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Hunger OstafrikaAugenkrankheiten fachgerecht behandeln

17-12-2012

Im Westen Kenias an der Grenze zu Uganda, befindet sich das Sabatia Eye Hospital im County Vihiga. Hier haben am 27. November insgesamt 42 Krankenpfleger und –pflegerinnen eine dreimonatige Zusatzausbildung in Augenheilkunde beendet. Die Johanniter förderten vier dieser Krankenpfleger im Rahmen eines Projektes zur Verbesserung der Sehkraft von Menschen in den Provinzen Turkana, Baringo, Pokot and Marsabit.

Die Freude der Absolventen war groß. In einer feierlichen Zeremonie erhielten sie ihre Zertifikate über die erfolgreiche Teilnahme an der dreimonatigen Zusatzausbildung in Augenheilkunde. Die 42 Krankenpfleger und –pflegerinnen kamen aus ganz Kenia für die Schulung nach Sabatia. Sie arbeiten in Krankenhäusern und Gesundheitszentren und haben nun eine wichtige Zusatzqualifizierung in der Tasche.

"Viele Augenkrankheiten werden durch zu wenig und schmutziges Wasser, beispielsweise durch Schmierinfektionen verursacht", erklärt Amos Liangor, Leiter des Gesundheitszentrums Alale und Krankenpfleger mit Zusatzausbildung in Augenheilkunde. Gemeinsam mit ihrem Projektpartner AIC Health Ministries behandeln die Johanniter in acht Gesundheitszentren, vor allem in den nördlichen Dürregebieten, Menschen mit Augenkrankheiten. Wenn nötig, werden die Menschen von mobilen chirurgischen Teams operiert.

Die Ausbildung war intensiv. In 60 Theorie- und 300 Praxisstunden haben die Absolventen gelernt, verschiedene Augenkrankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Bei Augenoperationen wie zum Beispiel dem Grauen Star assistierten die Teilnehmer. Bei Aufklärungsveranstaltungen zu Augenkrankheiten und – hygiene in Dörfern und Schulen erklärten sie den Menschen, wie sie sich am besten vor Infektionen schützen können.

Zurück in ihren Krankenhäusern bzw. Gesundheitsstationen, können die Absolventen nun ihr gelerntes Wissen praktisch anwenden. „Der Bedarf an fachgerechter Behandlung ist gerade in den trockenen Regionen des Landes riesig. Durch den vielen Staub und den Mangel an sauberem Wasser gehören Augeninfektionen zu den häufigsten Krankheiten“, erklärt Magdalena Kilwing, Leiterin des Johanniter-Regionalbüros in Nairobi.

Fachpersonal für Augenheilkunde ist rar. In ganz Kenia gibt es nur ein paar Dutzend Augenärzte. Die Krankenpfleger und –pflegerinnen sind im Umkreis von vielen Kilometern die einzigen, die Augenkrankheiten diagnostizieren und behandeln können. Damit sie dies fachgerecht tun können, überreichten ihnen die Johanniter zum Abschluss der Ausbildung einen Koffer mit notwendigen augenärztlichen Geräten.

Das im Januar 2012 gestartete zwölfmonatige Projekt zur Verringerung vermeidbarer Blindheit durch Vorsorgemaßnahmen, medizinische Behandlung und Augenoperationen wird von Aktion Deutschland Hilft gefördert. 

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