90 Prozent der Malaria-Fälle weltweit treten in Afrika auf

GesundheitMalaria

von Aktion Deutschland Hilft

Malaria (auch Wechselfieber) ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Etwa 40 Prozent der Menschen auf der Welt leben in Malariagebieten. 2016 erkrankten weltweit 216 Millionen Kinder, Frauen und Männer; 445.000 Menschen – ein Großteil davon Kinder unter 5 Jahren – starben an der Krankheit. 90 Prozent der Fälle treten in Afrika auf.

Vor allem kleine Kinder sterben an Malaria

Todesursachen von Kindern unter 5 Jahren
 
Embed Code: Betten Sie dieses Bild auf Ihrer Webseite ein

Wie überträgt & verbreitet sich Malaria?

Malaria wird durch einzellige Parasiten (Plasmodien) verursacht und durch Stiche der weiblichen Anopheles-Mücke übertragen. Mit dem infizierten Blut gibt die Mücke den Erreger weiter, sobald sie einen Menschen sticht.

Sind die Parasiten durch den Stich in die Blutbahn eines Menschen gelangt, nisten sie sich in der Leber ein und vermehren sich. Sie befallen die roten Blutkörperchen und es kommt zu Blutarmut. Besonders gefährdet sind Kinder und schwangere Frauen, da sich ihr Immunsystem nur schlecht gegen die Erreger wehren kann. Die Krankheit kann sich ungehindert im Körper ausbreiten.

Plasmodien werden nicht nur durch Anopheles-Mücken übertragen, sondern beispielsweise auch durch nicht-sterilisierte und wiederverwendete Spritzen oder Infusionssysteme. Außerdem können Schwangere die Krankheit auf ihr ungeborenes Kind übertragen. Ansonsten können Menschen einander nicht anstecken.

Wo gibt es Malaria?

Malaria tritt vor allen in tropischen und subtropischen Gebieten auf, die Lebensraum der Anopheles-Mücke sind. Sie kann sich in Ländern nahe dem Äquator am stärksten vermehren. Auch die Plasmodien können sich im warmen und feuchten Klima gut entwickeln. Malaria gibt es vor allem in Afrika, aber auch in Teilen Asiens und Südamerikas.

Symptome & Behandlung

Malaria äußert sich vor allem durch wiederkehrende Fieberschübe, weshalb sie auch Wechselfieber genannt wird. Die Symptome sind ähnlich wie bei einem grippalen Infekt oder einer Grippe: Kopf- und Gelenkschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Abgeschlagenheit und Schüttelfrost.

Ob ein Mensch wirklich an Malaria erkrankt ist, zeigt ein Bluttest. Von der Art der Malaria hängt ab, mit welchen Medikamenten therapiert wird. Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann sie zu Kreislauf- oder Atemstörungen, Organ- oder Hirnschäden und zum Tod führen. Wird Malaria hingegen rechtzeitig und richtig behandelt, hat sie keine gesundheitlichen Folgen.


Bildergalerie: So beugen unsere Hilfsorganisationen Krankheiten vor (11 Fotos)


So kann man der Krankheit vorbeugen

Malariaprophylaxe bieten keinen absoluten Schutz, erhöhen aber die Sicherheit beim Aufenthalt in gefährdeten Gebieten. Einige Medikamente schützen nicht mehr ausreichend, da die Parasiten resistent geworden sind. Vor den Stechmücken sollte man sich mit Insektenschutzmittel, imprägnierten Moskitonetzen und passender Kleidung schützen.

Impfungen werden seit Jahren erforscht, doch einen hundertprozentigen Schutz gibt es noch nicht.

Was unternehmen Hilfsorganisationen gegen Malaria?

Gerade in vielen armen Ländern ist Malaria verbreitet. Den Menschen dort fehlen die finanziellen Mittel, um dem Wechselfieber vorzubeugen oder sich ärztlich versorgen zu lassen. Oft mangelt es außerdem an gesunden Nahrungsmitteln, guten hygienischen Bedingungen und Medikamenten.

Weltweit kümmern sich Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft um die akute Behandlung und Vorbeugung und klären die Menschen in Malariagebieten über die Gefahren auf.

Mit Ihrer Spende können Sie die Arbeit unseres Bündnisses unterstützen und helfen, Leben zu retten. Danke, dass Sie helfen! 

Quellen: WHO, RKI, AA

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!