Sars-CoV-2/COVID 19ADRA: Betrieb trotz Corona-Einschränkungen

17-03-2020

von ADRA

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff. Als international tätige NGO spürt ADRA die Einschränkungen deutlich. Wir möchten Sie über die Auswirkungen auf die Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit sowie die entwicklungspolitische Bildung und die Inlandsarbeit von ADRA informieren.

Rückkehr als Vorsichtsmaßnahme für weltwärts-Freiwillige

Über das Freiwilligenprogramm weltwärts entsendet ADRAlive junge Erwachsene in die gesamte Welt. Aufgrund der Corona-Pandemie organisieren ADRA-Mitarbeiter seit Montag die Rückreise aller entsendeten Freiwilligen. Es handelt sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Entsendeten. ADRA setzt damit eine Empfehlung des Bundesministeriums für Entwicklungszusammenarbeit an alle entsendenden Organisationen um.

Auch die sieben ADRAshops der ADRA gGmbH in ganz Deutschland werden vorübergehend geschlossen. Damit kommt ADRA den Empfehlungen der Bundes- und Landesregierungen nach. Wir wollen unsere vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch unsere Kundinnen und Kunden, vor einer Ansteckung schützen. Die Shops öffnen wieder, sobald die Lage es zulässt.

Mitarbeiter sorgen im Home Office für reibungslosen Ablauf von Hilfsprojekten

Alle Dienstreisen und Veranstaltungen werden abgesagt bzw. verschoben. Die Belegschaft arbeitet soweit möglich im Homeoffice, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Gleichzeitig stellen wir den reibungslosen Ablauf der Projekte auf der ganzen Welt sicher.

"Das Coronavirus stellt uns alle vor Herausforderungen. Unser Auftrag ist es, den Menschen beizustehen. Diesem Auftrag wollen wir auch in schwierigen Zeiten nachkommen", so Christian Molke, Geschäftsführender Vorstand von ADRA Deutschland e.V.

ADRA ist eine Bündnisorganisation von Aktion Deutschland Hilft.

Häufig gestellte Fragen & Antworten zum Coronavirus

Was ist das Coronavirus?

Ende 2019 meldeten chinesische Behörden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das gehäufte Auftreten von Lungenentzündungen. Als Ursache stellte sich ein neuartiges Coronavirus heraus. Es erhielt den offiziellen Namen SARS-CoV-2. Die Atemwegserkrankung, die das Virus auslöst, wird als COVID-19 bezeichnet.

Coronaviren können so mutieren, dass sie vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dann verschiedene Krankheiten verursachen. Das scheint auch beim neuartigen Coronavirus der Fall gewesen zu sein. Zunächst trat das Virus nur in der chinesischen Region Wuhan auf. Mittlerweile gibt es weltweit Fälle. Am 11. März 2020 stufte die WHO den Ausbruch als Pandemie ein.

Wie ist das Coronavirus entstanden?

Ende 2019 meldete China das vermehrte Aufkommen von Lungenentzündungen. Schließlich stellte sich heraus: Viele betroffene Menschen stammen aus der Region Wuhan und verkaufen dort als Markthändler lebendige sowie tote Tiere. Es wird vermutet, dass die Viruszellen von Fledermäusen oder Schuppentieren stammen.

Inzwischen hat sich das Virus weltweit verbreitet. Die meisten betroffenen Menschen leben in China. Aber auch in Europa infizieren sich immer mehr Menschen. Besonders in Italien, Frankreich und Deutschland sind die Zahlen der Infizierten hoch.

Was sind die Symptome des Coronavirus?

Eine Infektion mit dem Virus kann sich in grippeähnlichen Symptomen äußern. Dazu zählen Fieber, Husten und Schnupfen, Müdigkeit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Probleme.

Bei den meisten betroffenen Menschen verläuft die Krankheit mild. In schwereren Fällen kommt es zu Lungenentzündungen und Atemnot. Die Krankheitsverläufe variieren stark. Es gibt auch Erkrankte, die gar keine Symptome zeigen.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Das Virus wird meist über die Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Das passiert, wenn virenhaltige Tröpfchen an Schleimhäute wie Atemwege oder Mund gelangen. Man kann sich auf direktem oder indirektem Wege über die Hände infizieren.

Eine Übertragung über die Luft ist nach aktuellen Kenntnissen nicht möglich.

Nach der Ansteckung kann es bis zu 14 Tage dauern, bis Symptome auftreten. Das Infektionsrisiko unterscheidet sich von Region zu Region.

Wie kann ich mich vor dem Virus schützen?

Wie beim Schutz vor herkömmlichen Grippeviren sind regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Abstand zu infizierten Menschen sowie das richtige Niesen und Husten wichtig. Händeschütteln sollte vermieden werden.

Besuche von Großveranstaltungen oder Aufenthalte an öffentlichen Orten mit vielen Menschen sollten vermieden werden. Menschen über 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen sowie Schwangeren ab dem zweiten Trimester wird vom Bundesministerium für Gesundheit und der WHO empfohlen, sich gegen Pneumokokken, Grippe und Keuchhusten impfen zu lassen.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die Krankheitsverläufe variieren stark. Bei den meisten betroffenen Menschen verläuft die Krankheit mild. In schwereren Fällen kommt es zu Lungenentzündungen und Atemnot.

Es gibt Personengruppen, die besonders anfällig für einen schweren Verlauf der Krankheit sind: Menschen mit Vorerkrankungen an Herz oder Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.

Wie lässt sich das Virus behandeln?

Es gibt keine bestimmte Therapie gegen das Virus. Bei einem milden Krankheitsverlauf werden Bettruhe und ausreichend Flüssigkeit empfohlen. Je nach Schwere des Krankheitsverlaufs werden die medizinischen Maßnahmen angepasst.


Mit Ihrer Spende können Sie unsere Bündnisorganisationen dabei unterstützen, in weltweiten Hilfsprojekten die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie auszuweiten. Danke!

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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Spenden-Stichwort: Corona-Nothilfe weltweit
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