Mädchen im westafrikanischen Land Mali werden oft früh verheiratet.

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Mali – ein Überblick

Mali ist ein Binnenstaat in Westafrika und fast viermal so groß wie Deutschland. Die Sahara nimmt fast zwei Drittel der Landesfläche ein. Das Land ist von einer großen kulturellen und sprachlichen Vielfalt geprägt. Die Amtssprache ist Französisch, daneben werden neun weitere Sprachen gesprochen. Die häufigste ist Bambara.

Humanitäre Situation

Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, der Großteil der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Ein Drittel aller Kinder zwischen 5 und 14 Jahren geht arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Aufgrund der Armut hat Menschenhandel stark zugenommen: Vor allem Kinder, Frauen und Flüchtlinge werden zur Arbeit auf Plantagen und in Minen, als Dienstmädchen oder Prostituierte gezwungen.

Mit kriegerischen Konflikten verschlechterte sich die Menschenrechtssituation in Mali grundlegend. Rebellengruppen werden Folter und Kriegsverbrechen vorgeworfen. Frauen haben in Mali kaum Zugang zu Bildung und Arbeit. Mädchen werden oft sehr jung verheiratet.

Politische Lage

Seit einem Militärputsch im März 2012 rutscht Mali immer tiefer in die Krise. Weite Teile des Nordens befinden sich in den Händen verschiedener Rebellengruppen. Mehrere Länder - darunter Frankreich und Deutschland - haben militärisch in den Konflikt eingegriffen. Trotz einer Annäherung der Konfliktparteien erschüttern immer wieder Anschläge das Land.

Vor allem die Menschen im Norden Malis sind von der Gewalt betroffen. Internationale Organisationen hatten lange nur stark eingeschränkten Zugang in die Region. Zehntausende Menschen sind aufgrund der bewaffneten Kämpfe innerhalb und außerhalb des Landes auf der Flucht.

Die Situation vor Ort

Über zwei Drittel der Bevölkerung Malis arbeitet in der Landwirtschaft. Doch aufgrund von Bodenerosion, Überweidung, Desertifikation sowie Kahlschlag steht den Menschen immer weniger Land zur Verfügung. Zudem richten Heuschreckenplagen, mehrjährige Dürreperioden im Norden und starke Niederschläge im Süden immer wieder großen Schaden an -  mit gefährlichen Folgen für die Menschen.

Viele Menschen in Mali sterben an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall, Malaria oder Komplikationen bei der Geburt. Auch Lungenerkrankungen, die durch Pestizide in der Landwirtschaft und die Arbeit in Minen ausgelöst werden, fordern zahlreiche Tote.

Quellen: CIA The World Factbook, WHO, UNHCR

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