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Hunger Ostafrika„Die Teilnehmer lernen, wie man professionell hilft“

13-07-2012

Terra Tech unterstützt Universitätskurse für künftige Nothelfer

Im April 2012 hielt Dr. Tseggai Gherezghiher, mit dem Terra Tech seit über zwölf Jahren im Rahmen von Ostafrika-Projekten zusammenarbeitet, ein PCM-Training (Professional Crisis Management) an der Universität der kenianischen Stadt Kisumu. Der Kurs war Teil eines Masterprogramms für Studenten der Universität, die Trainingskosten wurden überwiegend von Terra Tech getragen.

Dr. Gherezghiher, wie viele Studenten haben an dem von Terra Tech unterstützten Kurs teilgenommen?

Insgesamt 18 Studenten, die allesamt kurz vor der Beendigung ihres Masterstudiums standen. Alle Teilnehmer haben zusätzlich Vollzeitjobs. Einige arbeiten als Leiter von sozialen, staatlichen Institutionen, die meisten sind bei Entwicklungsorganisationen beschäftigt, zwei sind Mitarbeiter der Uni.

Welche Ziele verfolgte der Kurs?


Der Kurs sollte den Teilnehmern ermöglichen, eigenständig Programme der Nothilfe sowie der Entwicklungszusammenarbeit zu planen, durchzuführen, zu überwachen, auszuwerten und abschließend zu dokumentieren. Dabei ging es vor allem auch darum, die Studenten mit den Normen internationaler Geldgeber bezüglich Projektsteuerung und -überwachung vertraut zu machen.

Wie war der Kurs strukturiert?

Ein großer Teil des Kurses bestand aus praktischen Übungseinheiten, diese wurden durch Powerpoint-Präsentationen ergänzt. In den Übungsarbeiten waren die Studenten aufgefordert, in Einzel- und Gruppenarbeiten Projektvorschläge zu erarbeiten. Die Einzelarbeit umfasste auch die Rücksprache mit der potenziellen Zielgruppe, um eine bedarfsgerechte Planung zu trainieren. Der Kurs endete mit einem Test, in dem ein Projektszenario bewertet und in eine normierte Logframe-Matrix übertragen werden musste.

In welcher Form tragen Trainings wie diese dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften besser mit Extremsituationen wie Dürren, Hunger oder Extremwetterereignissen umgehen?

Der Wettbewerb um Geldmittel zur Projektförderung ist stets hoch. Gute Ideen gibt es viele, doch Fördergelder sind begrenzt, sodass oftmals gute Projekte aufgrund eher naiver Anträge nicht finanziert werden. Das durchgeführte PCM-Training versetzt die Teilnehmer in die Lage, professionelle Projektvorschläge zu erarbeiten. Gleichzeitig wurden die Teilnehmer mit den Anforderungen an erfolgreiche Projektarbeit vertraut gemacht. Einerseits, um Fördergelder verantwortungsvoll zu betreuen, anderseits vor allem aber auch, um sinnvolle und nachhaltige Projekte zu planen. Denn das vorrangige Ziel – Projekte zu realisieren, die eine messbare und nachhaltige Entwicklung ermöglichen – sollte niemals aus dem Auge verloren werden.

Equipment für ein Krankenhaus

Seit Juli 2010 unterstützt Terra Tech die Klinik St. Consolata in Kisumu mit Ausstattungsgegenständen (Möbeln und Betten) und medizinischem Equipment wie Röntgengeräten und einem Ultraschall-Scanner. St. Consolata bietet ihren Patienten Unterstützung in den Bereichen Schwangerschaftsfürsorge, Entbindung und Gesundheitsvorsorge. Darüber hinaus werden Tuberkulose-Behandlungen, HIV-Tests sowie Impfungen durchgeführt und kostenlose Moskitonetze verteilt. Der tägliche Betrieb ist durch eigene Einkommensquellen und Zahlungen des nationalen Krankenhausversicherungsfonds sichergestellt. Zusätzlich gibt es Gelder aus Regierungsinitiativen wie dem kenianischen Impfprogramm. Trotzdem ist die Klinik weiterhin auf die Lieferung von medizinischem Equipment angewiesen, um ihren Qualitätsstandard zu halten. Langfristig wäre ein Ausbau der Pflegekapazitäten wünschenswert, denn derzeit müssen immer wieder Patienten aus Platzmangel abgewiesen werden.

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