Eine Frau und ihr Kind - sie leben in Mosambik, einem von Malaria gefährdeten Land

GesundheitMalaria

Malaria – eine gefährliche Infektionskrankheit

Malaria ist eine lebensbedrohliche tropische Infektionskrankheit. 3,3 Milliarden Menschen – rund die Hälfte der Weltbevölkerung – sind von dieser Krankheit bedroht. Die meisten malariabedingten Todesfälle werden auf dem afrikanischen Kontinent registriert. In den ärmsten Ländern zählt die Malaria zu den zehn häufigsten Todesursachen; jede Minute stirbt ein Kind an Malaria.

Wie überträgt sich Malaria und was passiert nach der  Infektion?

Malaria wird durch einzellige Parasiten (Plasmodien) hervorgerufen und durch Stiche der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen. Hat eine Mücke eine bereits infizierte Person gestochen, wird sie mit dem Blut des Infizierten den Parasiten an ihr nächstes Opfer weitergeben.

Sind die Parasiten durch den Stich in die Blutbahn gelangt, nisten sie sich in der Leber ein und vermehren sich. Anschließend befallen sie die roten Blutkörperchen, es kommt zu Blutarmut. Besonders gefährdet sind Kinder und schwangere Frauen, da ihr Immunsystem sich nur schlecht gegen die Erreger zur Wehr setzen kann und sich der Parasit ungehindert im Körper ausbreitet.

Wie äußert sich die Krankheit?

Die ersten Symptome der Malaria treten etwa neun bis 14 Tage nach dem Stich auf. Auf den ersten Blick ähneln sie einer Grippe: Fieber, Gelenkschmerzen, Kopfweh, Erbrechen und Krämpfe, oft begleitet von Fieberschüben und Schüttelfrost. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann es zu schweren Organschäden oder Hirnschädigungen kommen, die zum Tod führen.

Wo ist Malaria verbreitet?

Die geographische Verbreitung von Malaria ist mit dem Lebensraum der Anopheles Mücke verbunden. Vor allem tropische und subtropische Regionen sind betroffen, denn in den tropischen Ländern nahe des Äquators kann die Anopheles-Mücke sich am besten vermehren. Auch die Malaria-Parasiten, die diese Mückenart als Wirt benutzen, können sich im warmen und feuchten Klima gut entwickeln. Deshalb ist sie in fast allen tropischen Ländern verbreitet.

Wie lässt sich eine Infektion vermeiden?

Malaria-Medikamente zur Vorbeugung können sich Menschen in den ärmsten Regionen der Welt kaum leisten. Impfungen werden seit Jahren erforscht, doch einen hundertprozentigen Schutz gibt es noch nicht. Den besten Schutz bieten Moskitonetze und Insektenschutzmittel, die vor Malaria-Mücken schützen. Allerdings schlafen nur die wenigsten Kinder bis zum Alter von fünf Jahren unter einem Insektennetz.

Was unternehmen Hilfsorganisationen gegen Malaria?

Malaria ist besonders in den ärmsten Regionen der Welt verbreitet. Oft mangelt es dort an  ausreichender und gesunder Ernährung, guten hygienischen Bedingungen und dem Zugang zu Medikamenten. Das begünstigt die Verbreitung von Malaria.

Hilfsorganisationen kümmern sich um die akute Behandlung der Krankheit, aber auch um eine nachhaltige Krankheits-Vorbeugung. Die Behandlung eines Kindes kostet nur wenige Euro, genau wie ein mit Insektenschutzmittel imprägniertes Moskitonetz. Informationsarbeit spielt bei der Vorbeugung ebenfalls eine wichtige Rolle. Bereits mit kleinen Spenden kann also vielen Menschen geholfen werden.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!