ErdbebenInfografik: Wie ein Erdbeben entsteht

Entstehung Erdbeben
 
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Wie entsteht ein Erdbeben? 

  • Die meisten Erdbeben haben ihre Ursache in der Plattentektonik der Erde. 
  • Die Erdkruste, die äußerste Schicht der Erde, besteht aus mehreren großen Krustenplatten, sogenannten Lithosphärenplatten und kleineren Krustenbruchstücken.
  • Die Platten geraten aufgrund von Konvektionsströmen im Erdinneren in Bewegung und driften voneinander weg oder stoßen zusammen.
  • Wird durch die Reibung der Platten der Druck zu groß, oder verkeilen sich zwei Platten ineinander, kommt es zu einem Bruch. 
  • Die Spannungen entladen sich in einem Beben.
  • Erfolgt das Beben auf der See, kann es gewaltige Tsunamis auslösen. 

Ursprünge der unheimlichen Erschütterungen

Erdbeben sind jahrtausendealte Phänomene. Lange bevor die modernen Seismologen begannen, Erdbeben mit modernster Technik aufzuzeichnen und wissenschaftlich auszuwerten, machten die Menschen sich bereits Gedanken über die Ursprünge der unheimlichen Erschütterungen. Dabei hatten sie oft abstruse Vorstellungen von den Geschehnissen im Erdinnern: Unterirdische Winde, elektrische Gewitter im Erdboden, feuerspeiende Drachen, die tief unter der Erde lebten oder der Zorn der Götter – von der Antike bis zum Mittelalter waren alle möglichen Entstehungshypothesen für Erdbeben vertreten.

Wie ist die Erdkruste beschaffen?

Heute kann man sich die Entstehung von Erdbeben besser erklären. Kauft man sich einen Globus, ist die Oberfläche in der Regel heil und glatt poliert – die reale Erdoberfläche ist es nicht. Im Gegenteil: Die äußerste Schicht der Erde ist durchzogen von tiefen Rissen. Sie teilen die Erdkruste in insgesamt sieben große Platten: die Pazifische und Antarktische Platte, die Nord- und die Südamerikanische Platte, die Afrikanische, die Eurasische und die Australische Platte. Hinzu kommen einige kleinere Krustenbruchstücke. Auf dieser rissigen äußersten Hülle der Erdkugel liegen unsere Kontinente und Meere, nach denen die Platten auch benannt sind. An einigen Stellen sind die Platten dicker, an anderen dünner. Mancherorts wölbt die Erde sich auf zu riesigen Gebirgen wie den Alpen. Andernorts ziehen sich kilometerlange tiefe Gräben wie die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien durch den Boden.

Wieso bewegen sich die Erdplatten?

Die Erdkruste ist nur die äußerste Schicht um einen Erdkern und Erdmantel, in dem es so heiß ist, dass sogar das Gestein darin geschmolzen ist. Tief in der Erde brodelt es gewaltig. Die Platten liegen somit nur als dünne Kruste auf einem Mantel, der durch die Strömungen im Innersten ständig in Bewegung ist und geraten dadurch selbst in Bewegung. Sie driften voneinander weg oder aufeinander zu, stoßen zusammen oder reiben sich aneinander. Wird durch die Reibung der Platten der Druck zu groß oder verkeilen sich zwei Platten ineinander, kommt es zu einem Bruch. Die Spannungen entladen sich in einem Beben. Besonders erdbebengefährdet sind somit Regionen, die in der Nähe der Plattengrenzen liegen. Auch am Meeresboden können sich Erdbeben ereignen, wenn zwei Platten aufeinandertreffen. Ein solches „Seebeben“ kann gewaltige Tsunamis auslösen. 

Was bedeuten Erdbeben für den Menschen?

Lange nicht alle Erdbeben sind für den Menschen überhaupt spürbar. Erderschütterungen von einer Stärke von unter 2,0 können nur von Instrumenten wahrgenommen werden. Auch in Deutschland ereignen sich jährlich mehrere hundert solcher leichten Erdbeben. Während diese Erdbeben für den Menschen nicht spürbar sind, richten andere verheerende Schäden an. Etwa ab Stärke 5 werden Erdbeben für den Menschen gefährlich. Sie verwüsten ganze Landstriche, bringen Tausenden den Tod und rauben den Überlebenden ihre Lebensgrundlage. Das jüngste verheerende Erdbeben hatte eine Stärke von 9,0 und ereignete sich am 11. März 2011 um 14:45 Ortszeit in Japan. Es ist eines der stärksten Erdbeben der letzten hundert Jahre. Der Wiederaufbau wird noch Jahre dauern.

 

 

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