Ein Haus ist nach einem Erdbeben zerstört.

ErdbebenErdbeben in Deutschland

Auch hierzulande kommt es zu Erdbeben

Das Naturphänomen Erdbeben verbindet man meistens mit Regionen fernab von Deutschland. Doch dass es hierzulande keine Erdbeben gibt, ist ein Irrglaube. In Deutschland werden im Jahr sogar mehrere hundert Erdbeben gemessen. Wenn bei uns die Erde bebt, dann jedoch meistens nur so schwach, dass wir davon gar nichts mitbekommen. Nur in seltensten Fällen richtet ein Erdbeben in Deutschland einmal größere Schäden an.

Zu verheerenden Erdbeben kommt es in der Regel dort, wo die Krustenplatten der Erde aufeinandertreffen. Deutschland liegt mitten auf der Eurasischen Kontinentalplatte, weit entfernt von den Plattengrenzen und ist somit nicht sonderlich erdbebengefährdet gelagert.

Mehrere hundert Erdbeben im Jahr

Und doch kommt es in Deutschland jährlich zu mehreren hundert Erdbeben. Das liegt daran, dass die afrikanische Platte gen Norden rückt und sich langsam auf die Eurasische Platte schiebt. Es handelt sich nur um wenige Millimeter im Jahr, doch im Laufe der Jahrtausende sind so zum Beispiel die Alpen entstanden. Wenn die Spannung auf der Eurasischen Platte zu groß wird, kommt es auch bei uns zu kleineren Erdbeben. Norddeutschland ist davon nicht betroffen, die geologischen Schwachstellen, an denen die Erdbeben auftreten, liegen in Süddeutschland. Das Rheingebiet, die Schwäbische Alp und das Vogtland sind Erdbebengebiete in Deutschland.

Die meisten Beben sind für den Menschen nicht spürbar

Die meisten Erdbeben in Deutschland sind für den Menschen nicht spürbar und können nur von Seismografen wahrgenommen werden. In Deutschland werden an mehr als hundert Erdbebenmessstationen die seismischen Wellen aufgezeichnet, die den Erdboden erschüttern. Eine bedeutendere Magnitude wird hierzulande nur selten verzeichnet. So kommt es laut Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) nur etwa alle zehn Jahre zu einem Beben mit einer Stärke von 5,1, nur alle 50 Jahre erreicht ein Erdbeben in Deutschland eine Magnitude von 5,8. Alle Erdbeben, die bei einer Stärke von 6,1 liegen, können als historisch betrachtet werden, sie kommen nur alle 100 Jahre einmal vor.

Das letzte schwerere Erdbeben in Deutschland fand in der Nacht auf den 13. April 1992 im Rheinland statt. In Heinsberg/Roermond (NL) erschütterte ein Beben der Stärke 5,9 die Erde. Ein Mensch kam dabei ums Leben, der angerichtete Schaden wurde auf 250 Mio. DM geschätzt.

Quellen: gfz.potsdam, planet-wissen

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