Eine Helferin in Uganda verteilt Nahrungsmittel an Flüchtlinge

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Uganda – Ein Überblick

Uganda ist ein Binnenland in Ostafrika. Die Amtssprachen sind Englisch und Kiswahili, es werden aber über 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Mehr als 45 Prozent der Einwohner sind Protestanten und 39 Prozent sind katholischen Glaubens.

Humanitäre Situation

Seit den 1950er Jahren suchen Menschen vor Konflikten in Nachbarländern Schutz im friedlichen Uganda – zuletzt waren es hunderttausende Flüchtlinge aus der DR Kongo und dem Südsudan. Wenn sie das Land auch vor Herausforderungen stellen, gilt Ugandas Flüchtlingspolitik in vielerlei Hinsicht als beispielhaft.

Denn gleichzeitig gehört Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt. Das schnelle Bevölkerungswachstum könnte die Konflikte um Land und Ressourcen verstärken. Viele Mädchen werden früh verheiratet, Frauen erhalten in Uganda eine schlechtere Ausbildung und weniger Gehalt als Männer. Homosexualität wird stark tabuisiert und ist strafbar. Korruption ist ein weiteres Problem. Aufgrund langjähriger Konflikte ist der Norden weniger entwickelt als das restliche Land.

Politische Lage

Uganda war bis 1962 britische Kolonie. Die große Bandbreite an ethnischen Gruppen erschwerte nach der Unabhängigkeit den Aufbau politischer Strukturen. Während einer Diktatur in den 70er Jahren verloren etwa 300.000 Regierungsgegner ihr Leben; weitere 100.000 Menschen starben während eines Guerillakrieges in den 80ern.

Uganda hat seit 1986 einen Präsidenten. Seitdem herrschen relative Stabilität und wirtschaftliches Wachstum. Die jüngsten Wahlen wurden von der Opposition kritisiert, gelten international aber als anerkannt.

Die Situation vor Ort

Uganda ist ein wasserreiches Land; der Agrarsektor und die Fischerei ernähren einen Großteil der Menschen. Das schnelle Bevölkerungswachstum, Ankäufe von Ackerland durch ausländische Investoren und unregelmäßige Regen- und Trockenzeiten sorgen immer häufiger dafür, dass Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren.

Während einerseits zahlreiche Menschen aus den Krisenregionen der Nachbarländer Zuflucht in Uganda suchen, sind in den vergangenen Jahrzehnten viele Ugander in den Süden oder Westen Afrikas migriert, um Arbeit zu finden und der Armut zu entkommen.

Die medizinische Behandlung ist teils kostenlos, doch es herrscht ein ständiger Mangel an Medikamenten und Personal. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist hoch und landesweit leben circa 1,6 Millionen Menschen mit HIV/Aids. Viele Menschen sterben außerdem an Malaria und immer wieder werden Cholera-Ausbrüche gemeldet – etwa in Flüchtlingscamps an der Grenze zur DR Kongo.

Quellen: CIA (The World Factbook), UNHCR, Auswärtiges Amt (Stand: 06/2018)

 

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