Ein Junge sitzt im Südsudan.

Hunger in AfrikaHungerkrise Afrika: Kinder ohne Zukunft

31-03-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Schulen wegen Dürre geschlossen: bis zu sechs Millionen Kinder betroffen

 „Es ist vordringlich Hunger, der Millionen Menschenleben in Afrika bedroht. Hilfsorganisationen versuchen, ihn nach besten Kräften zu bekämpfen. Doch der Hunger hat Folgen, auch für die Bildung und damit die Zukunftschancen der Menschen: Lehrer sind nicht in der Lage zu unterrichten, weil sie hungrig sind und sich kaum auf den Beinen halten können, auch Kinder können vor Schwäche nicht zur Schule“, so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“, die kürzlich von einer Reise in den Südsudan zurückgekehrt ist. Viele Schulen in den von Dürre und Hunger heimgesuchten Regionen Afrikas sind geschlossen.

Extreme Dürre verschärft Not in Ostafrika

In Ostafrika spitzt sich die Situation infolge der Dürre so zu, dass Hilfsorganisationen befürchten, dass demnächst sechs Millionen Kinder nicht die Schule besuchen. Dabei ist Schule als Rückhalt gerade in Krisenzeiten wichtig: Sie vermittelt eine Art Normalität und ist ein Ort, an dem Kinder Fürsorge erfahren. So bieten Organisationen wie Malteser International Schulspeisungen an, um Kinder vor dem Hungertod zu bewahren und weiteres Lernen zu ermöglichen. Mehr Gemeinden und damit mehr Menschen könnten erreicht werden, wenn mehr Geld zur Verfügung stünde.

Zwei Ernten in Folge sind ausgefallen, die Regenzeit steht bevor, aber es gibt Prognosen, wonach ein dritter Ernteausfall aufgrund von Dürre wahrscheinlich ist. Organisationen des Bündnisses helfen aktuell vordringlich mit Nahrungsmitteln,  Hygienemaßnahmen und medizinischer Versorgung. Ende Februar startete das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ seinen Spendenaufruf für hungernde Menschen in Afrika für Länder wie Äthiopien, Somalia, Kenia oder Südsudan.

Hinweis an Redaktionen:

Manuela Roßbach und Kai Kappes von Aktion Deutschland Hilft waren im Südsudan und stehen Ihnen gerne als Interviewpartner zur Verfügung, um über ihre Eindrücke und Einschätzungen zur Notlage und Hilfsmaßnahmen im Südsudan sowie über die aktuelle Krise in Afrika zu berichten. Gerne senden wir Ihnen auch aktuelles Bildmaterial zu oder vermitteln Kontakte zu Helfern vor Ort. Ein Radiointerview des WDR 2 mit Kai Kappes finden Sie hier.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden