Für sich und ihre Nutztiere holen zwei Frauen frisches Wasser in Somalia.

Hunger in AfrikaSomalia: Die nicht enden wollende Katastrophe

05-05-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft im Kampf gegen humanitäre Not durch Dürre, Hunger, Flucht und Krankheit

Dürre, anhaltender Wassermangel, Lebensmittelknappheit, akute Unterernährung und Millionen Menschen auf der Flucht: Seit Monaten befinden sich die Menschen in Somalia in einer nicht enden wollenden humanitären Katastrophe, deren Ausmaß sich durch immer neue Faktoren stetig verschlimmert.

Massiver Anstieg an Cholera-Erkrankungen verschäft die Not

Aktuell verschärft der massive Anstieg von Cholerafällen die Lage und bedroht das Leben von tausenden Menschen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden seit Beginn des Jahres 2017 32.000 Cholerafälle in Somalia registriert. Allein in der vorletzten Aprilwoche waren es über 3.300 neue Ansteckungen - fast 400 Fälle mehr als in der Woche davor. Und auch geografisch breitet sich die Epidemie rasant aus: In 15 von 18 Regionen des Landes sind mittlerweile Menschen an Cholera erkrankt.

„Die Gründe für den massiven Anstieg der Choleraerkrankungen sind vielfältig. Durch Dürre und Hunger sind die Menschen in Somalia ausgemergelt, geschwächt und anfälliger für Krankheiten. Um nicht zu verdursten, trinken sie aus den letzten verbliebenen und meist kontaminierten Wasserlöchern“, sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von Aktion Deutschland Hilft, „Die Kapazitäten sanitärer Einrichtungen reichen für über eine Million Binnenvertriebene nicht mehr aus. Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal und der richtige Nährboden für den Ausbruch von Epidemien.“

Bündnisorganisationen verbessern hygienische Bedingungen

Cholera ist eine bakterielle Durchfallerkrankung. Vor allem die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Verbesserung der hygienischen Bedingungen sind jetzt wichtig, um eine Epidemie zu verhindern. In den am stärksten betroffenen Regionen Somalias versorgt die Bündnisorganisation CARE die Menschen daher mit sauberem Wasser, verteilt Lebensmittel und kümmert sich insbesondere um die Gesundheit von Frauen und Mädchen. Und auch die Aufklärung der Betroffenen im Hinblick auf einfache hygienische Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Ansteckungen ist wichtig. So schult action medeor bei Mogadischu Binnenflüchtlinge zu verschiedenen Themen der Gesundheitsvorsorge und führt in Flüchtlingscamps regelmäßig Aufklärungsveranstaltungen durch.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
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Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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