Themen & HintergrundinfosWelt-AIDS-Tag

30-11-2018


von Aktion Deutschland Hilft

Wenn Tage eine Farbe hätten, wäre der 1. Dezember rot – als Signalfarbe gegen HIV/Aids und als Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und Aidskranken weltweit. Menschen rund um den Globus setzen am Welt-Aids-Tag ein Zeichen und tragen rote Schleifen. Seit 1988 wird alljährlich am 1. Dezember an die Immunschwächekrankheit Aids erinnert, die durch das HI-Virus ausgelöst wird.

36,9 Millionen Menschen weltweit leben mit HIV

1981 wurde der Erreger erstmals bei homosexuellen Männern in den USA nachgewiesen. Heute leben weltweit etwa 36,9 Millionen Menschen mit HIV, doch nur 21,7 Millionen nehmen Medikamente gegen die Krankheit. 940.000 Menschen starben 2017 an den Folgen - und 1,8 Millionen infizierten sich neu mit dem Virus.

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AIDS lähmt ganze Länder in ihrer Entwicklung

In einigen Ländern in Subsahara-Afrika sind bis zu 20 Prozent der Bevölkerung mit dem HI-Virus infiziert. Es hat verheerende Folgen und kann die Entwicklung ganzer Länder zum Erliegen bringen. Aufgrund der Schwäche, die den Körper befällt, können die Menschen nicht mehr arbeiten. Der Wegfall der Arbeitskräfte hemmt die Wirtschaft, die Produktivität sinkt, Armut, Not und Kriminalität in den betroffenen Gebieten verschärfen sich.

Oft brechen Mädchen die Schule ab, um ihre Eltern zu pflegen oder sich um die Geschwister zu kümmern. Infizierte und ihre Angehörigen werden oft ausgegrenzt und diskriminiert. Aids-Waise sind oft unterernährt und drohen, in die Armut abzurutschen.

Therapie: Medikamente verzögern Ausbruch

Dank antiretroviraler Therapien können Infizierte zwar besser und länger mit HIV leben, doch diese Medikamente sind teuer. Viele Menschen in Entwicklungsländern können sich die Behandlungen nicht leisten. Die Menschen, die mit Medikamenten behandelt werden, können den Ausbruch der Krankheit Aids viele Jahre hinauszögern.

HIV/Aids in Deutschland

Auch in Deutschland ist HIV und AIDS noch immer verbreitet. Laut Robert Koch Institut lebten Ende 2017 bundesweit 86.100 Menschen lebten mit dem HI-Virus. Schätzungen zufolge gab es 2.700 Neuinfektionen; die Dunkelziffer liegt jedoch deutlich höher, da das Virus oft viele Jahre unbemerkt bleibt.

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