Dürre in AfrikaUganda: Garten macht Schule

21-10-2019

von LandsAid

Uganda zählt zu den Ländern mit dem größten Bevölkerungswachstum weltweit. Viele Familien müssen sechs oder mehr Kinder ernähren. Doch das wird immer schwieriger. Denn die Landwirtschaft wirft nur niedrige Erträge ab. Schuld sind vor allem veraltete Anbaumethoden – aber auch der Klimawandel. 

Vermehrte Dürren durch Klimawandel

Besonders verheerend ist die Situation im Buyanja County im Distrikt Kibaale in Westuganda. Die Bewohner in der Region haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: Die Mehrheit der Bauern nutzt veraltete Anbaumethoden, die nicht nachhaltig sind und die Umwelt stark belasten. Bodenerosion, die durch das Abholzen von Wald verursacht wurde, verschärft die Lage zusätzlich. Sie mindert die Fruchtbarkeit der Böden und verhindert die Aufnahme von Regenwasser, der einzigen Bewässerungsquelle in der Region. Für die Bevölkerung ist das fatal, denn bedingt durch den Klimawandel leidet die Gegend oft unter Dürren. Die schlechten landwirtschaftlichen Bedingungen hinterlassen ihre Spuren: Es kommt immer häufiger zu Missernten. Vor allem Kinder leiden daher häufig unter Mangelernährung.

 

Grüne Schulgärten in Uganda

Um die Ernährungssituation der Kinder im Buyanja County zu verbessern, startete LandsAid gemeinsam mit einem lokalen Partner ein Schulgarten-Projekt. Dafür wurden zunächst Lehrer an 25 Grundschulen in der Region in nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft ausgebildet. Das vermittelte Wissen geben sie nun in Garten-AGs an Schulkinder sowie ihre Kollegen weiter. Mit einem Startpaket aus Gartenwerkzeugen, Samen und Setzlingen lernen die Schülerinnen und Schüler dort nach und nach, die Böden eigenständig zu bewirtschaften. "Jeder Garten sieht anders aus, denn jede Schule setzt das Konzept auf unterschiedliche Art und Weise um und entwickelt eigene Ideen", berichtet Ursula Neideck, Projektmanagerin bei LandsAid nach ihrer Projektreise durch Uganda. "Einige ernten schon Gemüse, andere warten noch darauf, dass die Setzlinge kräftig genug zum Umpflanzen werden."

Kinder geben das Erlernte weiter

Das geerntete Obst und Gemüse wird ergänzt durch Grundnahrungsmittel wie Reis und Bohnen. So erhalten rund 15.000 Kinder ein ausgewogenes Mittagessen. Das Projekt hat neben der verbesserten Ernährungssituation für die Kinder aber noch weitere positive Effekte: Sie werden bereits in jungen Jahren für nachhaltige Landwirtschaft sensibilisiert und können ihr Wissen an ihre Familien und Nachbarn weitergeben. Dadurch werden langfristig Ressourcen wie Böden und Wasser geschont und die Umwelt weniger belastet.

 

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