In Simbabwe ist die Bevölkerung sehr arm. Ein Mann stellt Kinderspielzeug aus Holz her.

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Simbabwe – Ein Überblick

Simbabwe ist ein Binnenstaat im Süden Afrikas. Die Landesfläche umfasst 390.757 Quadratkilometer, Regierungssitz ist die Hauptstadt Harare. Von den 14 Millionen Einwohnern gehören fast 82 Prozent zur Ethnie der Shona. Amtssprachen sind Englisch, Shona und Ndebele. Etwa 84 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Christen.

Humanitäre Situation

Simbabwe belegt im UN-Index der menschlichen Entwicklung Rang 156 von 187. Die Arbeitslosigkeit ist eine der höchsten der Welt und liegt in manchen Regionen bei über 80 Prozent. Kinderarbeit ist im ganzen Land verbreitet und Mädchen werden oft sehr früh verheiratet. Jungen werden von allen bewaffneten Gruppen als Kindersoldaten eingesetzt.

Menschenhandel und Zwangsarbeit sind verbreitet. Besonders Mädchen und Frauen werden als Haussklaven, Prostituierte und in der Landwirtschaft ausgebeutet und teils in die angrenzenden Länder verkauft. Frauen, Kinder, Behinderte, HIV-positive und Homosexuelle sind stigmatisiert und werden nur unzureichend vor Gewalt geschützt.

Politische Lage

Simbabwe wird seit seiner Unabhängigkeit 1980 diktatorisch regiert. Gegen unliebsame ranghohe Politiker gehen regierungstreue Sicherheitskräfte und Geheimdienste gewaltsam vor. Erpressung, Verschleppung, Vergewaltigung, Folter und unrechtmäßige Untersuchungshaft sind verbreitet. Enteignung und Besetzung von Farmland haben eine Million Menschen innerhalb des Landes in die Flucht getrieben. Weitere drei bis vier Millionen Simbabwer haben das Land verlassen.

Die Situation vor Ort

Über 70 Prozent der simbabwischen Bevölkerung leben von der Landwirtschaft und im Bergbau. Regelmäßig führen Dürre und sintflutartige Regenfälle zu Ernteeinbußen und Nahrungsmittelknappheit. Auch Abholzung und Bodenerosion sind große ökologische Probleme. Ein großer Teil der unter Fünfjährigen ist untergewichtig.

Epidemien wie Cholera und Typhus brechen aufgrund der unsicheren Wasserversorgung immer wieder aus und fordern viele Todesopfer. Abwässer aus Minen führen zu hohen Schwermetallwerten im Trinkwasser. Es fehlt vielerorts an Medikamenten. Fast ein Sechstel der Bevölkerung ist mit dem HI-Virus infiziert, fast 83.000 Menschen sterben jährlich an der Krankheit. In Simbabwe leben etwa eine Million AIDS-Waisen.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR, HDI

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