gesundheitssysteme – all das führt dazu, dass sich teils hochqualifizierte und leistungsfähige Mitglieder einer Gesellschaft im Ausland Arbeit suchen. Viele möchten so ihre Familien und Freunde in der Heimat unterstützen.

Im Gegensatz zu politischen Flüchtlingen im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention haben Wirtschaftsflüchtlinge in der Regel kein Recht auf Asyl oder Niederlassung. Staaten können frei entscheiden, ob sie diese Menschen aufnehmen.

Wer gilt als Binnenvertriebener?

Binnenvertriebene (IDPs – Internally Displaced Persons) überqueren bei ihrer Flucht nicht die Landesgrenzen. Sie suchen innerhalb ihres Heimatlandes Zuflucht.

Die Gründe dafür sind die gleichen wie bei Flüchtlingen, die in anderen Ländern Schutz suchen: bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, Gewalt und Naturkatastrophen.

Flüchtlinge sind mit der Überquerung einer Grenze durch internationale Abkommen geschützt. Das gilt nicht für Binnenflüchtlinge. Für ihre Sicherheit ist eigentlich der Heimatstaat zuständig. Doch oft kann oder will der Staat das nicht.

Wer gilt als Klimaflüchtling?

Überflutungen, Wirbelstürme oder Dürrekatastrophen: Die Folgen des Klimawandels zwingen viele Menschen zur Flucht.

Während Umweltflüchtlinge vor Umweltveränderungen oder Naturkatastrophen aus ihrer Heimat fliehen, sind Klimaflüchtlinge direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der steigende Meeresspiegel ganze Dörfer zu überschwemmen droht.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schätzt, dass bis 2050 zwischen 150 und 200 Millionen Menschen vor klimatischen Veränderungen fliehen werden.

Wie so oft trifft es die Menschen am härtesten, die am wenigsten zur Krise beigetragen haben. Mit Dürren oder Überschwemmungen macht sich der Klimawandel vor allem in Entwicklungsländern bemerkbar. Dort leben viele Menschen von der Landwirtschaft. Sie sind direkt von der Natur und dem Wetter abhängig.


So unterstützt unser Bündnis Menschen in Syrien und den Nachbarländern: Erfahren Sie mehr & helfen Sie uns zu helfen!

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