LänderinformationTogo

Togo – ein Überblick

Togo liegt an der Südküste Westafrikas. Die Bewohner gehören zu mehr als 40 verschiedenen Ethnien, was hin und wieder zu kleineren Konflikten führt. Offizielle Landessprache ist Französisch, die Hauptverkehrssprachen sind Ewe und Kabye.

Humanitäre Situation

Togo gehört zu den ärmsten Länder der Welt. Betroffen sind vor allem Frauen, die wirtschaftlich benachteiligt werden, und Menschen in ländlichen Regionen. Etwa jedes zweite Kind muss in Haushalten, auf Feldern oder Märkten arbeiten, statt die Schule zu besuchen. Viele Mädchen werden beschnitten und früh verheiratet. Homosexuelle Handlungen sind strafbar.

Der Regierung wurden wiederholt schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, etwa bei der gewaltsamen Auflösung von politischen Kundgebungen und Demonstrationen. Außerdem werden die Straflosigkeit der Polizei und Korruption kritisiert.

Politische Lage

Nach der Unabhängigkeit 1960 wurden die Menschen in Togo fast vier Jahrzehnte durchgängig von einem Machthaber regiert und bis heute stammten Machthaber aus derselben Familie. Die ersten Mehrparteienwahlen in den frühen 90er Jahren gelten als Fassade und auch 2005 waren die Wahlen gefolgt von schweren Unruhen. Erst seit 2007 werden die Parlamentswahlen international anerkannt. Seither wurden erste demokratische Reformen beschlossen. Zu politischen Unruhen und Forderungen nach einem politischen Wandel kommt es dennoch immer wieder.

In der Geschichte war Togo sowohl Herkunfts- als auch Zufluchtsland für Flüchtlinge. Nach politischen Unruhen in den 90er Jahren und 2005 verließen viele Togolesen das Land. Gleichzeitig leben dort mehrere Tausend Flüchtlinge aus Ghana.

Die Situation vor Ort

Die politische Stabilität in Togo hat zum Wachstum beigetragen. Die Wirtschaft des Landes hängt unter anderem vom Export von Kakao, Kaffee und Baumwolle ab. Togo gehört zu den weltweit größten Phosphatproduzenten.

Die Landwirtschaft, in der ein Großteil der Bevölkerung arbeitet, ist eine sehr unsichere Lebensgrundlage. Dürren und Überschwemmungen führen oft zu Engpässen. Das rasche Bevölkerungswachstum trägt zu Konflikten um die knappen Landressourcen bei.

Das Gesundheitswesen ist vor allem in den ländlichen Regionen unzureichend. Traditionelle Medizin spielt eine wichtige Rolle. Häufigste Todesursache bei Kindern unter 5 Jahren ist Malaria. Daneben erkranken viele Menschen Durchfallerkrankungen und Cholera.

Quellen: CIA (The World Factbook), Auswärtiges Amt, World Bank, WHO (Stand 06/2018)

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

Spenden-Stichwort: Nothilfe weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!