Eine Frau und ihr kleines Kind in Mosambik - sie erlebten 2016 die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten mit

LänderinformationMosambik

Mosambik – ein Überblick

Mosambik liegt an der Südostküste Afrikas. Die Amtssprache ist Portugiesisch, sie wird aber nur von einem Drittel der Mosambikaner gesprochen. Ein Viertel der Bevölkerung spricht die Bantu-Sprache Makua. Tourismus und Handel mit den Nachbarstaaten führen dazu, dass zunehmend Englisch gesprochen wird.

Humanitäre Situation

Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Über 60 Prozent aller Mosambikaner leben von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Fast ein Drittel der sieben- bis 17-Jährigen arbeitet, um ihre Familien zu unterstützen. 75 Prozent aller Stadt-Bewohner leben in Slums und informellen Siedlungen, wo es keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen oder Gesundheitsdiensten gibt.

Drogenhandel, Geldwäsche, Autodiebstahl und Kinderhandel werden in Mosambik kaum kontrolliert und selten bestraft. Da staatliche und polizeiliche Kontrolle fehlen, kommt Lynchjustiz häufig vor.

Politische Lage

Der Bürgerkrieg zwischen 1975 und 1992 forderte hunderttausende Tote. Rund 1,5 Millionen Menschen flohen in die Nachbarstaaten, 3,5 Millionen suchten innerhalb Mosambiks Zuflucht. Viele sind inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt, die Lage bleibt jedoch unsicher.

Immer wieder kommt es zu bewaffneten Konflikten zwischen verschiedenen Gruppierungen. Den Wiederaufbau des Landes erschweren zudem etwa zwei Millionen Landminen, die während des Bürgerkriegs im ganzen Land gelegt wurden. Mehr als 10.000 Menschen kosteten sie bereits das Leben.

Die Situation vor Ort

80 Prozent der Menschen in Mosambik leben von der Landwirtschaft. Doch immer wieder kommt es zu  Dürreperioden und Überschwemmungen, zuletzt vor allem infolge des Wetterphänomens El Niño. Aufgrund starker Inflation, hoher Nahrungsmittelpreise und starken Bevölkerungswachstums können sich zahlreiche Kleinbauern kein Saatgut leisten.

Wälder und Mangroven, die die Küsten vor den Fluten des Indischen Ozeans schützen sollen, wurden in den vergangenen Jahren abgeholzt. Die Küstenerosion und der damit verbundene Verlust von Nutzflächen verschärfen Konflikte um Ackerland. Folge sind steigende Preise für Grundnahrungsmittel, Wasser und Strom – und immer wieder Hungerrevolten.

Gut ausgestattete Krankenhäuser gibt es nur in Städten. Mehr als ein Zehntel der Bevölkerung lebt mit dem HI-Virus und es gibt mehr als 380.000 AIDS-Waisen. Malaria und Tuberkulose sind nach dem HI-Virus für die meisten Todesfälle in Mosambik verantwortlich.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR

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