Kinder in Kenia, einem Nachbarland von Tansania

LänderinformationTansania

Tansania – ein Überblick

Tansania liegt in Ostafrika am Indischen Ozean. Dort leben mehr als 150 verschiedene Ethnien, jeweils mit eigener Sprache und Kultur. Ethnische Konflikte spielen in Tansania aber kaum eine Rolle. Die Landessprache ist Kisuaheli, Wirtschafts- und Bildungssprache ist Englisch.

Humanitäre Situation

Tansania gilt als eines der stabilsten afrikanischen Länder südlich der Sahara, wenn Korruption auch ein erhebliches Entwicklungshindernis darstellt.

Kinderarbeit und das Beschneiden von Mädchen und Jungen sind weit verbreitet. Mädchen werden oft sehr früh verheiratet und Menschen mit Albinismus verfolgt und immer wieder ermordet.

Politische Lage

Das heutige Tansania war zunächst deutsche, später britische Kolonie. Nach der Unabhängigkeit vereinten sich das Festland Tangjanika und die Insel Sansibar 1964 zur unabhängigen Republik Tansania. Sansibar ist seither weitgehend autonom. Die Bewohner der Insel nehmen an den demokratischen Wahlen teil, die seit 1995 stattfinden. Das Regierungssystem in Tansania gilt als etabliert.

Über Jahrzehnte nahm kein anderes afrikanisches Land so viele Flüchtlinge auf wie Tansania. Bis heute leben dort viele Flüchtlinge aus bürgerkriegsgeplagten Nachbarländern wie Burundi und der DR Kongo. Vor allem für den westlichen Teil des Landes ist die Situation eine Belastungsprobe.

Zwischen Tansania und Malawi gibt es ungelöste Grenzstreitigkeiten um den Malawisee, in dem Erdöl-und Erdgasvorkommen vermutet werden.

Die Situation vor Ort

Tansania hat die größte Bevölkerung Ostafrika und dennoch eine geringe Bevölkerungsdichte. Die Wirtschaft ist von Agrarwirtschaft, Bergbau und Tourismus abhängig. Trotz seines Wachstums gehört Tansania zu den ärmsten Ländern weltweit.

Über 80 Prozent der Menschen leben von der Landwirtschaft, unbeständiges Wetter sorgt aber für Schwierigkeiten: Dürren und Überschwemmungen wechseln sich ab, illegaler Waldschlag und Überweidung treiben die Desertifikation voran, die Wasserverschmutzung an der Küste hat gravierende Ausmaße angenommen.

Die medizinische Versorgung im Land ist problematisch, vielerorts mangelt es an Personal. Die häufigste Todesursache bei Erwachsenen ist Aids, bei Kleinkindern ist es Malaria. Auch Durchfallerkrankungen wie Cholera führen bei Kindern und Schwangeren oft zum Tod.

Quellen: CIA (The World Factbook), Auswärtiges Amt, Bundeszentrale für politische Bildung, BMZ (Stand 06/2018)

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