Hunger AfrikaSüdsudan: 5 Jahre Kampf ums Überleben

11-12-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Kampf um Macht, Kampf um Leben und Tod – im Südsudan setzt sich der Konflikt zwischen Regierung und Rebellen auch nach Abschluss des Friedensvertrages im September fort. Dadurch verschlimmert sich die Lage für die Bevölkerung zunehmend. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft warnt vor einer nächsten Hungersnot.

Südsudan: Mit dem Bürgerkrieg kam die humanitäre Not

"Der Südsudan steht nicht mehr nur am Abgrund. Das Land ist bereits am Boden", so Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von Aktion Deutschland Hilft. "Es bleibt zu hoffen, dass der Friedensvertrag die Situation verbessert, damit sich das Leben von Millionen Menschen endlich zum Besseren wenden kann."

Vor fünf Jahren ist im Südsudan der Bürgerkrieg ausgebrochen und mit ihm die humanitäre Katastrophe. Das Leben der Menschen ist dauerhaft geprägt von Krieg, Dürren, Hunger und Armut. Der Bevölkerung bleibt keine Wahl: Die Menschen müssen fliehen und sind auf Hilfe angewiesen.

"Ich dachte, dass wir es nicht schaffen würden"

Elisabeth Nyachoat Korgan verließ den Südsudan. Mit ihrer Familie floh die heute 60-Jährige zu Fuß nach Äthiopien: "Die Flucht war lang und kräftezehrend. Es gab Momente, in denen ich dachte, dass wir es nicht schaffen würden", erzählt sie. Doch in Äthiopien fanden sie Hoffnung und Elisabeth Nyachoat Korgan eröffnete sogar einen eigenen Laden. Die Bündnisorganisation HelpAge unterstützte sie hierbei.

Das gefährlichste Land für humanitäre Helfer

So wichtig die Hilfe der Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft ist, so sehr begeben sich die Helfer auch in Gefahr. Für sie ist der Südsudan das gefährlichste Land der Welt. Trotz aller Gefahren sind humanitäre Helfer aus neun Bündnisorganisationen für die Kinder, Frauen und Männer in Not da – sowohl im Südsudan als auch in angrenzenden Ländern. "Unsere Hilfsorganisationen tun alles, um eine Hungerkatastrophe abzuwenden und den Flüchtlingen zu helfen", so Roßbach.

Über 1,76 Millionen Menschen sind allein innerhalb des Landes auf der Flucht. Die steigende Inflationsrate und massiv in die Höhe schießende Nahrungsmittelpreise verschärfen die Situation. Lokale Märkte sind zusammengebrochen, durch die Kämpfe konnten Felder nicht bestellt werden und die Vorräte der Menschen sind aufgebraucht. Verschärfend wirkt sich zusätzlich der Ausbruch der Cholera aus.

So unterstützt unser Bündnis die Menschen im Südsudan

Die Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft verteilen Nahrungsmittel, Trinkwasser und Saatgut zur Anlage von Gemüsegärten, sichern die Gesundheitsversorgung durch Weiterbildungsmaßnahmen, verteilen Bargeld und Lebensmittel oder Gegenstände wie Wasserkanister, Teller, Töpfe und Pfannen an die Binnenvertriebenen und behandeln schwere Traumata.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden