Hunger in AfrikaKenia: Mehr als 2 Millionen Menschen von Dürre betroffen

21-09-2021

von Malteser International

Im vergangenen Jahr hat es im Norden und Osten Kenias viel zu wenig Niederschlag gegeben. Weiden sind verdorrt, Brunnen ausgetrocknet, das Vieh ist mittlerweile mangelernährt und oft von Krankheiten befallen.

Mehrere Naturkatastrophen gleichzeitig verschlimmern die Lage

Eine verheerende Heuschreckenplage und die COVID-19-Pandemie haben die Ernährungssituation der besonders von der Weidewirtschaft abhängigen Bevölkerung stark beeinträchtigt.

Durch die erneut ausgefallenen Regenfälle sind nun mehr als zwei Millionen Menschen von akuter Unterernährung bedroht, befürchten Malteser und Johanniter. Deshalb weiten die beiden Organisationen ihre Hilfe für die Menschen weiter aus.

Nahrungsmittelgutscheine gegen den Hunger

So werden die Johanniter gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation im Bezirk Isiolo, im nördlichen Teil Kenias, Nahrungsmittelgutscheine für die besonders von der Dürre gefährdeten Familien verteilen.

"Im Bezirk Isiolo sind etwa 80-90 Prozent der Bevölkerung von der Dürre betroffen. Die von der Weidewirtschaft abhängige Bevölkerung muss schon jetzt immer weitere Strecken zurücklegen, um an Wasser und Nahrung für ihr Vieh zu gelangen. Wenn dieses keine Milch mehr produzieren und nicht mehr als Nahrungsquelle genutzt werden kann, droht die Unterernährung vor allem für Kinder, Mütter und ältere Menschen“, befürchtet Anette Müller, Fachbereichsleiterin für Afrika bei der Johanniter-Auslandshilfe.

Hilfe in Kenia: Futter und Medizin für Nutztiere

"Wir haben unsere Partnerorganisationen in Kenia auf solche Krisen vorbereitet. Damit die Menschen ihre Lebensgrundlage nicht verlieren, werden wir Futter für die Tiere verteilen und diese medizinisch versorgen lassen. Denn unter dem geschwächten Vieh breiten sich immer mehr Krankheiten aus", sagt Martin Schömburg, Länderkoordinator von Malteser International in Kenia.

"Außerdem bringen wir Trinkwasser in die Gegenden, in denen die Brunnen bereits ausgetrocknet sind, oder reaktivieren versiegte Brunnen", so Schömburg.

Gemeinsam gegen den Klimawandel

Bereits seit 2011 engagiert sich Malteser International in der von der Dürre betroffenen Region. Auch die Johanniter unterstützen bereits seit vielen Jahren die Menschen im Nordosten Kenias bei der Verbesserung der Landwirtschaft und der besseren Haltbarmachung der Lebensmittel.

Beide Hilfsorganisationen gehören zum Bündnis Aktion Deutschland Hilft.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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