Nothilfe AfrikaDürre in Somalia: 7,8 Millionen Menschen von Hunger bedroht

06-09-2022

von CARE

Vier aufeinanderfolgende, ausbleibende Regenperioden, zwei Heuschreckenplagen und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie haben dazu geführt, dass die Hälfte der somalischen Bevölkerung von Ernährungsunsicherheit betroffen ist. Der Bay-Region droht sogar eine Hungersnot.

"Es ist nie zu spät, Leben zu retten"

Die internationale Hilfsorganisation CARE warnt, dass 1,5 Millionen Kinder von akuter Unterernährung betroffen sind und 230.000 Menschen jederzeit an Hunger sterben könnten. CARE fordert die internationale Gemeinschaft daher dringend auf, jetzt einzugreifen und finanzielle Hilfen bereitzustellen.

"Humanitäre Organisationen haben in den letzten zwei Jahren mehrfach Alarm geschlagen, doch wir haben es noch nicht geschafft, die nun drohende Hungerkatastrophe zu verhindern. Aber es ist nie zu spät, Leben zu retten. Es braucht jetzt schnell flexibel einsetzbare Finanzmittel für die Nothilfe in Somalia. Die Menschen brauchen dringend Hilfe, um noch Schlimmeres abzuwenden", fordert Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland.

Auf der Flucht vor dem Klimawandel

Im ganzen Land herrscht ein schwerer Mangel an Ressourcen. Die meisten Wasserstellen sind ausgetrocknet. Millionen Viehherden sind aufgrund der Dürre gestorben. Auf der Suche nach Wasser und Nahrung mussten bereits über eine Million Menschen ihr Zuhause verlassen.

"Für viele, die die Hungersnot vor über zehn Jahren mitgemacht haben, ist es ein Albtraum, den sie nun schon zum zweiten Mal durchleben müssen. Dabei bereiten uns vor allem Frauen und Mädchen große Sorgen, da sie in solch schwierigen Zeiten meistens deutlich stärker betroffen sind.

So steigt zum Beispiel das Risiko an Übergriffen für Frauen, weil sie aufgrund der Dürre längere Strecken zurücklegen müssen, um Wasser zu holen. Mädchen brechen häufiger die Schule ab, weil sie Geld verdienen müssen, um die Familie mitzuernähren oder weil sie bereits als Minderjährige zwangsverheiratet werden", sagt Iman Abdullahi, Länderdirektor von CARE Somalia.

Unterernährung bei Frauen und Kindern nimmt zu

Die Folgen der Dürre sind vielfältig: Gesundheitseinrichtungen, die von CARE unterstützt werden, berichten von einem deutlichen Anstieg an Kindern und schwangeren Frauen, die aufgrund von Unterernährung behandelt werden müssen.

Ein Bedarf, der die vorhandenen Ressourcen übersteigt. Der Wasser- und Nahrungsmangel macht zudem die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Masern wahrscheinlicher.

So hilft CARE in Somalia

CARE unterstützt in Somalia Betroffene mit Wasser, Lebensmitteln, sanitären Einrichtungen, Hygienemaßnahmen, Gesundheitsdiensten, Schutz und Bargeldhilfen, damit die Menschen ihre dringendsten Bedarfe decken können.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
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