Hunger im JemenJemen: Finanzierungslücken kosten Leben

24-03-2022

von Aktion Deutschland Hilft

Der Krieg in der Ukraine verschärft den Hunger im Jemen. "Die Gelder reichen bei Weitem nicht aus, um die Not zu lindern. Die großen Finanzierungslücken kosten Leben", sagt Manuela Roßbach, Vorständin vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft. "Die Krise im Jemen darf nicht in Vergessenheit geraten." Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft stehen den Menschen vor Ort bei und leisten humanitäre Hilfe.

Sieben Jahre Krieg im Jemen

Seit sieben Jahren herrscht Krieg in dem arabischen Land. Es ist eine der größten humanitären Krisen weltweit. 17,4 Millionen Menschen sind von Hunger betroffen. Von ihnen sind rund dreieinhalb Millionen Kinder, Frauen und Männer akut unterernährt. Die Preise für Lebensmittel steigen Tag für Tag. Viele Menschen haben schon lange keinen Lohn mehr ausgezahlt bekommen. Zudem ist die medizinische Versorgung heute noch schlechter als zuvor.

"Es ist eine Abwärtsspirale von Elend und Leid", sagt Roßbach. Die Ukraine ist einer der wichtigsten Weizenexporteure für die Region; durch den Krieg fallen nun große Teile der Ernten aus und die Preise steigen. Schon vor dem Ausbruch der Gewalt hatten sich die Getreidepreise so stark verteuert, dass die Vereinten Nationen ihre Lebensmittelrationen für Länder wie den Jemen kürzen mussten.

Bündnisorganisationen leisten humanitäre Hilfe

Hilfsorganisationen aus dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft stehen den Menschen im Jemen seit vielen Jahren mit vielfältigen Hilfsmaßnahmen zur Seite. World Vision versorgt Schwangere und junge Mütter. action medeor liefert medizinisches Material.

ADRA setzt Gesundheitseinrichtungen instand und führt Schulungen zur Prävention übertragbarer Krankheiten durch. Help – Hilfe zur Selbsthilfe verbessert den Zugang zu Trinkwasser und verteilt Hygieneartikel. Und CARE saniert Schulen und unterstützt Kinder, Frauen und Männer mit Lebensmitteln.

Private Spenden sind wichtige Säule für Hilfsorganisationen

Hilfsorganisationen arbeiten im Jemen unter schwierigen Bedingungen. "Hilfsprojekte auf die Beine zu stellen, ist nicht immer einfach. Bevor wir ein Projekt umsetzen können, benötigen wir viele Genehmigungen. Doch da wir gut vernetzt sind, können wir trotzdem in vielen Teilen des Landes helfen", sagt Adel Hashem von Human Development Needs, einer lokalen Partnerorganisation von LandsAid.

Allerdings fehlten oft die finanziellen Mittel. "Mit mehr Unterstützung könnten wir noch mehr Projekte umsetzen." Für Hilfsorganisationen sind private Spenden angesichts der staatlichen Unterfinanzierung der Hilfsmaßnahmen im Jemen zur wichtigen Säule für Hilfsorganisationen geworden, damit die Unterstützung für die Menschen nicht abbricht.

Seit 2016 hat das Bündnis 18,1 Millionen Euro Spenden für erhalten und konnte damit überlebenswichtige humanitäre Hilfe leisten.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen im Jemen entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hunger Jemen
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
oder online spenden