von Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland
Mosambik erlebt seit Ende Dezember 2025 eine der schwersten Überschwemmungskatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Wochenlange extreme Regenfälle haben ganze Landstriche überflutet und mehr als 700.000 Menschen in eine dramatische Notlage gebracht. Sauberes Trinkwasser ist knapp – das Risiko für Cholera und andere Infektionskrankheiten steigt täglich.
Gemeinsamer Nothilfe-Einsatz gestartet
In Abstimmung mit Mosambiks Regierung und der Weltgesundheitsorganisation WHO haben der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V. (ASB) und Apotheker ohne Grenzen e.V. (AoG) einen gemeinsamen Nothilfe-Einsatz gestartet. Beide Organisationen bündeln ihre medizinischen, logistischen und pharmazeutischen Kompetenzen, um die Hilfe schnell und wirksam umzusetzen.
Ein erstes Schnelleinsatzteam (FAST) ist am Montag, den 16. Februar 2026, vom Flughafen Frankfurt in die Provinz Tete im Westen Mosambiks aufgebrochen, um die lokalen Gesundheitsstrukturen zu entlasten. Ein zweites ehrenamtliches FAST-Team folgt am Freitag, den 20. Februar 2026. Ziel des Einsatzes ist die Eindämmung des Cholera-Geschehens durch Aufbau und Ausstattung von Rehydrierungsstellen und durch präventive Maßnahmen, um das Infektionsrisiko zu senken.
Spitze des Infektionsgeschehens für Mitte März erwartet
Edith Wallmeier, ASB-Geschäftsführerin Einsatzdienste und Bildung, sagt:
“Die Zahl der Cholera-Fälle in Tete steigt aktuell stark an. Die Spitze des Infektionsgeschehen wird in unserem Einsatzgebiet für Mitte März erwartet. Daher ist es jetzt wichtig, die weitere Ausbreitung mit gezielten Präventionsmaßnahmen einzudämmen und die örtlichen Strukturen bei der Behandlung der Patient:innen zu unterstützen. Genau für solche Situationen sind die FAST-Teams intensiv ausgebildet und trainiert: um gemeinsam mit den lokalen Partnern dazu beizutragen, Erkrankungen zu verhindern und Leben zu schützen.”
Teil der beiden Einsatzteams sind ehrenamtliche Einsatzkräfte von Apotheker ohne Grenzen, die dabei insbesondere ihre pharmazeutische Fachkompetenz in den Bereichen Arzneimittelversorgung, Bedarfsermittlung, sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Schulung von Gesundheitspersonal einbringen.
AoG-Vorstandsmitglied Petra Isenhuth, die den gesamten Einsatz als Apothekerin von Beginn an begleitet, sagt dazu:
“Gerade nach Überschwemmungen ist schnelle, gezielte Unterstützung entscheidend, um Cholera-Ausbrüche zu verhindern und Gesundheitspersonal zu schützen.”
Behandlung von akutem Flüssigkeitsverlust
Neben dem Aufbau von zwei Stationen zur Behandlung von Patient:innen mit akutem Flüssigkeitsverlust (Oral Rehydration Point) werden Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle (Infection Prevention & Control, IPC) wissenschaftlich begleitet, Schutzmaterial bereitgestellt und Schulungen für lokales Gesundheitspersonal durchgeführt.
Darüber hinaus wird der Bedarf an dringend benötigten Medikamenten erfasst und – wo notwendig und möglich – qualitativ hochwertige Arzneimittel bereitgestellt.
Aufbereitung von sauberem Trinkwasser
Als weitere Sofortmaßnahmen plant der ASB in enger Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Partner, der nationalen NGO WatSan Mozambique, die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser durch den Einsatz des mobilen Wasserfiltersystems Skyhydrant.
Gemeinsam mit der NGO ASADEC, einer weiteren Partnerorganisation des Arbeiter-Samariter-Bundes in Mosambik, werden zudem Hilfsgüter wie Moskitonetze aber auch Lebensmittel an die betroffene Bevölkerung verteilt.
Einsatz maßgeblich ehrenamtlich
Der gemeinsame Einsatz wird maßgeblich durch das ehrenamtliche Engagement von Einsatzkräften des ASB und von AoG getragen. Ärzt:innen, Apotheker:innen und Fachkräfte bringen ihre Expertise freiwillig und unentgeltlich ein, um die betroffenen Menschen in Mosambik schnell und wirksam zu unterstützen.
Unterstützt wird der Einsatz vom Robert-Koch-Institut (RKI): Dr. med. Daniel Peter, Oberarzt für Krankenhaushygiene an den Kliniken Köln und Mitglied des RKI EMT National Focal Point Teams, begleitet den Einsatz mit seiner fachlichen Kompetenz im Bereich Infektions-prävention und -kontrolle.
+++ Spendenaufruf +++
Aktion Deutschland Hilft, Bündnis der Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die vom Zyklon Gezani betroffenen Menschen.
Stichwort: Zyklon südliches Afrika
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX






