Hunger AfrikaErnährungsunsicherheit: 30 Millionen Menschen in Afrika betroffen

24-07-2018

von CARE

Rund 30 Millionen Menschen im südlichen Afrika sind von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, warnt die internationale Hilfsorganisation CARE. Ohne eine langfristige Finanzierung des Winteranbaus und der Bekämpfung von Schädlingen droht sich die Situation für Millionen von Menschen in Ländern wie Madagaskar, Sambia und Malawi in den kommenden Monaten dramatisch zu verschlechtern.

Weniger Ernteerträge können katastrophale Auswirkungen haben

"Schon jetzt ist die Nahrungssituation im südlichen Afrika alarmierend, zudem bereitet uns die bevorstehende El Niño-Saison große Sorgen. Wir erwarten noch niedrigere Ernteerträge, die katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung in der Region haben könnten", erklärt Theresa Jeremias, Referentin für Ernährung und Ernährungssicherung bei CARE Deutschland. "Trotz der Bemühungen von Regierungen, Maßnahmen zur Ernährungssicherung umzusetzen, beobachten wir, dass aufgrund der Klimakrise immer mehr Ernten ausbleiben."

Laut eines Berichtes der Southern Africa Development Community (SADC) sind mehr Menschen von Hunger bedroht als in den vergangenen Jahren. Gründe dafür sind Überschwemmungen, Dürren und die Ausbreitung von Pflanzenschädlingen. "Geringe Investitionen in Beratungsdienste für Landwirte werden nicht ausreichen, um den Schaden abzuwenden. Regierungen und nicht-staatliche Akteure müssen jetzt handeln, um Lebensmittelversorgungslücken zu schließen und damit das Überleben von vielen tausenden Familien zu sichern", sagt Theresa Jeremias.

Wie hilft CARE vor Ort?

Die Hilfsorganisation CARE hilft Menschen in den Ländern Malawi, Madagaskar, Mosambik, Sambia, Tansania und Simbabwe mit Lebensmitteln und einem verbesserten Zugang zu Wasser. Familien in Dürregebieten werden dabei unterstützt, die Produktivität durch verbesserte Anbaumethoden zu erhöhen. Kleinspargruppen ermöglichen Dörfern alternative Einkommensmöglichkeiten und stärken sie gegen die Klimakrise und wiederkehrende Naturkatastrophen. Zudem zielen Ernährungsbildungsmaßnahmen darauf ab die Ernährung von Frauen und Kleinkindern unter 5 Jahren zu verbessern, da diese am meisten von Mangel- und Unterernährung bedroht sind.

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