El Niño sorgte in Ländern wie Mosambik und Malawi für Dürre.

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Malawi – ein Überblick

Malawi ist ein Binnenstaat im Süden Afrikas und gehört zu den kleinsten und bevölkerungsreichsten Staaten des Kontinents. Ein großer Teil der Landesfläche nimmt der Malawisee ein. Neben den Amtssprachen Englisch und Chichewa sprechen die Menschen fünf afrikanische Sprachen. Neben dem Christentum und Islam spielen traditionelle Rituale und Totenkulte eine wichtige Rolle.

Humanitäre Situation

Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast 75 Prozent der Menschen stehen am Tag weniger als 1,25 US-Dollar zum Leben zur Verfügung.

Weitab von Polizeistationen wird in Dörfern gelegentlich Selbstjustiz ausgeübt. Für internationale Aufmerksamkeit sorgen Ritualmorde an Menschen mit Albinismus. Bestrebungen der Regierung, Homosexualität nicht länger unter Strafe zu stellen, stießen vor allem bei christlichen Kirchen und Muslimvereinigungen auf Kritik.

Politische Lage

Seit 2012 kommt es zu bisher ungelösten Grenzstreitigkeiten mit Tansania, wobei es um Erdölabbau im Malawisee geht. Malawi, Tansania und Mosambik grenzen an den See an. Die Erdölförderung gefährdet das Ökosystem, die Fischbestände und damit die Lebensgrundlage der Menschen, die an dem See leben. 

Die Situation vor Ort

Über 90 Prozent Einwohner Malawis leben von der Landwirtschaft. Trotz der großen Bevölkerungszahl können die Menschen den Bedarf an Nahrungsmitteln aus eigener Kraft decken. Trockenperioden und Überschwemmungen können jedoch Krisen auslösen: Steigende Preise für Grundnahrungsmittel belasten dann vor allem die ärmere Bevölkerung.

Zwar sind medizinische Behandlungen kostenlos, doch in ganz Malawi praktizieren nur 250 Ärzte und es mangelt an Medikamenten und technischer Ausstattung. Viele Menschen in Malawi sterben an AIDS. Etwa 10 Prozent der 15 bis 49-Jährigen sind mit dem HI-Virus infiziert. Es gibt mindestens 190.000 AIDS-Waisen - und die Dunkelziffer liegt deutlich höher.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR

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