von Aktion Deutschland Hilft/LandsAid
Rund 15 Kilometer außerhalb von Thessaloniki liegt Diavata, eines der größten Flüchtlingscamps Griechenlands. Hier leben Menschen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und afrikanischen Ländern. Viele von ihnen stammen aus Kriegs- und Krisengebieten.
Menschen in Not nicht alleine lassen
LandsAid und ihr Partner NAOMI sorgen dafür, dass die Menschen in Not nicht allein gelassen werden – mit medizinischer Versorgung, der Verteilung von Hilfsgütern und persönlicher Unterstützung.
Griechenland ist für viele Geflüchtete das erste EU-Land, das sie erreichen, meist über die Ägäis-Inseln oder die Landesgrenze zur Türkei. Doch sich dort befindende Aufnahmecamps sind bereits chronisch überfüllt.
Um die Zustände auf den Inseln zu entlasten und Platz für neue Ankommende zu schaffen, hat die griechische Regierung viele Menschen auf das Festland verlegt. In Diavata verbringen sie die Zeit während des Asylverfahrens in isolierten, stark kontrollierten Camps fernab urbaner Zentren und Hilfsangeboten.
Casa Base: Herz der Hilfe
Enge Container, mangelhafte Hygiene, kaum Zugang zu Integrationsangeboten oder Arbeit prägen den Alltag der Frauen und Männer. Besonders kritisch ist die medizinische Versorgung: Zwar erhalten Asylsuchende eine vorläufige Sozialversicherungsnummer, dennoch bleibt ihnen der Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem oft faktisch verwehrt. Chronisch Kranke, Schwangere oder Kinder sind dadurch besonders gefährdet.
Direkt neben dem Camp betreibt die LandsAid-Partnerorganisation NAOMI die sogenannte Casa Base, ein 400 Quadratmeter großes Hilfszentrum. Hier werden Kleidung und Hygieneartikel ausgegeben, vor allem aber finden die Menschen Beratung, Schutz und Gemeinschaft.
Nur 75 Euro Handgeld im Monat
Die von LandsAid mitfinanzierte Koordinatorin Maria Eleftheriadou organisiert Abläufe, vernetzt Ehrenamtliche, Ärzt:innen und Sozialarbeiter:innen, und sorgt dafür, dass Hilfe zuverlässig ankommt. Dank LandsAid erhalten Patient:innen nun auch Diabetes- und Herzmedikamente, Brillen und Hörgeräte.
So ermöglicht Najiba aus Afghanistan eine neue Brille wieder die Teilnahme an Nähworkshops in der Casa Base. Ein anderer Geflüchteter ist nach einem Herzinfarkt auf Medikamente im Wert von 300 Euro monatlich angewiesen – ohne Unterstützung undenkbar. Denn Geflüchtete im Asylverfahren bekommen nur 75 Euro Handgeld im Monat.
Hilfe, die weiter geht
Doch auch nach der Anerkennung ihres Asylantrags verbessert sich die Lage der Menschen nicht – oft im Gegenteil. Wer den offiziellen Flüchtlingsstatus erhält, muss das Camp verlassen und verliert damit seine Unterkunft und jede Förderung. “Anerkannt, aber schutzlos”, beschreibt Andrea Schmelzle von LandsAid die Situation der Menschen. Sie besuchte das Hilfsprojekt kürzlich.
Deshalb werden Geflüchtete, die das Camp verlassen mussten, weiterhin betreut. So zum Beispiel bei der Suche nach einer passenden Arbeit oder nach Plätzen in Integrations- oder Sprachkursen. Jedes Jahr erreicht die Hilfe von LandsAid und NAOMI rund 3.000 bis 3.500 Menschen.
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