Hunger in Afrika"Es gibt keinen Klimawandel. Es gibt eine Klimakatastrophe"

07-04-2022

von Malteser International

Die Klimaveränderungen bedeuten eine sich rasch wandelnde Gefahr für die Gesundheit von Millionen Menschen. Die Malteser weisen am heutigen Weltgesundheitstag auf den Tod von 13 Millionen Menschen hin, die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr an den Folgen von vermeidbaren Umweltursachen wie der Klimakrise sterben.

Kenia: Über 3 Millionen Menschen von Dürre betroffen

"Es gibt keinen Klimawandel. Es gibt eine Klimakatastrophe. Deshalb werden wir neben der Nothilfe, mit der wir Menschen vor dem Hungertod retten, neue Wege in unseren Projekten gehen. Dazu zählt es, den Klimaschutz, den Schutz der Umwelt und die menschliche Gesundheit gemeinsam zu denken", sagt Roland Hansen, Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International.

In Ländern wie zum Beispiel Kenia kämpfen die Menschen mit den Auswirkungen der Erderwärmung und leiden derzeit unter den Folgen einer Dürre, wie es sie seit rund 40 Jahren nicht mehr gab. Mehr als drei Millionen Menschen sind allein dort von der aktuellen Dürre betroffen – dabei haben sie selbst am wenigsten zu dieser Katastrophe beigetragen.

Darum folgen die Malteser in immer mehr Projekten dem sogenannten "One Health Ansatz": Gesundheit, Tiergesundheit und Umwelt werden als zusammenhängendes System verstanden.

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt im Fokus

Dabei stehen insbesondere die gegenseitigen Abhängigkeiten der Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt im Fokus, was Themen wie Klimaschutz, Naturschutz und die Verbesserung von Agrar- und Ernährungssystemen zu wichtigen Eckpfeilern des One Health-Ansatzes macht. Akteure aus der Humanmedizin, der Veterinärmedizin sowie aus dem Bereich Umwelt arbeiten dafür fachübergreifend zusammen.

"In den besonders gefährdeten Gebieten wie im Norden Kenias werden in Zukunft immer häufiger Dürren auftreten. Deshalb unterstützen wir die Menschen dabei, zum Beispiel ihre Viehwirtschaft neu zu strukturieren. Es ist wichtig, dass sie in ihren Herden widerstandfähigere Tiere halten und züchten, die weniger Wasser benötigen. Sie müssen sich grundsätzlich an die veränderten Gegebenheiten anpassen, denn sonst wird dieses Gebiet für sie in naher Zukunft unbewohnbar", sagt Hansen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
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