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Hunger OstafrikaADRA Deutschland setzt Schwerpunkt der Hilfe in Somalia

28-07-2011

Die in Weiterstadt ansässige Hilfsorganisation ADRA Deutschland wird angesichts der Hungersnot in Ostafrika ihre Hilfe auf Somalia konzentrieren. Die Entscheidung falle vor dem Hintergrund der jahrelangen Projektarbeit in diesem Land, so der zuständige Bereichsleiter Mike Perekrestenko. ADRA habe seit dem Jahr 1992 etwa 130 Brunnen gebohrt und über 1.000 handgegrabene Brunnen wieder instandgesetzt, Regenauffangbecken und ein Kanalsystem zur Feldbewässerung gebaut, um Trockenzeiten zu überstehen. Die Dürre der letzten fünf Jahre hat jedoch alle Systeme der Wasserversorgung überfordert. Die handgegrabenen Brunnen sind zumeist ausgetrocknet, nur die tief gebohrten Brunnen führen noch Wasser.

Im Nugal-Distrikt in Puntland hat ADRA bislang in sieben Ortschaften regelmäßig Trinkwasser mit Tanklastwagen verteilt. Etwa 8.000 von der Dürre bedrohte Menschen konnten so am Leben erhalten werden. Mit dem Partner ADRA Somalia sollen nun zusätzlich 93.200 Menschen – 20.637 davon sind Flüchtlinge – und ihr Vieh in Somaliland über die nächsten zwölf Monate hinweg mit Wasser versorgt werden. Trinkwasser, Nahrung, Unterkunft, Hygienefragen und Gesundheitsvorsorge sind die großen Herausforderungen in einer sehr fragilen Situation, so Perekrestenko, der mit den einheimischen Partnern weitere Maßnahmen plant. ADRA Deutschland koordiniert die Hilfe auch mit den Partnern, die im Aktionsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ zusammenarbeiten.

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