Winterhilfe für Flüchtlinge Winterhilfe für Menschen in Not

Der Winter rückt näher und lässt die Temperaturen in Ländern wie Syrien, Afghanistan und dem Irak sinken. In manchen Regionen drohen sie in den kommenden Monaten unter den Gefrierpunkt zu fallen.

Menschen auf der Flucht oder in Krisengebieten sind den Witterungen häufig schutzlos ausgesetzt. Eisiger Wind, Kälte und Nässe können für sie eine tödliche Gefahr bedeuten.

Winterhilfe im Nahen Osten: Hilfsorganisationen bereiten sich vor

Hilfsorganisationen unseres Bündnisses haben sich auf die Winterhilfe im Nahen Osten und Ländern wie der Ukraine vorbereitet: Helfer haben die Vorräte an Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern aufgefüllt und mit der Verteilung begonnen. Die Menschen erhalten Matratzen, Decken, warme Kleidung sowie Heizöfen und Plastikplanen, um Fenster und Türen abzudichten. Bitte helfen Sie den Menschen heute - mit Ihrer Spende.


Bildergalerie: So leistet unser Bündnis Winterhilfe

Dramatische Lage für Flüchtlinge aus Syrien

Für die Menschen aus Syrien ist es der neunte Winter seit Beginn des Krieges im März 2011. Hunderttausende leben innerhalb des Landes als Vertriebene oder sind in die Nachbarländer geflohen. Oft leben sie in notdürftigen Unterkünften oder Zelten, die nicht für den Winter ausgestattet sind.

Die bittere Kälte kann für ohnehin geschwächte Menschen ein Todesurteil sein. Die Gesundheit vieler Kinder, Frauen und Männer ist nach Jahren der Entbehrungen und des Hungers schlecht. Sie sind in den Wintermonaten besonders anfällig für Krankheiten und werden noch mehr als sonst auf medizinische Hilfe angewiesen sein.

Nach mehr als acht Jahren Krieg: Wie ist die Situation in Syrien?

  • Der Bürgerkrieg in Syrien befindet sich in seinem neunten Jahr. Das bedeutet beinahe ein Jahrzehnt Gewalt und Zerstörung, Leid und Hunger für die Zivilbevölkerung.
  • 11,7 Millionen Menschen in Syrien sind auf Humanitäre Hilfe angewiesen.
  • Mehr als 5,6 Millionen Kinder, Frauen und Männer sind aus Syrien in die Nachbarländer Irak, Libanon, Jordanien, Türkei sowie nach Ägypten geflohen.
  • Mehr als 6 Millionen Syrer sind Vertriebene im eigenen Land. Keine andere Krise ist für die Vertreibung so vieler Menschen verantwortlich, wie der Syrien-Konflikt.
  • 83 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Der Krieg hat ihnen die Lebensgrundlagen geraubt und lässt der Wirtschaft keine Zeit, sich zu erholen.
  • Kinder sind von den Auswirkungen des Krieges massiv betroffen: Viele von ihnen gehen nicht mehr zur Schule – oder haben noch gar nie die Schule besucht. Immer mehr Kinder werden früh verheiratet.

Warum sind so viele Menschen aus Syrien geflohen?

Seit März 2011 herrscht ein brutaler Krieg in Syrien. An vielen Orten sind Häuser, Schulen, Krankenhäuser, Wasser- und Stromversorgung und ein Großteil der Infrastruktur beschädigt oder zerstört. Die Wirtschaft des Landes ist am Boden.

Syrien ist kein sicherer Ort mehr. Die Menschen führen ein Leben zwischen den Fronten, das bestimmt ist von Angst, Ungewissheit und Entbehrung. Flucht ist oft die einzige Alternative.

Mittlerweile sind in und um Syrien rund 18 Millionen Menschen auf Humanitäre Hilfe angewiesen – fast 12 Millionen davon in Syrien selbst. Mehr als 6 Millionen sind als Binnenvertriebene im eigenen Land auf der Flucht. 5,6 Millionen Kinder, Frauen und Männer leben als Flüchtlinge in den Nachbarländern Türkei, Jordanien, Libanon, Irak sowie in Ägypten.

Belagerungen verschärfen die Situation der Menschen zusätzlich. Die humanitäre Lage droht sich auch in den kommenden Monaten nicht zu verbessern.

Was war der Auslöser des Bürgerkrieges?

Als Auslöser des syrischen Bürgerkrieges gilt der Arabische Frühling im Jahr 2011. Millionen Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika lehnten sich gegen Unterdrückung, soziale Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen auf und demonstrierten für demokratische Strukturen.

Auch in Syrien gingen Menschen auf die Straße, um sich für Reformen, bessere Lebensbedingungen, mehr Freiheit und Mitsprache einzusetzen. Die Situation eskalierte im März 2011, als Jugendliche in der Stadt Dara den Spruch "Das Volk will den Sturz des Regimes" an Wände schrieben. Sie wurden von syrischen Sicherheitskräften verhaftet.

In Demonstrationen wurden die Freilassung der Gefangenen sowie Reformen gefordert. Die Proteste weiteten sich aus, die Fronten verhärteten sich. Über die Jahre entwickelte sich ein bewaffneter Konflikt, an dem sowohl terroristische Gruppen sowie internationale Akteure beteiligt sind.

Wer kämpft im Syrienkrieg gegen wen?

Die Beantwortung dieser Frage ist schwierig. Längst ist der Krieg in Syrien nicht mehr nur ein Konflikt zwischen der Regierung und einer Rebellen-Gruppe. Zahlreiche Akteure – auch aus dem Ausland und mit unterschiedlichsten Interessen – sind involviert. Die Situation ist komplex, unübersichtlich und für die Zivilbevölkerung seit Jahren eine humanitäre Katastrophe.

Schätzungen zufolge verloren mehr als 500.000 Menschen in dem Krieg ihr Leben. Unzählige Kinder, Frauen und Männer wurden verletzt oder verstümmelt.

Wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft?

Die Hilfsorganisationen des Bündnisses lassen die Menschen nicht im Stich und unterstützen die Flüchtlinge in Syrien und den angrenzenden Ländern Hand in Hand mit lokalen Partnern.

Unsere Nothilfe in Syrien:

  • Wir verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Hygienepakete, um Krankheiten vorzubeugen
  • Wir leisten medizinische Hilfe, verteilen Medikamente und bauen Gesundheitsstationen in ehemals umkämpften Gebieten wieder auf
  • Wir versorgen Patienten dank mobiler Kliniken (Busse und Container) auch in schwer zugänglichen Regionen
  • Wir setzen Brunnen instand und erneuern Abwasserpumpen
  • Wir versorgen die Menschen während der kalten Wintermonate mit warmer Kleidung, Decken und Heizmaterial

Unsere Flüchtlingshilfe in den Nachbarländern:

  • Wir setzen verfallene oder provisorisch eingerichtete Behausungen instand und schaffen sichere Unterkünfte für syrische Kinder, Mütter und Väter
  • Wir statten die Unterkünfte mit sanitären Anlagen und Stromanschlüssen aus
  • Wir errichten Betreuungs- und Bildungsstätten für Kinder und Jugendliche und ermöglichen ihnen den Schulbesuch
  • Wir helfen den Menschen, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten
  • Wir verteilen Versorgungspakete mit überlebenswichtigen Gütern
  • Wir verteilen Versorgungspakete mit Lebensmitteln und Babynahrung und Hygienepakete mit Windeln, Shampoo und Waschpulver
  • Wir verhelfen Flüchtlingen mit Ausbildungsprogrammen oder Schulungen zu mehr Selbstständigkeit

Mit Ihrer Spende können Sie die Nothilfe unseres Bündnisses unterstützen!

Was sind die größten Herausforderungen?

Die größte Herausforderung für Hilfsorganisationen, die in Syrien im Einsatz sind, ist der Zugang zu den Menschen, die Hilfe benötigen. Durch die angespannte Sicherheitslage in umkämpften Regionen sind sie oft schwer zu erreichen.

Zudem sehen sich viele Helfer mit dem Problem konfrontiert, überhaupt in das Land einreisen zu können. Die Visa-Auflagen sind sehr hoch.

Was benötigen die Menschen am dringendsten?

Neben einem Waffenstillstand ist es wichtig, dass humanitäre Helfer Zugang zu Konfliktgebieten haben. Und dass politische Vereinbarungen zum Schutz der Geflüchteten beschlossen und umgesetzt werden.

Die politischen Anstrengungen sollten von starken Maßnahmen der Humanitären Hilfe begleitet werden. Den Menschen in Syrien fehlt es an allem. Die meisten haben ihr Zuhause verloren. Die Infrastruktur im Land ist lahmgelegt. Gesundheitsversorgung und Bildungssystem sind zusammengebrochen, die Wirtschaft des Landes ist am Boden. Schulen, Gebäude, Krankenhäuser, Wasser- und Stromversorgung und ein Großteil der Infrastruktur sind beschädigt oder zerstört.

Damit in Syrien keine verlorene Generation heranwächst, sind Bildung, der Anbau von Grundnahrungsmitteln und der Zugang zu sauberem Trinkwasser unabdingbar.


Danke, dass Menschen wie Sie die Winterhilfe unserer Bündnisorganisationen mit Ihrer Spende ermöglichen!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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