Hurrikane und WirbelstürmeZyklon, Hurrikan, Taifun: Wieso haben Wirbelstürme unterschiedliche Namen?

von Aktion Deutschland Hilft

Hurrikane, Zyklone, Taifune und Willy-Willys sind tropische Wirbelstürme. Ihre Art und Bezeichnung hängt von der Region ab, in der sie entstehen.

Wo tropische Wirbelstürme entstehen & wie sie heißen


Wie die Infografik zeigt, entsehen tropische Wirbelstürme in verschiedenen Teilen der Erde.

Doch warum heißt ein Hurrikan eigentlich Hurrikan? Und zu welcher Jahreszeit bilden sich Taifune oder Zyklone? Lesen Sie hier weitere Informationen rund Wirbelstürme!

Namen & Saison von Stürmen

Hurrikan

EntstehungsorteAtlantik, Karibisches Meer, Golf von Mexiko, Nordöstlicher Pazifischer Ozean östlich der Datumsgrenze
Wortherkunftabgeleitet vom Gott des Windes, des Sturmes und des Feuers Hunracán der Maya
Saisonim Pazifik ganzjährig mit Spitzenzeiten im August und September, im Atlantik zwischen Anfang Juni und Ende November

Zyklon

Entstehungsortenördlicher und südwestlicher Indischer Ozean, Arabisches Meer, Golf von Bengalen, Südwestlicher Pazifischer Ozean, Indischer Ozean
Wortherkunftentstanden aus dem griechischen Wort kyklōn, "rotierend"
Saisonganzjährig mit Spitzenzeiten nach dem Sommermonsun im Mai und Juni sowie Oktober und November

Taifun

Entstehungsortenordwestlicher Pazifischer Ozean westlich der Datumsgrenze
Wortherkunftwahrscheinlich vom chinesischen "tái fēng", japanischen "taifū" und indonesischen "taufan" abgeleitet; diese Worte bedeuten alle "großer Wind". Andere Erklärungen: typhein, griechischer Vater der Winde; ţūfān, arabisch für "Sturm", tafa, arabisch für "umdrehen"
Saisonganzjährig mit Spitzenzeiten im August und September

Willy-Willy

EntstehungsorteSüdöstlicher Indischer Ozean vor Nordaustralien und Indonesien
Wortherkunftvon europäischen Einwanderern geprägt. Diese machten aus dem englischen "whirlwind" erst "whirly-whirly"und dann Willy-Willy
Saisonim australischen Sommer von Anfang Januar bis Ende März

Wann spricht man von einem tropischen Wirbelsturm?

Die Windstärke ist bei der Bezeichnung eines Sturms ausschlaggebend. Liegt diese über 118 Kilometern pro Stunde, spricht man von einem tropischen Wirbelsturm.

Tropisches TiefEntspricht steifem Wind der Stärke 8 bis 62 km/h
Tropischer SturmWirbelsturm mit 63 km/h bis 118 km/h
Tropischer WirbelsturmEntspricht Orkan der Stärke 12, also mehr als 118 km/h

Die fünf Kategorien eines tropischen Wirbelsturms

Wirbelstürme wie Hurrikans werden anhand ihrer Intensität in die Kategorien 1 bis 5 eingeteilt. Sie ermöglichen Aussagen über die Windgeschwindigkeit, die Menge des Niederschlags und das erwartete Zerstörungsausmaß.

Kategorie 1Zwischen 119 und 154 km/h
Kategorie 2Zwischen 155 und 177 km/h
Kategorie 3Zwischen 178 und 210 km/h
Kategorie 4Zwischen 211 und 249 km/h (entspricht einem Super-Taifun)
Kategorie 5Über 250 km/h

Unterschiede zu Tornados & Orkanen

Tornados und Orkane sind ebenfalls Stürme, die mit ihrer Geschwindigkeit große Schäden anrichten können. Anders als tropische Wirbelstürme wie Hurrikans entstehen Tornados aber nicht über dem Wasser. Und Orkane bilden sich außerhalb der Tropen.

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