Im Jemen spitzt sich die Lage der Bevölkerung mit jedem Tag des Krieges zu. Die Menschen leiden unter Hunger und der Flucht.

Hilfe für FlüchtlingeJemen: Mobiles medizinisches Team unterstützt die Menschen

13-12-2016

von ADRA

Hilfe für Halima Abdo

Eine Frau sitzt beim Arzt im Jemen. Oftmals ist es die erste Untersuchung ihres Lebens, wenn die Menschen in das Ärztezentrum von ADRA kommen.
© ADRA/Jahn Fischer

Die 34-jährige Halima floh mit ihrer Familie vor einem Jahr von Haradh nach Hudaydah im Jemen. Nachdem sie ihre dritte Fehlgeburt erlitten hatte, suchte sie einen Frauenarzt im ADRA-Ärztezentrum auf. Sie erzählte ihm, dass sie seit acht Jahren verheiratet sei und aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel noch nie einen Arzt besucht hätte. Bei der Untersuchung stellte der Arzt eine Harnwegsentzündung fest, welche für die Fehlgeburten verantwortlich war.

Da es bei dieser Infektion notwendig ist, auch den Ehepartner zu behandeln, erhielten sowohl Halima als auch ihr Mann Medikamente. Zwei Monate später kam Halima wieder zum Frauenarzt, da sie wieder schwanger war. Seither erhält sie regelmäßige ärztliche Geburtsvorbereitung. Mittlerweile ist sie im letzten Drittel der Schwangerschaft und das Risiko, ihr Kind zu verlieren, ist vorbei. Halina ist sehr dankbar für die medizinische Hilfe durch die Ärzte von ADRA.

Ein schwerer Start ins Leben für Waleed Hamid Ahmed

Ein kleiner Junge wird mit Gelbsucht ins Ärztezentrum eingeliefert. Sein kritischer Zustand verbessert sich nach und nach.
© ADRA/Jahn Fischer

Als der 19 Tage alte Waleed von seinen Eltern zum Ärzteteam von ADRA gebracht wurde, war er nur halb bei Bewusstsein. Seine Augen und seine Haut waren gelb gefärbt und er weigerte sich, Milch bei seiner Mutter zu trinken. Nach der Untersuchung stand fest, dass der Kleine unter Gelbsucht leidet. Er erhielt sofort Dextrose und Infusionen gegen den Flüssigkeitsverlust. Außerdem erklärte der behandelnde Arzt den Eltern, dass sie mit dem Baby mindestens eine Stunde täglich in die Sonne gehen müssen, da Sonnenlicht Vitamin E bildet und bei Gelbsucht den Heilungsprozess beschleunigt. Schon nach fünf Tagen ging es Waleed deutlich besser und er begann wieder selbstständig zu trinken. Seine Eltern sind überglücklich.

„Ohne ADRA hätte ich keine medizinische Versorgung erhalten“

Seit der 68-jährige Maqbool Ahmed vor zwei Monaten einen Schlaganfall erlitt, ist er an das Bett gefesselt. Das Dorf, in dem er lebt, liegt so abgelegen in einer gebirgigen Gegend im Jemen, dass man nicht einmal mit dem Auto dort hingelangt. Freunde aus der Gemeinde von Maqbool informierten das mobile medizinische Team von ADRA über seinen Fall. Der behandelnde Arzt musste fast zwei Stunden laufen, um ihn behandeln zu können. Durch das lange Liegen hatte Maqbool bereits wunde Stellen und Schwellungen, die zu Bluthochdruck führten. Er erzählte dem Arzt, dass er bereits seit fünf Monaten keine medizinische Hilfe erhalten hatte.

Der Arzt verschrieb sofort verschiedene Medikamente gegen die Schwellungen und den Bluthochdruck und reinigte die offenen Wunden. Seither kommt das medizinische Team jede Woche zu Maqbool, um nach ihm zu sehen. Er erholt sich langsam und kann sogar wieder aus dem Bett aufstehen. Er ist glücklich über die Hilfe von ADRA: „Ich bin so dankbar für die Behandlung und die Krankenbesuche. Ohne die Ärzte von ADRA hätte ich niemals medizinische Versorgung erhalten.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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