Hilfe für GeflüchteteSchwerer Cholera-Ausbruch in Nigeria

10-09-2021

von Malteser International

Ein schwerer Cholera-Ausbruch in Nigeria hat bereits mehr als 2.000 Menschen das Leben gekostet. Vor allem in den dicht besiedelten Flüchtlingscamps verschärft sich die Situation. Malteser International verteilt im Nordosten des Landes Chlortabletten und Rehydrationslösungen an über 10.000 Menschen.

In dicht besiedelten Flüchtlingscamps verschärft sich die Situation

"Für die Menschen in den Camps im Nordosten des Landes ist die Gefahr sich mit Cholera zu infizieren, besonders groß. Die Familien leben dicht gedrängt in engen Zelten und Hütten. Wasser- und Sanitäranlagen teilen sie sich mit vielen anderen Menschen. In einer solchen Umgebung kann sich Cholera schnell dramatisch ausbreiten", sagt Alexander Gnädinger, Programm Manager für Nigeria von Malteser International.

In der Kleinstadt Pulka, nahe der Grenze zu Kamerun im Osten des Landes, ist die Sicherheitslage angespannt. Rund 40.000 Menschen sind hierher geflohen, um sich vor islamistischen Terrororganisationen wie Boko Haram in Sicherheit zu bringen. Gleichzeitig sind nur wenige Hilfsorganisationen vor Ort, um die Geflüchteten zu versorgen.

"Wir versuchen alles, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet"

"Allein in Pulka sind bereits 27 Menschen in den vergangenen Wochen an Cholera verstorben. Wir versuchen nun alles, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Darum verteilen wir Chlortabletten, um verunreinigtes Wasser zu reinigen und klären die Menschen in Trainings über die Ansteckungswege auf. An Erkrankte verteilen wir Rehydrationslösungen, damit sie die nötigen Mineralien erhalten, um wieder gesund zu werden. Täglich versprühen unsere Mitarbeitenden in den Zelten, Häusern und Latrinen eine Chlorlösung zum Desinfizieren", sagt Gnädinger. Unterstützt wird das Projekt vom Auswärtigen Amt und den Vereinten Nationen.

Seit 2017 ist Malteser International, Bündnisorganisation von Aktion Deutschland Hilft, in Nigeria und unterstützt die Menschen vor allem bei der Wasserversorgung und im Bereich Hygiene.

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