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Ein Junge mit Kopfbedeckung in Afghanistan
Fotos
Fotos
Ein Junge mit Kopfbedeckung in Afghanistan
© Help – Hilfe zur Selbsthilfe
Für Millionen Kinder weltweit sind Krieg, Hunger und Armut Teil ihres Alltags. Mehr als 473 Millionen Kinder leben in konfliktbetroffenen Regionen, und rund 412 Millionen Kinder wachsen in extremer Armut auf. Kinder in Not brauchen Schutz, Bildung und die Chance auf eine bessere Zukunft.
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Fotos
Zwei Mädchen im Jemen
© LandsAid/HND
Naturkatastrophe oder Krieg – und von einem Moment auf den anderen ist das Leben nicht mehr wie zuvor. Darunter leiden vor allem die Kleinsten. Was sie mit ihren Kinderaugen sehen müssen, führt oft zu lebenslangen Traumata.
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Eine Mutter mit ihren Kindern vor dem Zelt in einem Geflüchtetencamp
© arche noVa/Axel Fassio
45,3 Millionen Kinder waren 2025 weltweit von Flucht und Vertreibung betroffen. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt, Hunger und Perspektivlosigkeit. Und lassen das zurück, was sie ihr Zuhause nannten, in der Hoffnung, an einem sicheren Ort anzukommen.
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Eine Mutter und ihr Sohn nach der Flucht aus der Ukraine nach Polen
© DEC/Toby Madden
Es sind Strapazen, die auch Mädchen und Jungen auf der Flucht erleben: Kilometer um Kilometer, oft über Monate, bei Hitze im Sommer, Kälte und Nässe im Winter.
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Fotos
Ein Mädchen trägt nach dem Erdbeben in der Türkei einen großen Teddybär auf dem Arm
© AWO International/Solidar Suisse
In vielen Ländern haben es Mädchen besonders schwer. Sie sind häufiger von Armut, Gewalt und Benachteiligung betroffen, müssen arbeiten oder werden früh verheiratet. Noch immer gehen weltweit Millionen Mädchen nicht zur Schule. Die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Rechte bleiben für viele Mädchen bis heute unerfüllt.
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Schulkinder essen eine Mahlzeit in einer Schule in Sierra Leone
© TERRA Projekte International
Sei es bei einer Hungersnot, nach Erdbeben, Hurrikans oder in umkämpften Regionen: Kinder leiden in den Krisengebieten dieser Welt besonders. Deshalb unterstützen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft weltweit Kinder in Not.
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  • Kinder in Not
  • Zur Situation der Kinder weltweit

Kinder in Not Zur Situation der Kinder weltweit

Auf der Erde leben 8,2 Milliarden Menschen. Rund 2 Milliarden von ihnen sind jünger als 15 Jahre alt. Weitere etwa 1,2 Milliarden sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. Eine glückliche und sichere Kindheit, genug zu essen, Zeit zum Spielen und Lernen fehlt vielen Kindern.

Afrika & Asien: Viele Kinder untergewichtig geboren

Die Kindersterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten gesunken. Dennoch starben 2024 weltweit rund 4,9 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Das entspricht etwa 13.300 Todesfällen pro Tag. Viele dieser Todesfälle wären durch ausreichende Ernährung, sauberes Wasser und eine bessere Gesundheitsversorgung vermeidbar. In Subsahara-Afrika ist das Risiko für Kinder weiterhin besonders hoch.

Mangelernährung bleibt eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit von Kindern. Im Jahr 2024 waren weltweit rund 150 Millionen Kinder unter fünf Jahren für ihr Alter zu klein, weil sie über längere Zeit nicht ausreichend ernährt wurden. Etwas mehr als die Hälfte dieser Kinder lebt in Asien, rund 43 Prozent in Afrika. 

Infografik: Todesursachen bei Kindern unter 5 Jahren
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Tausende Kinder leiden an vermeidbaren Krankheiten

Hunger und Mangelernährung, schlechte Hygienebedingungen und unsauberes Trinkwasser führen zu Krankheiten, gegen die sich ein kleiner Körper nicht zur Wehr setzen kann. Die medizinische Versorgung von Kindern ist oft schlecht. Viele Kleinkinder leiden an Krankheiten, die sich mit wenig Aufwand gut behandeln ließen, wie Cholera und andere Durchfallerkrankungen, Lungenentzündung und Malaria. Doch oft fehlt es an Medikamenten.

Auch die Folgen von HIV und Aids treffen Kinder besonders hart. Trotz großer Fortschritte infizieren sich jedes Jahr noch immer rund 120.000 Kinder neu mit HIV. Weltweit haben etwa 13,5 Millionen Kinder einen oder beide Elternteile durch Aids verloren. Die meisten von ihnen leben in Subsahara-Afrika.

Armut, Bildungsmangel und Kinderarbeit

Kinder sind überdurchschnittlich häufig von extremer Armut betroffen.  Sie machen mehr als die Hälfte aller Menschen aus, die weltweit in extremer Armut leben. Rund 412 Millionen Kinder leben in Haushalten, die mit weniger als 3 US-Dollar pro Person und Tag auskommen müssen. Das entspricht etwa jedem fünften Kind weltweit. Besonders viele dieser Kinder leben in Subsahara-Afrika und Südasien.

Bildung ist der Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben. Doch das Recht auf Lernen bleibt vielen Kindern vorenthalten. Rund 273 Millionen Kinder weltweit besuchen keine Schule. Das entspricht mehr als einem Drittel der Bevölkerung Europas. Viele Kinder, die zwar eine Grundschulbildung beginnen, brechen die Schule frühzeitig wieder ab. Ein Grund dafür ist oft die Armut im Elternhaus: Sie zwingt Kinder dazu, selbst etwas zum Lebensunterhalt beizutragen und arbeiten zu gehen.

Statt zur Schule zu gehen, mussten im Jahr 2024 laut UNICEF weltweit 138 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten, um etwas zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Oft herrschen am Arbeitsplatz unzumutbare Zustände und Kinder müssen gesundheitsschädliche und teils lebensgefährliche Arbeiten verrichten.


Bildergalerie: Kinder haben Rechte

Mehrere Jungen in Kenia sitzen auf dem Boden und halten lächelnd Trinkbecher in den Händen
Mehrere Jungen in Kenia sitzen auf dem Boden und halten lächelnd Trinkbecher in den Händen
© Habitat for Humanity
In der UN-Kinderrechtskonvention sind die Rechte von Kindern verankert. Die Konvention wurde am 20. November 1989 verabschiedet. An diesem Datum wird seitdem jedes Jahr der Internationale Tag der Kinderrechte begangen.
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Ein lächelnder Junge in Afghanistan
Ein lächelnder Junge in Afghanistan
© Help - Hilfe zur Selbsthilfe
Mit diesem Übereinkommen stellen die Vereinten Nationen Kinder und Jugendliche unter besondere Fürsorge und besonderen Schutz. Die Grundrechte sind in 54 Artikeln festgeschrieben und gelten für alle Mädchen und Jungen auf der Welt, die noch nicht volljährig sind.
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Ein kleines Mädchen in Afghanistan lächelt in die Kamera
Ein kleines Mädchen in Afghanistan lächelt in die Kamera
© World Vision
Leben, Entwicklung und Gesundheit: Unter anderem steht in der UN-Kinderrechtskonvention, dass alle Kinder von Geburt an das Recht auf einen Namen und eine Staatsangehörigkeit haben und darauf, bei Krankheiten ärztlich behandelt zu werden.
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Zwei jungen stehen in einer Schule in Simbabwe an der Tafel und schreiben mit Kreide darauf
© Kinderhilfswerk Stiftung Global Care
Die Basis für Chancengleichheit: Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht, regelmäßig eine Schule zu besuchen und zu lernen. Mädchen und Jungen mit Behinderung steht eine besondere Betreuung zu.
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Fotos
Eine Mutter in Bangladesch hält ihren kleinen Sohn auf dem Arm
© AWO International
Mädchen und Jungen haben ein Recht auf Familie, die Fürsorge ihrer Eltern und gewaltfreie Erziehung. In der UN-Kinderrechtskonvention steht auch, dass ein Kind nicht von seinen Eltern getrennt werden darf – es sei denn zum Wohle des Kindes.
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Ein Mädchen schaukelt und lächelt dabei, um sie herum stehen andere lächelnde Kinder
© World Vision
Alle Mädchen und Jungen auf der Welt haben ein Recht auf freie Zeit, auf Spiel und Erholung. Ebenso gilt für sie das Menschenrecht, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu äußern.
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Fotos
Eine Mutter steht mit ihren zwei Kindern vor einem Zelt in einem Geflüchtetencamp
© arche noVa/Axel Fassio
Im Krieg, bei bewaffneten Konflikten oder auf der Flucht – unabhängig davon, ob die Kinder mit ihren Eltern oder ohne Begleitung fliehen – stellt die UN-Kinderrechtskonvention Mädchen und Jungen unter besonderen Schutz.
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Fotos
Zwei lächelnde Kleinkinder in den Philippinen
© World Vision/Ãlvaro Júnior
Die Grundsätze der UN-Kinderrechtskonvention gelten für alle Kinder – egal, welche Hautfarbe sie haben, welche Sprache sie sprechen oder aus welchem Land sie kommen. Gerichte, Gesetzgeber und Verwaltungen haben die Pflicht, das Kindeswohl und die Interessen von Kindern zu berücksichtigen.
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Fotos
Zwei Mädchen im Jemen, die in die Kamera schauen
© LandsAid/HND
Für viele Mädchen und Jungen bestehen die Kinderrechte nur auf dem Papier: Sie wachsen im Krieg auf und können deshalb über Jahre keine Schule besuchen. Sie leiden unter Hunger, Durst und Krankheiten oder leben mit ihren Familien in großer Armut.
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Fotos
Eine Mutter mit ihrem Baby in einem Geflüchtetencamp im Tschad
© World Vision/Jon Warren
Unser Bündnis ist weltweit für Mädchen und Jungen da, die unverschuldet in Not geraten sind: Wir unterstützen Kinder und Familien nach Naturkatastrophen, während einer Hungersnot, auf der Flucht vor Krieg und Gewalt sowie beim Start in eine hoffnungsvolle und sichere Zukunft.
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Fotos
Drei Kinder aus der Ukraine zeigen ein Herzsymbol mit ihren Händen und lächeln
© © arche noVa
Bei großen Krisen leiden die Kleinsten besonders. Die Helfer:innen unserer Bündnisorganisationen haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern – etwa diesen Kindern in der Ukraine.
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Fotos
Eine Mutter sitzt mit ihrem jugendlichen Sohn und einem Baby nach dem Erdbeben in Venezuela auf einer Bank, neben ihnen stehen Klamottensäcke
© LandsAid
Aktion Deutschland Hilft ist weltweit für Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer in Not im Einsatz. Möglich ist das nur mit Ihrer Unterstützung. Vielen Dank!
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Eine Mutter sitzt mit ihrem jugendlichen Sohn und einem Baby nach dem Erdbeben in Venezuela auf einer Bank, neben ihnen stehen Klamottensäcke
© LandsAid
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Eine Mutter sitzt mit ihrem jugendlichen Sohn und einem Baby nach dem Erdbeben in Venezuela auf einer Bank, neben ihnen stehen Klamottensäcke
© LandsAid
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15 Bilder


Millionen Kinder wachsen in Kriegsgebieten auf

473 Millionen Kinder erleben täglich Krieg. Ihnen bleibt eine sorgenlose Kindheit verwehrt. Tausende Kinder verlieren ihre Eltern und erleben Mord, Gewalt und Flucht. Für viele hat das lebenslange Kriegstraumata zur Folge.

Kinder sind weltweit weiterhin von schweren Menschenrechtsverletzungen betroffen. In bewaffneten Konflikten werden Tausende Mädchen und Jungen von Streitkräften und bewaffneten Gruppen rekrutiert und eingesetzt – als Kämpfer:innen, Späher:innen oder Köchinnen und Köche. Dabei sind sie häufig Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung ausgesetzt. Viele Mädchen erleben zudem sexualisierte Gewalt.

Benachteiligt durch Armut, Ausbeutung und Diskriminierung

Auch Kinderhandel, sexuelle Ausbeutung, Zwangsarbeit, Kinderehen und Genitalbeschneidung verletzen die Rechte von Millionen Kindern. Weltweit wurden rund 650 Millionen heute lebende Frauen und Mädchen bereits vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Etwa alle drei Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Mädchen vor seinem 18. Geburtstag verheiratet. Kinderehen führen häufig dazu, dass Mädchen die Schule abbrechen und früh Mutter werden. Mädchen haben weltweit einen schlechteren Stand als Jungen. 

Auch wo ein Kind geboren wird, welche Herkunft es hat, ob es im Globalen Süden oder Norden groß wird, Schwarz oder weiß ist, ob es mit einer Behinderung lebt oder nicht, aus wohlhabender oder aus armutsbetroffener Familie kommt: Das entscheidet viel zu oft darüber, welche Chancen das Kind in der Welt hat.

Eine glückliche Kindheit ist keine Selbstverständlichkeit

Hunger, Unterernährung, verwehrter Bildungszugang, Kriegseinsatz und Kinderarbeit – das betrifft vor allem Kinder im Globalen Süden. Doch auch im Globalen Norden gibt es Kinderarmut, Kindesmissbrauch und Diskriminierung von Kindern. Eine glückliche Kindheit ist nirgends eine Selbstverständlichkeit.

Weltweit muss besser für Kinder gesorgt werden. Die UN-Kinderrechtskonvention erinnert daran: Jedes Kind hat ein Recht auf eine Kindheit, auf Sicherheit und Fürsorge. Hilfsorganisationen setzen sich weltweit dafür ein, die Situation von Kindern zu verbessern. 

Danke, dass Sie dies durch Ihre Spende unterstützen!


Quellen: UNHCHR,  United Nations Population Fund, UNICEF, UNESCO, UN World Food Programme, World Bank (Stand September 2026)
 

+++ Spendenaufruf +++

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Nothilfe weltweit

Stichwort: Nothilfe weltweit
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Ein Junge in Afghanistan

Kinder in Not

Kinder im Globalen Süden und in Krisengebieten sind häufig von Hunger, fehlender Bildung oder Kinderarbeit betroffen. Erfahren Sie mehr über Kinder in Not.

Kinder auf der Flucht

Etwa 40 Prozent aller Flüchtlinge weltweit sind unter 18 Jahre alt und daher besonderen Gefahren ausgesetzt. Lesen Sie mehr über Kinder auf der Flucht.

© Bündnis der Hilfsorganisationen: Spenden & helfen

Schirmherr & Kuratoriumsvorsitzender

Dr. Frank-Walter Steinmeier; Dr. Johann Wadephul


Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier & Außenminister Dr. Johann Wadephul
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Infografik: Hilfe für Kinder in Not
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