von Aktion Deutschland Hilft
Was ist Ebola?
Ebola (Ebolafieber) ist eine seltene, hoch ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Sie wird durch das Ebolavirus hervorgerufen, das vor allem in Afrika auftritt. Eine unbehandelte Erkrankung verläuft in 30 bis 90 Prozent der Fälle tödlich. Je früher und qualitativ besser die Betroffenen medizinisch versorgt werden, desto höher sind die Überlebenschancen.
So überträgt sich das Ebolavirus
Das Ebolavirus kann sich von wilden Tieren wie Affen, Antilopen oder Fledermäusen auf Menschen übertragen. Bei Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten können sich Menschen anstecken – etwa beim Zubereiten oder Essen von Fleisch.

Von Mensch zu Mensch wird das Ebolavirus ebenfalls durch Körperkontakt, Kontakt zu Blut oder Flüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Urin oder Brustmilch übertragen. Ein hohes Ansteckungsrisiko besteht daher für medizinisches Personal, Familienangehörige oder Personen, die Verstorbene versorgen.
Mit dem Ebolavirus infizierte Menschen sind erst dann ansteckend, wenn sie Krankheitssymptome zeigen. Je stärker die Symptome im Krankheitsverlauf werden, umso stärker ist die Ansteckungsgefahr.
Die Gattung Ebolavirus gehört zur Familie der Filoviren und umfasst fünf anerkannte Spezies: Zaire‑Ebolavirus (EBOV), Sudan‑Ebolavirus (SUDV), Taï‑Forest‑Ebolavirus, Bundibugyo‑Ebolavirus und Reston‑Ebolavirus. Reston gilt dabei als die einzige Spezies, die für Menschen üblicherweise keine Gefahr darstellt.
Symptome & Krankheitsverlauf von Ebola
Die ersten Beschwerden sind unspezifisch und ähneln einer Grippe: Fieber, allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Nach etwa drei bis zehn Tagen können zusätzlich Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten. Im weiteren Verlauf sind verschiedene zusätzliche Symptome möglich, darunter Rötungen der Bindehaut, Hautausschlag, Kopf‑ und Brustschmerzen, Gelenk‑ und Muskelschmerzen, Schluckbeschwerden, innere und äußere Blutungen (Hämorrhagien), Verwirrtheit, Krampfanfälle und Atemnot.
Nach einer überstandenen Erkrankung kann es in Einzelfällen zu einem Post‑Ebola‑Syndrom kommen, das sich durch unterschiedliche Beschwerden äußert, etwa anhaltende Muskel‑ und Gelenkschmerzen oder Symptome, die durch eine Beteiligung des zentralen Nervensystems entstehen.
Therapie & Heilung
Aktuell sind nur für das Zaire-Ebolavirus Impfstoffe zugelassen. Patient:innen sollten intensiv und – wegen der hohen Ansteckungsgefahr – isoliert behandelt werden. Die Symptome werden mit Medikamenten behandelt und gelindert.

Prävention & Aufklärung in gefährdeten Regionen
Aufklärungskampagnen in Regionen, wo Ebola auftreten kann, sind wichtig. Die Menschen müssen die Infektionswege und Symptome der Krankheit kennen, um die Gefahr zu verstehen und im Verdachtsfall das Krankenhaus aufzusuchen.
Das Ansteckungsrisiko ist hoch: Zum Beispiel sind auch Kleidung oder Bettwäsche der Patienten für eine gewisse Zeit kontaminiert und sollten nicht berührt werden. Weder Wildfleisch noch Früchte, mit denen Fledermäuse in Kontakt gekommen sein könnten, sollten gegessen werden. Wichtig ist, dass sich Angehörige und Pflegepersonal mit Schutzanzügen und -brillen, Gummistiefeln, Mundschutz und Handschuhen vor einer Infektion schützen und kontaminierte Bereiche desinfiziert werden.
Gesundheitspersonal muss darin geschult sein, Ebola-Patient:innen richtig zu behandeln. Gerade in ländlichen und ärmeren Regionen in Afrika benötigen die Menschen dafür Zugang zu Wasser und Hygienestationen.

Afrika: In diesen Ländern kam es zu einem Ebola-Ausbruch
Zum ersten Mal wurde das Ebolavirus 1976 im heutigen Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo diagnostiziert – nahe des Flusses Ebola, woher der Name der Krankheit stammt.
Einen schweren Ausbruch gab es in Afrika 2014. Von Guinea breitete sich das Virus nach und nach in Sierra Leone, Liberia, Nigeria und Senegal aus. Diese Epidemie wurde damals vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen als “Bedrohung für den Weltfrieden” bezeichnet. Innerhalb weniger Monate erkrankten mehr als 28.500 Kinder, Frauen und Männer. Mehr als 11.000 Menschen starben.
Seit 2018 kam es in der Demokratischen Republik Kongo zu mehreren Ebola-Ausbrüchen, darunter einem großen Ausbruch 2018 bis 2020, der als zweitgrößter jemals dokumentierter Ebola-Ausbruch gilt. Er war der schwerste Ausbruch seit der Epidemie in Westafrika 2014 bis 2016.
Aktuelle Entwicklung in der Demokratischen Republik Kongo
Am 17. Mai 2026 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Gesundheitsnotstand in der DR Kongo ausgerufen. Es starben über 100 Menschen an der Bundibugyo-Variante des Virus. Gegen diesen Erreger gibt es derzeit keinen Impfstoff. Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 37 Prozent. Mehr als 400 Menschen sind an dem Virus erkrankt. Mehrere Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft und ihre Partner sind vor Ort und leisten dringende Unterstützung.
In der Provinz Ituri erschweren seit Jahren anhaltende bewaffnete Konflikte und massive Vertreibungen die Lage. Zehntausende Menschen leben auf der Flucht oder in provisorischen Lagern – Bedingungen, die die Eindämmung von Ebola erheblich erschweren und die Ausbreitung des Virus begünstigen.
Bildergalerie: Gesundheit & Krankheit
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Quellen: Auswärtiges Amt, Robert Koch Institut, WHO (Stand: Mai 2026)
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