Das Ebola-Virus in Westafrika infizierte fast 30.000 Menschen. Plakate klären die Menschen über die Krankheit auf.

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Ebola – ein seltener und äußerst tödlicher Virus

Ebola ist eine Infektionskrankheit, die vom Ebolavirus hervorgerufen wird. Es werden insgesamt fünf Spezies unterschieden: Zaire, Sudan, Taï Forest, Bundibugyo und Reston. Benannt wurden sie nach den Orten ihres ersten Auftretens. Die gefährlichste Gattung ist der Zaire Ebolavirus. Die hochansteckende Viruserkrankung führt in bis zu 90 Prozent der Infektionen zum Tod.

Infektionsweg und Risiko

Es wird davon ausgegangen, dass die Übertragung des Virus vom Wirt auf den Menschen durch Kontakt zu Wildtieren wie Affen, Waldantilopen oder Flughunden entsteht – etwa durch den Verzehr von Wildtierprodukten. Ansteckungsgefahr besteht bei direktem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von infizierten Wildtieren.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch direkten Körperkontakt bzw. durch Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten von infizierten Personen wie Schweiß, Speichel, Stuhl oder Urin. Einem erhöhten Risiko sind medizinisches Personal, Familienangehörige und andere mit der infizierten Person in Kontakt stehende sowie Trauernde, die durch Beerdigungszeremonien in direktem Kontakt mit dem Verstorbenen kommen, ausgesetzt.

Zunächst grippeartige Symptome

Als erste Symptome einer Erkrankung treten hohes Fieber, Übelkeit, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen, Müdigkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Darauf folgt das hämorrhagische Fieber, welches mit Blutungen einhergeht. Zudem treten Funktionsstörungen von Nieren und Leber auf, die Betroffenen leiden unter Schockzuständen und Kreislaufzusammenbrüchen, Krämpfen und Lähmungserscheinungen. Die Inkubationszeit – also die Zeit zwischen Infektion und Ausbruch der Symptome – beträgt zwischen zwei und 21 Tagen.

Prävention: Wie kann man sich vor dem Ebolavirus schützen?

Um sich vor einer Infektion zu schützen, gibt es verschiedene Regeln, die beachtet werden müssen. So sollte direkter Kontakt sowohl zu Erkrankten als auch zu am Virus Verstorbenen vermieden werden. Auch kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Bettwäsche von Infizierten sollte nicht berührt werden. Zudem sollten weder Wildfleisch – das sogenannte bushmeat – noch Früchte, die Kontakt mit Fledermäusen hatten, verzehrt werden.

Hygiene ist ein weiterer wichtiger Aspekt: So sollten die Hände mit Seife und Wasser gewaschen werden bzw. mit einem Händedesinfektionsmittel mit virustötender Wirkung behandelt werden. Umso wichtiger ist der Zugang zu Hygienestationen zur Handdesinfektion.

Ebenso wichtig wie Hygienemaßnahmen sind Aufklärungskampagnen, denn nur wer weiß, wie er sich richtig verhält, kann sich auch schützen. So muss zum einen das Gesundheitspersonal dahingehend geschult werden, dass es Ebola-Patienten identifizieren und angemessen behandeln kann. Zum anderen muss auch die Bevölkerung über die Krankheit informiert werden, um die geeigneten Vorbeugemaßnahmen zu ergreifen, Symptome richtig zu deuten und im Verdachtsfall das nächste Krankenhaus aufzusuchen. Aufklärung ist der beste Weg, Verängstigung zu reduzieren.

Umgang mit Betroffenen

Betroffene müssen auf Isolierstationen behandelt und unter Quarantäne gestellt werden. Personen, die in Kontakt mit Infizierten stehen, wie etwa medizinisches Personal, muss sich durch Schutzanzüge, Schutzbrillen, Gummistiefel, Mundschutz und Handschuhe schützen. Kontaminierte Bereiche sind mit auf den Erreger abgestimmten Präparaten zu desinfizieren.

Behandlung von infizierten Personen

Es gibt bisher keine etablierte Therapie. Daher bleibt den behandelnden Ärzten kaum etwas anderes übrig, als die Symptome zu behandeln bzw. zu lindern. So erhalten die Betroffenen fiebersenkende Mittel, Infusionen zur Stabilisierung des Flüssigkeitshaushaltes und Schmerzmittel. Zur Behandlung von begleitenden Infektionen werden zudem Antibiotika und Malariamittel verabreicht.

Bekannte Ausbrüche

Der Ebola-Virus trat zum ersten Mal 1976 auf. Zur gleichen Zeit wurden Fälle in Nzara im Sudan und in Yambuku im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo registriert. Der letztgenannte Ausbruch ereignete sich in der Nähe des Ebola-Flusses – hieraus leitete sich der Name der Viruserkrankung ab.

Im März 2014 brach das Ebolavirus im westafrikanischen Guinea aus. Nach und nach griff es weiter um sich und die Epidemie erreichte die benachbarten Länder Sierra Leone und Liberia. Seit August sind auch Fälle in Nigeria und im Senegal bekannt. In keinem direkten epidemiologischen Zusammenhang mit dem Ausbruch in Westafrika stehen die im August 2014 aufgetretenen Ebola-Fälle in der Provinz Équateur in der Demokratischen Republik Kongo.

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