AfrikaKongo-Report von World Vision zeigt: Kinder im Ostkongo leben in Angst

14-04-2014

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo kommt es regelmäßig zu Kämpfen zwischen verschiedenen kongolesischen und ausländischen Rebellengruppen und den kongolesischen Streitkräften – mit dramatischen Auswirkungen für die Zivilbevölkerung.

Im Kongo-Report von World Vision berichten 100 Kinder in Flüchtlingscamps und –siedlungen im Osten der demokratischen Republik Kongo von ihren Erlebnissen. Die Aussagen machen fassungslos: Kinder sind in großem Maßstab Opfer von Gewalt. Tod, Vergewaltigungen und Zwangsrekrutierungen als Kindersoldaten gehören für sie zum Alltag.

Mehr als ein Drittel aller Kinder sagen, dass sie ständig oder täglich Angst haben. Mehr als die Hälfte der befragten Kinder hat keine Mutter oder keinen Vater mehr oder ist von den Eltern getrennt worden. Viele berichten, wie sie Opfer oder Zeugen teils brutalster Gewalt wurden.

“Es war zu erwarten, dass sich dieser Konflikt auf die Kinder auswirken würde. Aber das Ausmaß hat uns erschreckt”, sagt Frances Charles, Leiter des Anwaltschaftsbüros für Kinderrechte bei World Vision in DRC. “Die Gräueltaten, die von ihnen beschrieben werden – zu sehen, wie die Eltern getötet werden, von Zuhause flüchten zu müssen, überfallen zu werden - passieren so häufig, dass viele Kinder solche Ereignisse inzwischen als Alltag betrachten.“

Nach UN-Angaben wurden im Kongo allein im Jahr 2013 151 Kinder getötet oder verstümmelt. Rebellen oder Regierungssoldaten vergewaltigten 260 Mädchen. Eine zunehmende Zahl von Jungen und Mädchen wird auch gezwungen, sich als Kindersoldaten bewaffneten Rebellentruppen anzuschließen: 2012 waren es nach offiziellen Angaben 600, 2013 1000. Die Dunkelziffern liegen bei allen Delikten aber weit höher.

Für 2014 haben die Regierungen der Demokratischen Republik Kongo und zehn weiterer Staaten der Region angekündigt, die 2013 ausgehandelte Rahmenfriedensvereinbarung PSCF (Peace, Security and Cooperation Framework) mit konkreten Zielen und Maßnahmen zu füllen.

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