Frau hat Stock in der Hand, im Hintergrund brennt Holz
© Johanniter/Fassio

Hilfe für OstafrikaDrohende Hungersnot: Johanniter helfen in Nordkenia

16-02-2017

von Johanniter-Unfall-Hilfe

Aufgrund einer anhaltenden Dürre droht in Nordkenia in den kommenden Monaten eine enorme Hungersnot. Auch Äthiopien und Somalia sind betroffen. Insgesamt sind in Ostafrika 12 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Johanniter unterstützen in Turkana, im Norden Kenias, seit mehreren Jahren die Bevölkerung beim Anbau von Nahrungsmitteln. Durch die ausgefallene Regenzeit sind nun die Ernten bedroht.

60 Prozent der Menschen sind auf der Suche nach Wasser

„Rund 60 Prozent der Menschen in der Turkana-Region sind auf der Suche nach Wasser“, berichtet Nina Skandalaki, zuständige Projektkoordinatorin bei der Johanniter-Auslandshilfe. Gemeinsam mit ihrer lokalen Partnerorganisation Africa Inland Church (AIC) prüfen die Johanniter derzeit, wie sie ihre Aktivitäten in den kommenden Wochen der Situation anpassen. AIC ruft bereits in ihren Kirchengemeinden zu Spenden auf und verteilt Nahrungsmittel an die Betroffenen.

Mann verarztet Kind in Ostafrika
© Johanniter/Fassio


Die Johanniter-Auslandshilfe
ist seit mehr als sechs Jahren im Norden Kenias aktiv. Schon nach der schweren Dürre im Jahr 2011 halfen die Johanniter in der Region Turkana mit medizinischer Hilfe und Nahrungsmitteln. Nach der Soforthilfe starteten sie langfristige Maßnahmen, die bis heute andauern. „Wir begleiten die Gemeinschaften vor Ort bei der Verbesserung ihrer Eigenversorgung und ihres Einkommens“, erklärt Projektkoordinatorin Nina Skandalaki. Böden werden urbar gemacht, Felder angelegt, Hirse, Melonen und verschiedene Gemüsesorten angebaut. „Wenn jetzt selbst die Flüsse kein Wasser mehr führen, um die umliegenden Böden und Felder feucht zu halten, sind keine nennenswerten Ernten in der Region möglich,“ befürchtet Skandalaki.

In 23 von 47 Bezirken den Notstand ausgerufen

Die kenianische Regierung hat in 23 von 47 Bezirken des Landes den Notstand ausgerufen. Mit umgerechnet rund 95 Millionen Euro will die Regierung bis April unter anderem die Getreidepreise durch zusätzliche Importe stabilisieren und die Folgen in besonders betroffenen Gebieten durch Bargeldverteilung und Verdopplung von Nahrungsmittelverteilungen mildern. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgerufen, das Land bei der Bewältigung der sich verschärfenden Krise zu unterstützen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen in Ostafrika entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hilfe für Ostafrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden