Sars-CoV-2/COVID 19Coronavirus: FAST-Team des ASB in der Mongolei

12-03-2020

von Arbeiter-Samariter-Bund/Aktion Deutschland Hilft

Ein FAST-Team des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist in die Mongolei gereist. Das Ziel: Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser auf einen möglichen Ausbruch des neuartigen Coronavirus vorzubereiten und zu unterstützen.

Coronavirus: ASB unterstützt Menschen in der Mongolei

Zuvor hatte sich die mongolische Regierung an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewendet und um Hilfe gebeten. Die WHO kontaktierte das Schnelleinsatzteam FAST, die weltweit einzige internationale Spezialisierungseinheit im Bereich Infektionsprävention und -kontrolle.


Das sechsköpfige FAST-Team unterstützte das mongolische Gesundheitsministerium bei der strategischen Planung und bereitete Mitarbeiter in Krankenhäusern auf den Umgang mit Patienten vor.

Corona: Häufig gestellte Fragen & Antworten zu COVID-19

Was ist das Coronavirus?

Der offizielle Name dieses neuartigen Virus lautet SARS-CoV-2. Die Atemwegserkrankung, die das Virus auslöst, wird als COVID-19 bezeichnet.

Coronaviren können so mutieren, dass sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dann verschiedene Krankheiten verursachen. Das scheint auch beim neuartigen Coronavirus der Fall gewesen zu sein. Zunächst trat das Virus nur in der chinesischen Region Wuhan auf. Am 11. März 2020 stufte die WHO den Ausbruch als Pandemie ein.

Wie ist das Coronavirus entstanden?

Ende 2019 meldete China das vermehrte Aufkommen von Lungenentzündungen. Schließlich stellte sich heraus: Viele betroffene Menschen stammen aus der Region Wuhan und verkaufen dort als Markthändler lebendige sowie tote Tiere. Es wird vermutet, dass die Viruszellen von Fledermäusen oder Schuppentieren stammen. Im Laufe des Jahres 2020 hat sich das Virus weltweit verbreitet.

Was sind die Symptome des Coronavirus?

Eine Infektion mit dem Virus kann sich in grippeähnlichen Symptomen äußern. Dazu zählen Fieber, Husten und Schnupfen, Müdigkeit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Probleme und der Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn.

Bei den meisten betroffenen Menschen verläuft die Krankheit mild. In schwereren Fällen kommt es zu Lungenentzündungen und Atemnot. Die Krankheitsverläufe variieren stark. Es gibt auch Erkrankte, die gar keine Symptome zeigen.

Genauere Informationen finden Sie unter anderem auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das Virus kann von infizierten Menschen beim Husten, Niesen, Atmen, Sprechen und Singen übertragen werden. Die größeren Tröpfchen, die dabei freigesetzt werden, sinken schnell zu Boden. Doch die kleineren Aerosole können in der Luft schweben und sich verteilen. Auch eine Schmierinfektion über die Hände ist möglich. Nach der Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Symptome auftreten.

Wie kann ich mich vor dem Virus schützen?

Um sich und andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen, sollte die sogenannte AHA-Formel beachtet werden:

  • Abstand halten
  • Hygiene beachten
  • Alltagsmaske tragen

In den Wintermonaten empfehlen Experten zudem das regelmäßige Lüften von geschlossenen Räumen. Als Ergänzung kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung dienen.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die Krankheitsverläufe variieren stark. Bei den meisten betroffenen Menschen verläuft die Krankheit mild. In schwereren Fällen kommt es zu Lungenentzündungen und Atemnot.

Es gibt Personengruppen, die besonders anfällig für einen schweren Verlauf der Krankheit sind: Menschen mit Vorerkrankungen an Herz oder Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.

Wie lässt sich das Virus behandeln?

Seit Beginn der Pandemie haben Medizin und Wissenschaft große Fortschritte gemacht: Ärzte haben zunehmend Erfahrung in der Behandlung von COVID-Patienten. Zudem wurden Impfstoffe entwickelt, die Menschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können.

Genauere Informationen finden Sie unter anderem auf den Seiten des Robert Koch-Instituts (RKI).

Vorbeugemaßnahmen aufgrund der Nähe zu China

Das asiatische Land grenzt an China, wo das Coronavirus Anfang des Jahres erstmals auftrat. Die Mongolei hatte nach Ausbruch der Krankheit die Grenzen zum Nachbarland geschlossen. Bislang gibt es Medienberichten zufolge eine bestätigte Corona-Infektion.

Hintergrund zum FAST-Team des ASB

Die Schnelleinsatz-Teams des ASB nennen sich "First Assistance Samaritan Teams" – kurz FAST. Freiwillige Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet lassen sich dafür in den Bereichen Trinkwasser und Basismedizin ausbilden.

Trinkwasseraufbereitung

Die FAST-Helfer sind für ihren Einsatz hochwertig und umfangreich ausgestattet. Kernstück sind Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung, die 2.500 Liter sauberes Wasser pro Stunde produzieren. Außerdem installieren die Teams Wasserfilter für Dorfgemeinschaften, Schulen oder Gesundheitsstationen.

Basismedizinische Versorgung

Das medizinische FAST arbeitet mit einer Zeltambulanz, die entsprechend den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgestattet ist. 2017 klassifizierte die WHO das FAST für seine hohen Standards und langjährige Erfahrung in der medizinischen Nothilfe: Als erstes Team in Europa bestand es die Prüfung in der Kategorie "Emergency Medical Team 1".


Der zehntätige Einsatz des FAST-Teams ist nun beendet.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden, um in weltweiten Hilfsprojekten des Bündnisses die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausweiten zu können:

Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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