von Aktion Deutschland Hilft
Die Hochwasserkatastrophe hat im Juli 2021 große Zerstörung und großes Leid hinterlassen. Vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.
Weder die schrecklichen Bilder noch die Schicksale der Familien sind vergessen. 15 Bündnisorganisationen waren insgesamt am Hilfseinsatz für die Menschen beteiligt. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr!
Fragen & Antworten zu Hilfsprojekten und dem Einsatz der Spenden finden Sie hier!
(Stand: 07/2026)
Wie ist die Lage in den Hochwasserregionen und wie hilft das Bündnis?
Im Juli 2021 ereignete sich in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalens eine Flutkatastrophe. Die Helfer:innen der Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft waren seit Tag 1 für die betroffenen Menschen im Einsatz. Im Laufe der vergangenen fünf Jahre haben sich die Bedarfe verändert.
Folgende Schwerpunkte der Unterstützung sind aktuell und auch in den nächsten Monaten noch wichtig: psychische Gesundheit, psychosoziale Unterstützungsangebote (oft mit Fokus auf vulnerable Gruppen wie Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen), Angebote zur Stärkung der Resilienz, Katastrophenvorsorge und Hochwasserschutzberatung.
Beispiele unserer Hilfsprojekte:
- Psychosoziales Unterstützungsangebot für Kinder und Familien: Malzirkus in der Gemeinde Schleiden-Gemünd: In einem restaurierten Zirkus-Bauwagen gibt es Bastel- und Malangebote für Kinder, in einem weiteren Bauwagen ist ein Begegnungs-Café für Jung und Alt, hinzu kommen Gesprächsangebote und Präventionskurse (z.B. Mobbing-Prävention).
- Seniorenunterkunft in Dernau: Sie bietet älteren Menschen, die durch die Flut ihr Zuhause verloren haben, ein sicheres Wohnumfeld und soziale Betreuung. Das Projekt trägt dazu bei, dass Senior:innen möglichst lange in ihrem vertrauten Lebensumfeld bleiben können und Gemeinschaft erfahren.
- Mobile Apotheke und Hausarztpraxis in der Ortsgemeinde Kalenborn
- Finanzielle Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen wie schulischen Fördervereinen, Sportvereinen etc.
- Einzelberatungen zu finanzieller Förderung von Privatpersonen in Fluthilfebüros: Die staatlichen Wiederaufbauhilfen sind Ende Juni 2026 ausgelaufen, aber Bündnisorganisationen zahlen noch bis Ende 2027 die ergänzende Fördersumme von 20 Prozent des Eigenanteils der Gesamtschadenssumme (u.a. betreiben die Malteser noch neun Fluthilfebüros in NRW und fünf in Rheinland-Pfalz).
Die humanitäre Hilfe lässt sich bei nationalen und internationalen Katastrophen dieser Art in drei Phasen aufteilen: kurzfristige, mittelfristige und langfristige Hilfe. Die Phasen können sich überschneiden.
Beispiele für...
- kurzfristige Hilfe: Evakuierungen, Rettungs- und Bergungsarbeiten, Verteilung von Hilfsgütern (Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel), psychosoziale Hilfe für traumatisierte Menschen, medizinische Versorgung, Aufräumarbeiten
- mittelfristige Hilfe: Feststellung von Schäden und Statik-Überprüfung an Häusern, Materiallieferungen zur Reinigung von Häusern
- langfristige Hilfe: Wiederaufbau von Gebäuden und Einrichtungen, Unterstützung für die Strukturen des Katastrophenschutzes
Für die Planung und Umsetzung arbeiten die Organisationen in den Katastrophenverbänden mit den zuständigen Behörden und Hilfsorganisationen vor Ort zusammen. Im Vordergrund steht, was die Menschen in den betroffenen Regionen konkret benötigen. Auch deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin vor Ort sind: um mit den Menschen zu sprechen, ihre Bedürfnisse zu ermitteln und sie über die viellfältigen Unterstützungsangebote zu informieren.
Aktion Deutschland Hilft hat seit Juli 2021 rund 284 Mio. Euro Spenden für die Nothilfe und den Wiederaufbau durch die Bündnisorganisationen gesammelt. 98,9 Prozent der Spendengelder wurden von Aktion Deutschland Hilft an die Bündnisorganisationen überwiesen.
Die Hilfsorganisationen im Bündnis haben in über 300 betroffenen Kreisen, Gemeinden und Städten Hilfe geleistet und sind nach wie vor an ausgewählten Standorten präsent. Insgesamt wurden rund 600 Hilfsprojekte unserer Bündnisorganisationen in allen betroffenen Regionen umgesetzt. Davon laufen aktuell noch insgesamt 39 Projekte von zehn Bündnisorganisationen.
Die Durchführung der geplanten Hilfsmaßnahmen mit Spendengeldern von Aktion Deutschland Hilft läuft noch bis Ende 2027.
Betroffene sollen sich direkt an die zuständigen Behörden wenden. Erstanträge waren bis zum 30. Juni 2026 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz möglich. Weiterhin stehen den Betroffenen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Anlaufstellen von Bündnisorganisationen zur Verfügung.
So berät ein mobiles Beratungsbüro des Arbeiter-Samariter Bundes Betroffene zu juristischen, psychologischen und baurechtlichen Themen. Und die AWO bietet neben Begegnungsorten auch weiterhin Sozialberatung und Hochwasserhilfen an. Mehr Infos finden Sie hier.
Wir verstehen die Sorgen der Betroffenen und auch der Spender:innen. Aber: Die Spenden kamen und kommen an! Als in der Katastrophenhilfe erfahrenes Bündnis wissen wir, dass wir Spenden für einen längeren Zeitraum benötigen. Denn Betroffene nach großen humanitären Krisen sind oft viele Monate und sogar Jahre auf Unterstützung angewiesen, für sie ist der längerfristige Einsatz von Spendengeldern genauso unverzichtbar wie in der ersten Soforthilfephase. Daher haben wir darauf geachtet, dass Spenden – für Wiederaufbaumaßnahmen und für Unterstützung bei der Trauma-Bewältigung – auch längerfristig zur Verfügung stehen.
Die Betroffenheit von einzelnen Menschen, Gesellschaftsgruppen oder auch Einrichtungen, die für eine Gemeinschaft unverzichtbar sind, ist immer unterschiedlich. Nachhaltige Unterstützung muss daher bedarfsgerecht und entsprechend der Rahmenbedingungen geleistet werden: Der eine Betroffene benötigt kurzfristige finanzielle Hilfen, eine andere Person jahrelange psychosoziale Begleitung, Menschen mit Behinderungen, ältere Betroffene und Kinder benötigen ebenfalls besondere Hilfsstellungen für ganz unterschiedliche Zeiträume.
Der längerfristige Zeitrahmen ist auch mit Blick auf vergleichbare Katastrophen im In- und Ausland nicht ungewöhnlich.
Ja! Das Bündnis hat die so genannte AG Inland gegründet: Darin stimmen sich die Bündnisorganisationen und das Aktionsbüro von Aktion Deutschland Hilft ab, setzen Standards für die Hilfe und koordinieren ihre Arbeit noch besser.
Auch die Bündnisorganisationen haben Vorkehrungen getroffen: So hat zum Beispiel der ASB eine große Zahl Trockengeräte und Aufräumsets gelagert, andere Bündnisorganisationen widmen sich verstärkt dem Thema Verbesserung der Resilienz.
Zudem sind Evaluierungen des Hilfseinsatzes bei Aktion Deutschland Hilft, den Bündnisorganisationen und anderen Akteur:innen geplant beziehungsweise durchgeführt worden.
Unsere Hilfe nach der Hochwasser-Katastrophe
Die Hilfsbereitschaft nach der Flutkatastrophe war überwältigend! Dank zahlreicher Spenderinnen und Spender finanziert unser Bündnis jetzt und in Zukunft koordinierte Hilfsmaßnahmen in drei Phasen:
Akute Nothilfe: In den ersten Tagen nach der Katastrophe halfen unsere Bündnisorganisationen mit Trinkwasser, Erster Hilfe, Notunterkünften, Suppenküchen und Hygienekits für Menschen, die alles verloren haben.
Mittelfristige Hilfe: Unsere Bündnisorganisationen helfen, eine angemessene Übergangsphase für die betroffenen Kinder, Frauen und Männer zu gestalten. Dabei unterstützen wir mit Behelfsapotheken, Übergangskindergärten, psychologischer Betreuung und finanzieren mobile Übergangshäuser.
Langfristige Hilfe: Wir helfen beim Wiederaufbau sozialer Einrichtungen und unterstützen bedürftige Familien, deren Zuhause und Existenz zerstört wurden – und das, solange die Menschen diese Hilfe benötigen.
Danke für Ihre Unterstützung!
Dank Ihrer Spenden konnten die Hilfsorganisationen aus unserem Bündnis zahlreiche und vielfältige Hilfsprojekte ins Leben rufen. Viele Projekte laufen weiter, psychosoziale Unterstützung beispielsweise wird noch einige Zeit nötig sein.
Fest steht: Wir werden helfen – so lange, wie es notwendig ist. Danke, dass Sie als unsere Spenderinnen und Spender das möglich machen! Von Herzen vielen Dank für Ihre Solidarität und Ihr Mitgefühl.
Bildergalerie: So hilft unser Bündnis in den Hochwassergebieten
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Die Hochwasser-Katastrophe hat in mehreren Regionen Deutschlands große Zerstörung und großes Leid hinterlassen. Der Hilfseinsatz unseres Bündnisses geht weiter – und das, solange die Menschen unsere Unterstützung benötigen.
Bildergalerie Hochwasser Deutschland: Unsere Hilfe seit 2021
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Der Zusammenhalt und die Solidarität sind nach wie vor riesig. Das gibt Hoffnung: den betroffenen Menschen und den Helferinnen und Helfern, die seitdem im Einsatz sind. Dank vielfältiger Unterstützungsangebote können wir gemeinsam etwas Neues schaffen!
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
benötigt Spenden für Nothilfe weltweit, um unabhängig von Spendenaufrufen Maßnahmen in Ländern zu finanzieren, die weniger im öffentlichen Fokus stehen:
Stichwort: Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
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