von Aktion Deutschland Hilft
Malaria (auch Wechselfieber genannt) ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Weltweit leben über 2,5 Milliarden Menschen – rund 40 Prozent der Bevölkerung – in Malaria-Gebieten. Laut WHO erkrankten 2024 schätzungsweise 282 Millionen Menschen. Darunter vorwiegend Kinder, Frauen und Männer in Subsahara-Afrika. Etwa 610.000 starben an der Erkrankung – davon der Großteil unter fünf Jahre alt. Der Anteil Erkrankter hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2023 leicht erhöht. Die meisten Fälle treten mit über 95 Prozent in Afrika auf.
Die Erkrankung lässt sich in verschiedene Formen unterteilen, verursacht durch unterschiedliche Erreger. Am meisten verbreitet sind Malaria tropica sowie Malaria tertiana und quartana.
Wie überträgt sich Malaria tropica?
Malaria tropica ist die gefährlichste Form der Malaria. Die Erkrankung wird durch Stiche infizierter weiblicher Anopheles-Mücken übertragen. Die einzelligen Parasiten, Plasmodien genannt, gelangen über den Speichel in die Blutbahn, vermehren sich in der Leber und in roten Blutkörperchen und führen zu schwerer Blutarmut.
Besonders Kinder und schwangere Frauen sind gefährdet, da sich ihr Immunsystem nur schlecht gegen die Erreger wehren kann. Die Krankheit kann sich so ungehindert im Körper ausbreiten.
Plasmodien werden nicht nur durch Mücken übertragen, sondern beispielsweise auch durch nicht sterilisierte und wiederverwendete Spritzen oder Infusionssysteme. Außerdem können Mütter die Krankheit an ihr ungeborenes Kind weitergeben. Direkte Ansteckung zwischen Menschen ist ausgeschlossen.
Wo gibt es Malaria?
Malaria tritt vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf – dem idealen Lebensraum der Anopheles-Mücken, die den Erreger übertragen. Diese Gebiete erstrecken sich vor allem in Subsahara-Afrika (95 Prozent der weltweiten Fälle), Teilen Südostasiens (vor allem Indien und Myanmar) sowie dem Amazonasbecken in Südamerika.
Die warme, feuchte Witterung begünstigt sowohl die Vermehrung der Mücken als auch die Entwicklung der Plasmodien-Parasiten in ihrem Körper. Besonders gefährdet sind ländliche Gebiete mit schlechter Infrastruktur und begrenzter medizinischer Versorgung.
Symptome & Behandlung
Malaria – vor allem die schwere Form Malaria tropica – äußert sich durch hohes, wiederkehrendes Fieber (bis 41° C), starken Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit sowie extreme Erschöpfung. Die Symptome beginnen meist 7 bis 30 Tage nach einem Mückenstich und ähneln einer schweren Grippe. Besonders Kinder unter fünf Jahren können innerhalb von 24 bis 48 Stunden lebensbedrohlich erkranken.
Ob ein Mensch an Malaria erkrankt ist, zeigt ein Bluttest. Von der Art der Malaria hängt ab, mit welchen Medikamenten therapiert wird. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie zu Kreislauf- oder Atemstörungen, Organ- oder Hirnschäden und zum Tod führen. Entscheidend ist eine frühzeitige Behandlung: Durch rechtzeitige Therapie können über 95 Prozent der Fälle geheilt werden.
Bildergalerie: So beugen unsere Hilfsorganisationen Krankheiten wie Malaria vor
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So kann man der Krankheit vorbeugen
Malariaprophylaxe bietet keinen absoluten Schutz, erhöht aber die Sicherheit beim Aufenthalt in gefährdeten Gebieten. Einige Medikamente reichen nicht mehr aus, da die Parasiten resistent geworden sind. Vor den Stechmücken sollte man sich mit Insektenschutzmittel, imprägnierten Moskitonetzen und langer Kleidung schützen. Auch ist empfohlen, sich in den Abend- und Nachtstunden möglichst nicht draußen aufzuhalten, da die Mücken zu dieser Zeit am aktivsten sind.
Impfungen werden seit Jahren erforscht, doch einen hundertprozentigen Schutz gibt es noch nicht.
Was unternehmen Hilfsorganisationen gegen Malaria?
Gerade in ärmeren Ländern ist Malaria weit verbreitet. Den Menschen dort fehlen die finanziellen Mittel, um dem Wechselfieber vorzubeugen oder sich ärztlich versorgen zu lassen. Oft mangelt es außerdem an gesunden Nahrungsmitteln, guten hygienischen Bedingungen und Medikamenten.
Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft wie action medeor und Malteser International kümmern sich in mehreren Regionen weltweit um die akute Behandlung und Vorbeugung von Malaria und klären die Menschen über die Gefahren auf.
Hintergrund: Welt-Malaria-Tag am 25. April
Seit 2007 ruft die WHO jährlich am 25. April zum Welt-Malaria-Tag auf – ein Weckruf gegen die Hunderttausenden jährlichen Todesopfer. Die Organisation fordert verstärkte Forschung, Impfstoff-Rollouts und globale Prävention, denn trotz Fortschritt droht Resistenz gegen Therapien.
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Quelle: WHO (Stand: April 2026)
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