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Hunger OstafrikaNeues Ausmaß der Krise, altbekannte Probleme

15-07-2011

Terra Tech weist auf die Wichtigkeit langfristiger Projekte für die Region hin


Mit insgesamt mehr als 10 Millionen Betroffen erreicht das Ausmaß der Dürrekatastrophe in Ostafrika neue Dimensionen. Gemeinsam mit dem lokalen Partner Vision Eritrea prüft Terra Tech daher mögliche Nothilfemaßnahmen vor Ort. „Aber,“ so betont Vorstandsmitglied Gangolf Seitz „wiederkehrende Dürren sind am Horn von Afrika kein neues Problem. Vielmehr leiden die Menschen vor Ort schon seit Jahrzehnten unter Extremwetterereignissen.“


Daher muss neben der aktuell notwendigen Lieferung von Hilfsgütern, die das Überleben der Betroffenen sichert, langfristig ein Fokus auf strukturelle Maßnahmen gelegt werden, um nachhaltig eine Verbesserung der Lebenssituation zu ermöglichen. „Sicherlich ist die politische Lage in einigen Staaten sehr unübersichtlich, aber in den Ländern, die stabiler sind, führt kein Weg an nachhaltigen Projekten in den Bereichen Infrastruktur, Landwirtschaft und Good Governance vorbei,“ unterstreicht Seitz und fordert: „Bisherige Zusagen für strukturelle Maßnahmen dürfen keine Lippenbekenntnisse bleiben.“


Terra Tech engagiert sich in Eritrea schon seit 1999. Zunächst bildeten klassische Hilfslieferungen den Arbeitsschwerpunkt. Verteilt wurden vor allem Hilfsgüter wie Decken und Medikamente sowie hochenergiehaltige Nahrungsmittel. „Aber unsere Erfahrungen vor Ort haben eine Verlagerung hin zu langfristiger Projektarbeit bewirkt,“ so Seitz. „Indem wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten, werden die Betreuten unabhängig von internationalen Hilfszusagen.“ Im Fokus der nachhaltigen Hilfe stehen vor allem Projekte im landwirt-schaftlichen Bereich.


So zum Beispiel in den Dörfern Abi Adi und Adi Itay in der Debub Region südlich der Hauptstadt Asmara. Dort entstanden in enger Zusammenarbeit mit Vision Eritrea seit 2009 ein Mikrodamm und ein Stausee. Diese sorgen dafür, dass das Regenwasser langsam im Boden versickert und die umliegenden Brunnen ganzjährig mit Wasser speist. Neben der gesicherten Trinkwasserversorgung für Mensch und Tier zeigen sich auch im landwirtschaftlichen Bereich Erfolge. Die durch regelmäßige Bewässerung der Felder erzielten Überschüsse können auf lokalen Märkten verkauft werden.

„Der Erfolg dieses Projekts ist ein Beweis dafür, dass langfristige Maßnahmen die Lebenssituation der Betroffenen dauerhaft verbessern. Hoffentlich gelingt es dieses Mal, die Weltöffentlichkeit für die Bedeutung nachhaltiger Hilfe für die Region zu sensibilisieren.“

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