Hochwasser Deutschland 2021Umfangreiche Hilfe durch den Paritätischen & seine Mitglieder

15-11-2021

von Der Paritätische Gesamtverband

Im Rahmen der schweren Hochwasserkatastrophe, die sich in diesem Sommer in Deutschland ereignet hat, ist auch der Paritätische aktiv geworden.

Die Paritätischen Mitgliedsorganisationen arche noVa, Bundesverband Rettungshunde, Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners, Kinderhilfswerk Global Care und LandsAid leisteten und leisten auf vielfältige Weise Hilfe in den betroffenen Gebieten. Der Paritätische vertritt diese Organisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft.

Vielfältige Hilfe durch die Paritätischen Mitgliedsorganisationen

  • Bereits direkt nach der Katastrophe hat der Bundesverband Rettungshunde mit seinen Rettungshundestaffeln etwa bei der Suche nach verschütteten Personen und dem Abfüllen von Sandsäcken vor Ort unterstützt.
  • arche noVa hat gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Hygiene-Sets vor Ort verteilt und richtet im Rahmen des Wiederaufbaus den Blick v. a. auf gemeinnützige Einrichtungen. Betroffene Organisationen erhalten eine fachliche Beratung und finanzielle Unterstützung. Dabei wird auch ein Schwerpunkt auf die Katastrophenvorsorge gelegt.
  • Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners unterstützen Kinder, Jugendliche, Eltern und Erzieher:innen durch trauma- und notfallpädagogische Arbeit in Kindergärten und haben in Zusammenarbeit mit action medeor einen sog. Spielplatzcontainer in Rech aufgestellt. 
  • LandsAid hilft von der Flut betroffenen Landwirt:innen finanziell.
  • das Kinderhilfswerk Global Care unterstützt unter anderem eine Schule in Ahrweiler, die stark von der Flut betroffen ist.

Hilfsfonds in Zusammenarbeit mit Landesverbänden

Darüber hinaus hat der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit seinen in den betroffenen Gebieten ansässigen Landesverbänden aus Spenden von Aktion Deutschland Hilft sowie aus eigenen Spendenmitteln einen Hilfsfonds eingerichtet.

Dieser hat insbesondere freigemeinnützige Träger von Einrichtungen und Diensten im Blick und soll ihnen die erforderlichen Hilfen zur Beseitigung von Schäden, dem Ersatz oder die Wiederherstellung von Inventar oder Immobilien zukommen lassen.


Bildergalerie: So hilft unser Bündnis in den Hochwassergebieten


In den vergangenen Monaten konnten sowohl Paritätische als auch nicht Paritätische Mitgliedsorganisationen im Bereich der Notfall- und Investitionshilfen unterstützt werden, damit diese schnellstmöglich ihre Arbeit wiederaufnehmen können. Dazu gehören verschiedene Einrichtungen der Deutschen Lebens-Rettungs- Gesellschaft (DLRG), die Lebenshilfe Ahrweiler und Enepe-Ruhr, das Haus Sonne, das Frauenbildungs- und Tagungshaus in Zülpich oder das Zentrum für Rehabilitation, Eingliederung und Nachsorge gGmbH Neurologische Therapie RheinAhr – um nur einige zu nennen.

Soziale und psychosoziale Folgen der Katastrophe bewältigen

Gefördert werden ebenfalls Maßnahmen und Projekte, die sich direkt an die betroffenen Menschen richten und einen Beitrag zur Bewältigung der sozialen und psychosozialen Folgen der Katastrophe leisten sollen. Allgemein zeigt sich aufgrund der Größe der Schäden, dass eine mittel- und langfristige Unterstützung notwendig sein wird.

So wird über den Paritätischen etwa der Verein stART international gefördert, der in den betroffenen Gebieten Kinder und Jugendliche durch psychosoziale und traumatherapeutische Angebote unterstützt, begleitet und stabilisiert. Auch das Mobile Büro im Kreis Euskirchen, dass der Paritätische Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Euskirchen, der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft und dem Kinderschutzbund anbietet, erhält eine Finanzierung durch Mittel von Aktion Deutschland Hilft und dem Paritätischen.

Das technisch voll ausgestattete Mobile Büro ist dabei im Kreis Euskirchen unterwegs und berät die von der Flutkatastrophe betroffenen Bürger:innen zu unterschiedlichen Themen. Ferner etabliert der Paritätische Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland gemeinsam mit der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle (SEKIS) in Trier die psychosoziale Nachsorge der Betroffenen der Flutkatastrophe, durch die Stärkung von lokalen Selbsthilfestrukturen.

Unterstützung für lokale Initiativen in den Hochwasserregionen

Auch nicht Paritätische Organisationen werden vom Paritätischen tatkräftig unterstützt.  Mit Blick auf die kommenden kalten Monate hat der Verein Fortuna hilft vor Ort Menschen mit Heizstrahlern versorgt und das Versorgungszentrum Bad Neuenahr-Ahrweiler aufgebaut. Der Verein Schrittchen für Schrittchen e.V ist im Bereich der Ersthilfe und psychosozialen Unterstützung nach der Flutkatastrophe unterwegs und kümmert sich persönlich um die Menschen vor Ort.

Großartige Arbeit leistet auch die Dachzeltnomaden gGmbH, die über den Paritätischen gefördert und beraten wird. Mit der finanziellen Unterstützung kann die DZN Hilfsorganisation zum einen ihr Camp weiterbetreiben und ausbauen und zum weiteren die betroffenen Menschen vor Ort täglich in vielerlei Sicht unterstützen. Abschließend soll auch die Helfer-Stab gGmbH nicht unerwähnt bleiben, die aktuell über unsere Mitgliedschaftsorganisation der Kreis Club Behinderte und ihre Freunde e.V. wertvolle Unterstützung erhalten und somit aus Mitteln von Aktion Deutschland Hilft ihre Arbeit vor Ort weiterführen und ausbauen können.

Ein Netzwerk unter Helfer:innen

Schwerpunkt des Paritätischen ist ein Netzwerk unter den Helfer:innen herzustellen, um die Angebote zu bündeln und mehr Menschen zu erreichen. In Gesprächen über unsere Organisationen, in sozialen Einrichtungen und den sozialen Diensten zeigt sich, dass die Menschen vor Ort langfristige Unterstützung benötigen.

Aktuell werden durch den Paritätischen Gesamtverband rund 40 Vorhaben im Bereich Notfall- und Investitionshilfe sowie für Maßnahmen und Projekte zur sozialen Unterstützung, Begleitung und Traumabewältigung gefördert.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um die Nothilfe für die vom Hochwasser betroffenen Menschen in Deutschland zu unterstützen:

Spenden-Stichwort: Hochwasser Deutschland
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden