Hunger AfrikaKongo: 400.000 Kinder drohen zu verhungern

14-05-2018

von Aktion Deutschland Hilft

In der Kasaï-Region im zentralafrikanischen Kongo sind mehr als 770.000 Kinder unterernährt. Sie benötigen dringend Humanitäre Hilfe. In einem Bericht von UNICEF heißt es, 400.000 von ihnen seien stark unterernährt und müssten rasch behandelt werden. Sonst drohe ihnen der Hungertod.

Jedes zehnte Kind unter fünf Jahren ist betroffen. Viele Hilfsorganisationen sind bereits vor Ort und versuchen, die Krise zu lösen. Doch sie brauchen dringend mehr Mittel, um die Hilfe auszubauen.

Obwohl in der Demokratischen Republik Kongo eine der schlimmsten humanitären Krisen weltweit herrscht, fließen dorthin nach UN-Angaben weniger Hilfsgelder als in andere Regionen.

Wie ist die aktuelle Lage im Kongo?

In Kasaï sind rund 3,8 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, darunter 2,3 Millionen Kinder. Die anhaltenden Kämpfe zwingen hunderttausende Menschen zur Flucht.

Wo die Unruhen nachlassen, können die vertriebenen Kinder, Frauen und Männer in ihre Dörfer zurückkehren. Dort stellen Hilfsorganisationen ihnen Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamenten zur Verfügung – darunter Hilfsorganisationen aus unserem Bündnis. Weiter unten erfahren Sie, wie wir vor Ort helfen!

Ebola & Cholera bedrohen die Menschen im Kongo

Neben Gewalt und Hunger bedrohen Krankheiten die Kinder, Frauen und Männer vor Ort.

Die Demokratische Republik Kongo kämpft derzeit mit dem größten Cholera-Ausbruch seit 20 Jahren. Allein im Jahr 2017 erkrankten rund 55.000 Menschen in fast allen Provinzen des Landes. In der Regenzeit und bei Überschwemmungen breitet sich die Krankheit besonders schnell aus: Sie überträgt sich durch verunreinigtes Wasser.

Außerdem wurden seit Anfang April in der kongolesischen Region Équateur 32 mutmaßliche Ebola-Erkrankungen registriert, 18 Menschen starben. Eine Epidemie in Westafrika führte vor einigen Jahren zum Tod von mehr als 11.000 Menschen.

Video: Der Ebola-Ausbruch im Kongo ist dramatisch

So leistet unser Bündnis den Menschen im Kongo gemeinsam Hilfe

  • Wir helfen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung - dort, wo die Sicherheitslage es zulässt
  • Wir kümmern uns in Kinderschutzzentren um traumatisierte Mädchen und Jungen
  • Wir statten Krankenhäuser mit Betten und medizinischen Geräten aus, behandeln kranke Kinder kostenlos und bilden Gesundheitspersonal aus
  • Wir sichern den Zugang zu sauberem Trinkwasser, damit Krankheiten wie Cholera sich nicht ausbreiten
  • Wir stehen Vertriebenen in Flüchtlingslagern mit medizinischer Versorgung zur Seite 

Hintergrund in Kürze: Die Krise im Kongo

  • Seit 2016 bekämpfen sich in der Kasaï-Region verschiedene Milizen und staatliche Sicherheitskräfte.
  • 750.000 Kongolesen sind vor den Kämpfen auf der Flucht. Zugleich halten sich rund 500.000 Flüchtlinge aus Nachbarländern im Kongo auf. Der Hunger ist auch deshalb so groß, weil die Vertriebenen ihre Felder nicht bestellen können.
  • Insgesamt sind mehr als 13 Millionen Menschen im Kongo auf Humanitäre Hilfe angewiesen.
  • Allein in der Region Kasaï brauchen 3,8 Millionen Menschen dringend Lebensmittel, Trinkwasser und Medikamente. Davon sind 2,3 Millionen Kinder.
  • Die Situation hatte sich in den vergangenen Monaten etwas beruhigt. In der Region Kasaï und in der Provinz Ituri hat sich die Gewalt nun erneut ausgebreitet.
  • Hinzu kommt eine politische Dauerkrise um die Regierung von Joseph Kabila. Laut der Verfassung des Landes müsste der Präsident nach Ablauf von zwei Amtszeiten wieder Neuwahlen zulassen. Kabila weigert sich jedoch seit Dezember 2016, auf seine Macht zu verzichten.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden