Mann sitzt während der Dürre in Ostafrika. Hinter ihm liegt totes Vieh, das die Dürre nicht überlebt hat
© World Vision/Somalia

Hilfe für OstafrikaDürre bedroht Millionen Menschenleben in Ostafrika

22-02-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Aktion Deutschland Hilft fordert mehr Unterstützung von Gebern für humanitäre Hilfe

„Ostafrika steuert auf eine Hungerkrise zu. Doch den Hilfsorganisationen fehlt das Geld für umfangreiche Hilfe. Hier sind auch internationale Geber gefordert“, appelliert Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von Aktion Deutschland Hilft. So plant die diesjährige deutsche G20-Präsidentschaft eine Konferenz zum Thema „Partnerschaft mit Afrika“ im Juni 2017. Diese soll sich gezielt humanitären und entwicklungspolitischen Themen widmen. „Es reicht nicht, erst im Juni darüber zu sprechen“, mahnt Roßbach. „Die humanitäre Lage in Ostafrika ist akut. Die Politik muss jetzt handeln.“

Millionen Menschen sind in Ostafrika auf humanitäre Hilfe angewiesen

Mehr als 15 Millionen Menschen sind am Horn von Afrika von den Folgen der anhaltenden Dürre betroffen. Allein in Äthiopien müssen 5,7 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln und sogar über 9 Millionen Menschen mit Trinkwasser unterstützt werden. 6,2 Millionen Menschen benötigen in Somalia dringend humanitäre Hilfe. So sind schätzungsweise eine Million Menschen akut unter- oder mangelernährt. Über 320.000 davon sind Kinder unter fünf Jahren, 50.000 von ihnen droht der Hungertod. Im Südsudan benötigen nahezu 7,5 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Mehr als eine Million Kinder unter fünf Jahren sind überdies akut unterernährt, darunter befinden sich mehr als 273.000 in einer lebensbedrohlichen Lage. In Kenia fehlt es außerdem 2,7 Millionen Menschen an Nahrungsmitteln. Aufgrund der dramatischen Lage hat die kenianische Regierung dort den nationalen Notstand ausgerufen.

„Wir dürfen nicht erst auf Bilder sterbender Kinder warten"


„Wir sehen hier in der Region ähnliche Warnsignale wie 2011, als über eine Viertel Million Menschen während der damaligen Hungersnot allein in Somalia starben. Im Flüchtlingscamp Dadaab, wo ich gerade war, leben bis heute viele Menschen, die damals vor dem Hunger in Somalia flohen“, berichtet Ninja Taprogge von der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg. „Wir dürfen auf keinen Fall wieder warten, bis uns die Bilder sterbender Kinder erreichen. Das Leid der Menschen ist bereits jetzt sehr groß.“

Wasserquellen versiegen, Vieh verendet und Felder können nicht mehr bewirtschaftet werden. Die Bauern verlieren ihre Existenz. Gleichzeitig steigen die Preise für Lebensmittel. „Stellen Sie sich vor, Sie müssten plötzlich das Dreifache für ein Brot bezahlen, könnten aber Ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten“, erläutert Manuela Roßbach. „Vielen Menschen in Äthiopien, Kenia, Somalia und dem Südsudan fehlt es akut an lebensnotwendigen Ressourcen.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Afrika:

Spenden-Stichwort: Hunger in Afrika
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden