Flüchtlinge aus SyrienFAQ: Fragen und Antworten rund um den Syrien-Konflikt

von Aktion Deutschland Hilft

Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. Zahlreiche Kinder kennen nichts als ein Leben mit Gewalt und Angst, unzählige Menschen leiden seit Jahren und Millionen Menschen sind innerhalb oder außerhalb Syriens auf der Flucht.

Wie hilft unser Bündnis den Menschen in Syrien und auf der Flucht? Wie kam es zum Bürgerkrieg und was sind die größten Herausforderungen für Hilfsorganisationen in Syrien? Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Syrien-Konflikt finden Sie auf dieser Seite.

(letztes Update März 2019)

Warum sind so viele Menschen aus Syrien geflohen?

Seit März 2011 herrscht ein brutaler Krieg in Syrien. Die Infrastruktur im Land ist lahmgelegt. Gesundheitsversorgung und Bildungssystem sind zusammengebrochen, die Wirtschaft des Landes ist am Boden. Schulen, Gebäude, Krankenhäuser, Wasser- und Stromversorgung und ein Großteil der Infrastruktur sind beschädigt oder zerstört.

Mittlerweile sind in und um Syrien fast 19 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen – fast 12 Millionen davon in Syrien selbst. Die Hälfte von ihnen ist im eigenen Land auf der Flucht.

Syrien ist kein sicherer Ort mehr. Die Menschen führen ein Leben zwischen den Fronten, das bestimmt ist von Angst, Ungewissheit und Entbehrung. Flucht ist oft die einzige Alternative. Belagerungen verschärfen die Situation der Menschen zusätzlich. Mittlerweile haben über fünf Millionen Menschen ihre Heimat Syrien verlassen. Größtenteils fanden sie in den Nachbarländern Zuflucht. Mehr als sechs Millionen Syrer sind in dem kriegsgeschüttelten Land auf der Flucht. Die humanitäre Lage droht sich auch in den kommenden Monaten nicht zu verbessern.

Was war der Auslöser des Bürgerkrieges?

Als Auslöser des syrischen Bürgerkrieges gilt der Arabische Frühling. Millionen Menschen im Nahen Osten und in Staaten Nordafrikas lehnten sich gegen Unterdrückung, soziale Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen auf und demonstrierten für demokratische Strukturen.

Auch in Syrien sind Menschen auf die Straße gegangen, um sich für Reformen, bessere Lebensbedingungen, mehr Freiheit und Mitsprache einzusetzen. Die Situation eskalierte im März 2011, als Jugendliche in Dara den Spruch "Das Volk will den Sturz des Regimes" an Wände schrieben und daraufhin von syrischen Sicherheitskräften verhaftet wurden.

In Demonstrationen wurden Reformen und die Freilassung der Gefangenen gefordert. Die Proteste weiteten sich aus, die Fronten verhärteten sich und es entwickelte sich ein bewaffneter Konflikt.

Wer kämpft im Syrienkrieg gegen wen?

Die Beantwortung dieser Frage ist schwierig. Längst ist der Krieg in Syrien nicht mehr einfach ein Konflikt zwischen der Regierung und einer Rebellen-Gruppe. Zahlreiche Akteure – auch aus dem Ausland und mit unterschiedlichsten Interessen – sind involviert. Die Situation ist hochkomplex, unübersichtlich und für die Zivilbevölkerung seit Jahren eine humanitäre Katastrophe. Mehr als 500.000 Menschen verloren in dem Krieg ihr Leben, unzählige wurden verletzt oder verstümmelt.

Wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft?

Die Hilfsorganisationen des Bündnisses lassen die Menschen nicht im Stich und unterstützen die Flüchtlinge in Syrien und den angrenzenden Ländern Hand in Hand mit lokalen Partnern.

Unsere Nothilfe in Syrien:

  • Wir verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Hygienepakete, um Krankheiten vorzubeugen
  • Wir leisten medizinische Hilfe, verteilen Medikamente und bauen Gesundheitsstationen in ehemals umkämpften Gebieten wieder auf
  • Wir versorgen Patienten dank mobiler Kliniken (Busse und Container) auch in schwer zugänglichen Regionen
  • Wir setzen Brunnen instand und erneuern Abwasserpumpen
  • Wir versorgen die Menschen während der kalten Wintermonate mit warmer Kleidung, Decken und Heizmaterial

    Unsere Flüchtlingshilfe in den Nachbarländern

    • Wir setzen verfallene oder provisorisch eingerichtete Behausungen instand und schaffen sichere Unterkünfte für syrische Kinder, Mütter und Väter
    • Wir statten die Unterkünfte mit sanitären Anlagen und Stromanschlüssen aus
    • Wir errichten Betreuungs- und Bildungsstätten für Kinder und Jugendliche und ermöglichen ihnen den Schulbesuch
    • Wir helfen den Menschen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten
    • Wir verteilen Versorgungspakete mit überlebenswichtigen Gütern
    • Wir verteilen Versorgungspakete mit Lebensmitteln und Babynahrung und Hygienepakete mit Windeln, Shampoo und Waschpulver
    • Wir verhelfen Flüchtlingen mit Ausbildungsprogrammen oder Schulungen zu mehr Selbstständigkeit

    Was sind die größten Herausforderungen?

    Die größte Herausforderung für Hilfsorganisationen, die in Syrien Hilfe leisten, ist der Zugang zu den Betroffenen. Denn durch die angespannte Sicherheitslage ist dieser oftmals nur eingeschränkt möglich. Mehr als eine Million bedürftige Menschen befinden sich derzeit in schwer zugänglichen Regionen.

    Zudem sehen sich viele Helfer mit dem Problem konfrontiert, überhaupt nach Syrien einreisen zu können, da die Visa-Auflagen sehr hoch sind.

     

    Wie viele Menschen sind von der Katastrophe betroffen?

    Weiterhin ist die Lage in Mosambik, Simbabwe und Malawi unübersichtlich. Die Vereinten Nationen schätzen, dass in den drei Ländern drei Millionen Menschen von der Naturkatastrophe und ihren Folgen betroffen sind. Darunter sind allein in Mosambik mehr als 200.000 Kinder; insgesamt brauchen rund eine Million Jungen und Mädchen dringend Schutz und Hilfe.

    Aktuell liegt die offizielle Zahl der Todesopfer in Mosambik, Simbabwe und Malawi bei mehr als 700. Zudem sind Hunderte Menschen durch Zyklon Idai verletzt worden. Behörden und Helfer befürchten, dass die Zahlen stark steigen werden. Tausende Kinder, Frauen und Männer werden weiterhin vermisst und viele betroffene Regionen sind nicht zugänglich – insbesondere in Simbabwe und Mosambik. Tagelang erschwerte andauernder Regen dort die Bergungsarbeiten und ließ das Hochwasser weiter ansteigen.

    Zahlreiche Menschen sind nach der Naturkatastrophe obdachlos: In Mosambik sind mehr als 90.000 Häuser durch den Sturm oder die Fluten zerstört worden. In Simbabwe benötigen mindestens 16.000 Haushalte eine Unterkunft, in der sie vorerst bleiben können. Und in Malawi sind circa 87.000 Menschen durch die Katastrophe obdachlos geworden.


    So unterstützt unser Bündnis Menschen in Syrien und den Nachbarländern: Erfahren Sie mehr & helfen Sie uns zu helfen!

    Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
    bittet dringend um Spenden für die Flüchtlinge Syrien / Nahost:

    Spenden-Stichwort: Flüchtlinge Syrien / Nahost
    IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
    Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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