Nothilfe AfrikaHunger in Äthiopien: Malteser International weitet Hilfe aus

01-12-2022

von Malteser International

Seit mehr als zwei Jahren hat es am Horn von Afrika viel zu wenig geregnet. Mehr als 20 Millionen Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen dort als Folge einer schweren Dürre dringend auf Hilfe angewiesen. 7,46 Millionen Kinder sind akut unterernährt. Millionen Nutztiere sind bereits verhungert, Weiden verdorrt, Brunnen ausgetrocknet.

Malteser International weitet jetzt seine Nothilfe von Kenia auf Äthiopien aus und versorgt die Menschen mit Trinkwasser und Bargeld.

Äthiopien: Zwei Jahre ohne Regen

"Seit rund zwei Jahren versorgen wir die Menschen im Norden Kenias, die unter den Folgen einer verheerenden Dürre leiden, mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Bargeld. Außerdem verteilen wir Viehfutter. Doch in den vergangenen Monaten kamen immer mehr Menschen aus Äthiopien über die Grenze, in der Hoffnung, für ihre Nutztiere genügend Futter zu finden. Um den Familien die Strapazen der Flucht zu ersparen und Konflikte, um die verbliebenen Ressourcen zu verhindern, weiten wir nun unsere Hilfe auf Äthiopien aus. Viele Familien haben bereits einen großen Teil ihres Viehbestands verloren.

Nach mehr als zwei Jahren Dürre sind die Menschen am Ende mit ihrer Kraft und die Not ist riesig. Die Dürren treten als Folge des Klimawandels immer häufiger auf. Ausgerechnet die Menschen, die selbst am wenigsten zur Erderwärmung beitragen, haben hart unter den Folgen zu leiden: sie hungern und ein Ende dieser Katastrophe ist nicht in Sicht", sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International.

Hilfsorganisation versorgt Menschen mit Wasser und Essen

Malteser International wird mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes in den kommenden Monaten nun auch im südlichen Äthiopien die Menschen mit Trinkwasser, Lebensmittel und Zusatznahrung für Schwangere und Kleinkinder versorgen. An zehn Schulen in Äthiopien werden rund 4.000 Schülerinnen und Schüler mit einer warmen Mahlzeit unterstützt. Für das Vieh erhalten die Bauern auch hier Futter.

"Die Menschen in Ostafrika haben derzeit mit so vielen Krisen gleichzeitig zu kämpfen, so dass wir davon ausgehen, dass ohne Hilfe Tausende sterben könnten", sagt Hansen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
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